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Nachrichten

Dienstag, 3. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

KIEL: Zum zentralen Festakt am Tag der Deutschen Einheit werden in Kiel die höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik erwartet. Kanzlerin Angela Merkel und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen werden an diesem Dienstag vor 1.200 Ehrengästen reden. Zum 16. Jahrestag der Vereinigung gibt es auch ein großes Bürgerfest. Die zentrale Feier findet erstmals in Kiel statt, weil Schleswig-Holstein in diesem Jahr den Bundesratspräsidenten stellt. Die Parteien würdigten anlässlich des Tages der Deutschen Einheit die friedliche Revolution in der DDR 1989. Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesminister Wolfgang Tiefensee sagte der Deutschen Welle, in 16 Jahren sei viel erreicht worden.

BERLIN: Im monatelangen Streit über die Gesundheitsreform ist eine Lösung in greifbare Nähe gerückt. Experten von Union und SPD einigten sich in Berlin auf zentrale Regelungen für die privaten Krankenkassen und den erweiterten Risikostrukturausgleich für die gesetzlichen Kassen. So soll es bei den privaten Krankenversicherungen künftig einen Basistarif geben. Keine Lösung wurde bei der umstrittenen Ein-Prozent-Klausel erzielt, mit der Zusatzbeiträge für die Krankenkassen begrenzt werden sollen. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Elke Ferner sagte, nun liege eine tragfähige Entscheidungsgrundlage für das Spitzentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch vor.

NEW YORK: Südkoreas Außenminister Ban Ki Moon geht als klarer Favorit in das Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär Kofi Annan. Bei einer weiteren Testwahl im Weltsicherheitsrat erhielt Ban die Stimmen aller fünf Vetomächte. Insgesamt sprachen sich 14 der 15 Ratsmitglieder für den erfahrenen südkoreanischen Diplomaten aus. Die offizielle Abstimmung im höchsten UN-Gremium soll bereits kommende Woche stattfinden. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen wird von der UN-Vollversammlung auf Vorschlag des Sicherheitsrats gewählt. Annans zweite fünfjährige Amtszeit endet am 31. Dezember.

WASHINGTON: Im Spionage-Streit zwischen Russland und Georgien haben die USA zur Mäßigung aufgerufen. Scharfe Rhetorik, Sanktionen und Drohungen würden nicht helfen, sagte der Europa- und Asien- Beauftragte im US-Außenministerium, Dan Fried. Zugleich forderte er den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, die gegen Georgien verhängten Restriktionen aufzuheben. Putin hatte die USA und andere Länder zuvor gewarnt, sich in den Konflikt einzumischen. Auslöser war die Festnahme von vier russischen Offizieren, die in Georgien spioniert haben sollen. Mittlerweile sind die Offiziere allerdings nach Russland zurückgekehrt, nachdem Georgien sie am Montag Vertretern der OSZE übergeben hatte.

KABUL: Bei Gefechten im Osten Afghanistans sind zwei amerikanische und ein afghanischer Soldat getötet worden. Drei weitere Amerikaner wurden nach Militär-Angaben verwundet. Die Soldaten waren als Teil einer Kampfpatrouille in der Provinz Kunar im Einsatz.

BAGDAD: Der irakische Ministerpräsident Nuri al Maliki hat einen Vier-Punkte-Plan vorgeschlagen, um die nicht endende Gewalt im Land zu stoppen. Über den Plan solle bereits an diesem Dienstag im Parlament beraten werden, hieß es aus Bagdad. Unter anderem sollen in den Hauptstadt-Bezirken neue Sicherheitskomitees gebildet werden, die mit Politikern aller Parteien, Stammesführern und Militärvertretern besetzt sind. Außerdem plant die irakische Regierung eine zusätzliche Kontrolle der Medien. Ihnen wird vorgeworfen, die Gewalt zwischen den Volksgruppen anzuheizen.

MANAGUA: Als Konkurrenz zum Panama-Kanal will Nicaragua eine zweite Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik bauen. Das kündigte der Präsident des mittelamerikanischen Landes, Enrique Bolanos, in Managua an. Der Kanal soll Nicaragua auf einer Länge von 280 Kilometern durchqueren, 18 Milliarden Dollar kosten und in zwölf Jahren fertig gestellt sein.

SARAJEWO: Bei der Wahl zum Staatspräsidium in Bosnien-Herzegowina haben sich die Vertreter der nationalistischen Parteien der Muslime, Serben und Kroaten durchgesetzt. Die Muslime werden durch Haris Silajdzic von der Partei für Bosnien-Herzegowina vertreten. Für die Serben sitzt künftig Nebojasa Radmanovic vom Bund der Unabhängigen Sozialdemokrtaten in dem dreiköpfigen Gremium, die Kroaten entsenden den Sozialdemokraten Zeljko Komsic. Im Staatspräsidium wechseln sich die drei Volksgruppen alle acht Monate als Präsidenten ab.

BRASILIA: Bergungsmannschaften haben die Flugschreiber des im Amazonasgebiet abgestürzten Passagierflugzeugs gefunden. Von ihrer Auswertung erhoffen sich die Behörden Hinweise auf den genauen Hergang des Unglücks am Freitag. Die Boeing 737 der brasilianischen Gesellschaft Gol war unmittelbar vor ihrem Absturz mit einem Privatjet zusammengestoßen. Von den 155 Insassen der Boeing überlebte niemand.

FRANKFURT AM MAIN: Die 58. Internationale Buchmesse wird an diesem Dienstag in Frankfurt am Main eröffnet. Bei der Feier spricht als Vertreter der Bundesregierung Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Als Repräsentant des diesjährigen Gastlandes Indien kommt der indische Bildungsminister Arjun Singh. Auf der Messe werden mehr als 7.000 Aussteller aus über 100 Ländern ihre Neuerscheinungen vorstellen. Bereits am Montag hatte die weltgrößte Buchmesse unter dem Motto "Literacy Campaign" eine Alphabetisierungskampagne gestartet.

BERLIN: Bundesweit rund 1.000 islamische Gotteshäuser laden an diesem Dienstag Besucher zu Führungen, Diskussionen und Ausstellungen ein. Der Tag der offenen Moschee sei einzigartig in der Welt, teilte der Zentralrat der Muslime mit, der vor zehn Jahren die Initiative ins Leben gerufen hatte. Inzwischen haben sich auch andere islamische Organisationen angeschlossen. In Deutschland gibt es etwa 2.300 Moscheen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Süden viele Wolken mit häufigen Schauern. Im Norden Auflockerungen. Höchstwerte zwischen 15 und 20 Grad, am Alpenrand mit Föhn bis 26 Grad.

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