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Nachrichten

Dienstag, 30. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Am Tag nach den Terroranschlägen in der Moskauer U-Bahn gilt in Russland Staatstrauer. Vergnügungsveranstaltungen und Unterhaltungsprogramme wurden abgesagt. Gefahndet wird nach zwei Frauen und einem Mann, die den Selbstmordattentäterinnen geholfen haben sollen. Überwachungskameras aus der Metro zeigen die drei in Begleitung der Täterinnen. Die Zahl der bei den beiden Anschlägen Getöteten stieg unterdessen auf 39. Nach Angaben von Ärzten schweben weitere der mehr 60 Verletzten in Lebensgefahr. US-Präsident Barack Obama bot seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew telefonisch eine Zusammenarbeit beim Vorgehen gegen die Drahtzieher der Anschläge an. Hinter der Bluttat werden islamistische Untergrundkämpfer aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus vermutet.

OTTAWA: Die G8-Staaten wollen die internationale Gemeinschaft auffordern, mit -so wörtlich- "angemessenen und starken Schritten" auf das iranische Atomprogramm zu reagieren. Das geht aus dem Entwurf des Abschlussdokuments hervor, den die Außenminister der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G8) bei ihrem Treffen im kanadischen Ottawa erarbeitet haben. Darin wird auch die anhaltende Bereitschaft der G8 zum Dialog mit dem Iran betont, der weiterhin verdächtigt wird, heimlich Atomwaffen zu bauen. Zudem wollen die G8-Staaten versuchen, auch China zu einer härteren Gangart gegen Teheran zu bewegen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle warf dem Iran erneut vor, im Atomstreit keinerlei Anzeichen für ein Entgegenkommen erkennen zu lassen. - Weitere Themen in Ottawa sind der Kampf gegen den Terrorismus und die Entwicklung in Afghanistan.

CHELSEA: Die Anrainer-Staaten der Arktis haben sich bei ihrem Treffen in Kanada darauf geeinigt, den Schiffsverkehr um den Nordpol stärker zu kontrollieren. Damit reagieren Kanada, Russland, Dänemark, Norwegen und die USA auf die durch den Klimawandel zu erwartende Zunahme des Schiffsverkehrs in den Polargewässern. Weil das Eis stärker abschmilzt, werden Seewege frei, die bisher nicht genutzt werden konnten. Das eigentliche Thema der Konferenz ist aber die Verteilung der Bodenschätze am Nordpol. Die Gebietsansprüche für 1,2 Millionen Quadratkilometer sind nicht geregelt. Alle fünf Anrainer erheben Ansprüche auf die großen Vorkommen von Bodenschätzen in der Arktis.

BANGKOK: In der politischen Krise in Thailand ist weiterhin keine Einigung in Sicht. Die Regierungsgegner der so genannten "Rothemden" erteilten weiteren Gesprächen mit Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva eine Absage. Der Regierungschef spiele auf Zeit, kritisierte einer der Anführer der Oppositionsbewegung. Jetzt würden neue Wege gesucht, um Neuwahlen durchzusetzen. Zehntausende Anhänger des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra fordern seit Wochen den Rücktritt der Regierung und Neuwahlen. Sie werfen Regierungschef Abhisit vor, illegal an die Macht gekommen zu sein.

BERLIN: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat 2009 weltweit mehr als 700 Hinrichtungen gezählt. Allerdings dürfte die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen, da aus China keine verlässlichen Angaben vorlägen, heißt es im jüngsten Bericht der Menschenrechtler. Amnesty veröffentlichte aus diesem Grund in seiner jährlichen Statistik erstmals keine Zahlen mehr zu China, geht aber davon aus, dass dort auch 2009 Tausende Exekutionen vollzogen wurden. Neben China vollstreckte laut Amnesty im vergangenen Jahr der Iran die meisten Todesurteile, gefolgt vom Irak, Saudi-Arabien und den USA. Amnesty wirft insbesondere China, dem Iran und dem Sudan vor, die Todesstrafe oft zu politischen Zwecken eingesetzt zu haben, etwa um Oppositionelle zum Schweigen zu bringen.

ISTANBUL: Nach dem Treffen mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in Ankara setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Türkei-Besuch an diesem Dienstag mit einem Kulturprogramm und Gesprächen in Istanbul fort. Die Kanzlerin wird zu einem deutsch-türkischen Wirtschaftsforum und zu einer Podiumsdiskussion mit Schülern erwartet. Bei der Begegnung mit Erdogan hatte sich Merkel gesprächsbereit gezeigt, was die Forderung nach mehr türkischen Schulen in Deutschland angeht. Die CDU-Vorsitzende betonte aber zugleich, dass türkische Migranten die deutsche Sprache lernen müssten. Laut einem Bericht einer türkischen Tageszeitung bezeichnete Erdogan das Gespräch mit Merkel als "unglaublich erfolgreich". - In der Debatte um die türkische EU-Bewerbung bekräftigte die Kanzlerin ihre Skepsis hinsichtlich einer Vollmitgliedschaft.

BERLIN: Die katholische Kirche hat eine bundesweite Telefon-Hotline für Opfer von sexuellem Missbrauch eingerichtet. Hier können Berater und Seelsorger erreicht werden, die Ansprechpartner für Opfer, Angehörige und Täter sein sollen. Mit der Hotline reagiert die katholische Kirche auf immer wieder neu auftauchende Missbrauchsfälle in ihren Einrichtungen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Südosten noch freundlich, später von Westen her wolkiger mit Schauern und Gewittern. Höchsttemperaturen zwischen elf und 20 Grad Celsius.

Hamburg: 7°, wolkig.

Berlin: 5°, Nebel; ;

Dresden: 7°, Nebel;

Köln/Bonn: 11°, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: 10°, stark bewölkt und

München: 10°, wolkig.

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