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Nachrichten

Dienstag, 3. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht hat den Einsatz von Wahlcomputern in Deutschland als verfassungswidrig bezeichnet. Bei der Bundestagswahl 2005 hätten etwa zwei Millionen Wähler nicht überprüfen können, ob ihre Stimme an den rund 1.800 Geräten richtig erfasst worden sei. Damit gab das Gericht zwei Klägern Recht, die zahlreiche Mängel an den Rechnern moniert hatten. Weil jedoch keine Hinweise auf Fehler vorlägen, bleibe die Wahl gültig, entschied das Karlsruher Gericht.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat zurückhaltend auf den Sanierungsplan des angeschlagenen Autobauers Opel reagiert. Bislang könne er kein tragfähiges Rettungskonzept erkennen, sagte der SPD-Politiker im Ersten Deutschen Fernsehen. Unklar sei vor allem, wie der Abnabelungsprozess vom US-Mutterkonzern General Motors laufen solle. Staatshilfen für Opel wollte Steinbrück allerdings nicht grundsätzlich ausschließen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bekräftigte, dass es noch keine Vorentscheidung über staatliche Hilfen für den Autobauer Opel gibt. Er müsse jetzt sehr genau prüfen, ob das vom Management vorgelegte Konzept substanziell sei, sagte der CSU-Politiker. Es gebe noch viele offene Fragen.

MÜNCHEN: Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus hat in einer schriftlichen Stellungnahme zu seinem schweren Skiunfall kein volles Schuldeingeständnis abgegeben. Althaus habe lediglich eine Mitschuld an dem Unfall eingeräumt, sagte sein Anwalt der "Süddeutschen Zeitung". Die zuständige Staatsanwaltschaft im österreichischen Leoben hatte am Montag erklärt, der CDU-Politiker habe die Verantwortung für sein Handeln übernommen. Gegen ihn sei Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben worden. Bei dem Unfall am Neujahrstag war Althaus mit einer 41-Jährigen zusammengestoßen, die kurz darauf ihren Verletzungen erlag. Der Politiker selbst erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

JERUSALEM: US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich aktiv in die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten eingeschaltet. Bei einem Treffen mit dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres bekräftigte sie ihre Forderung nach einer Zwei-Staaten-Lösung. Peres äußerte die Überzeugung, auch der designierte Regierungschef Benjamin Netanjahu werde die Gespräche mit den Palästinensern fortsetzen und fühle sich an bereits getroffene Vereinbarungen gebunden. Vor geplanten Treffen mit Netanjahu und Außenministerin Zipi Livni besuchte Clinton die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem. Am Mittwoch will sie im Westjordanland mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zusammenkommen. Zentrales Gesprächsthema dürfte die Lage im Gazastreifen sein. Auf einer Geberkonferenz in Ägypten hatte die internationale Staatengemeinschaft am Montag rund viereinhalb Milliarden Dollar für den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zugesagt.

WASHINGTON: Im Konflikt um das von den USA geplante Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien zeichnet sich eine mögliche Lösung ab. Nach Informationen der 'New York Times' bot US-Präsident Barack Obama seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew an, auf das Projekt zu verzichten. Bedingung sei, dass Russland dabei helfe, die Entwicklung iranischer Langstreckenraketen zu stoppen. Die USA benötigten das Raketenabwehrsystem nicht, falls der Iran alle Anstrengungen einstelle, Nuklearsprengköpfe und ballistische Raketen zu bauen, zitiert die 'New York Times' aus einem Schreiben Obamas. Russland hatte sich vehement gegen die Raketenabwehrpläne gewandt, die Obamas Amtsvorgänger George W. Bush initiiert hatte.

ISLAMABAD: In Pakistan sind bei einem Angriff auf die Kricket- Nationalmannschaft von Sri Lanka mindestens fünf Menschen getötet worden. In Agenturberichten ist sogar von bis zu acht Toten die Rede. Bei den meisten Opfern handelt es sich um Polizisten, die zum Schutz der Nationalmannschaft im Einsatz waren. Mehrere Kricket-Spieler erlitten Verletzungen. Nach Angaben der Behörden hatten schwer bewaffnete Täter den Mannschaftsbus des Teams attackiert, als sich dieser auf dem Weg zu einem Stadion im Zentrum der ostpakistanischen Stadt Lahore befand. Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse verurteilte die Tat als 'feigen Terroranschlag'. Der Gouverneur der pakistanischen Provinz Punjab, Salman Taseer, machte radikale Islamisten für den Angriff verantwortlich. Mehrere Verdächtige sollen bereits festgenommen worden sein.

HAVANNA: Gut ein Jahr nach seiner Machtübernahme hat Kubas Staatschef Raul Castro die Regierung grundlegend umgebildet. Enge Vertraute seines Bruders Fidel Castro ersetzte der Präsident durch eigene Gefolgsleute. Raul Castro entließ auch den langjährigen Außenminister Felipe Perez Roque. Nachfolger wird dessen bisheriger Stellvertreter, der frühere kubanische UN-Botschafter Bruno Rodriguez. Er hatte in den vergangenen Monaten die außenpolitische Öffnung seines Landes begleitet.

MOSKAU: Michail Chodorkowski, der frühere Chef des inzwischen zerschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos, muss sich von diesem Dienstag an abermals vor Gericht verantworten. Dem 45-Jährigen werden Unterschlagung und Geldwäsche vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 22 weitere Jahre Haft. Chodorkowski war im Oktober 2003 festgenommen und im Mai 2005 wegen Finanzbetrugs und Steuerhinterziehung zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Mit dem ehemaligen Oligarchen steht auch sein ebenfalls inhaftierter Geschäftspartner Platon Lebedew vor Gericht.

HANNOVER: Die weltgrößte Informations- und Telekommunikationstechnikmesse CeBIT hat ihre Tore für Besucher geöffnet. Bis kommenden Sonntag können sich Interessierte in Hannover über die Produkte von rund 4.300 Unternehmen aus 69 Ländern informieren. Angesichts der Wirtschaftskrise fällt das Branchentreffen deutlich kleiner aus als in den Vorjahren. Mit 4.300 Firmen stellen rund ein Viertel weniger aus als 2008. Als zentrale Themen sehen die Veranstalter unter anderem IT-Sicherheit und umweltfreundlichere Computertechnik. Am Montagabend wurde die CeBIT offiziell von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger eröffnet. Kalifornien ist in diesem Jahr Parnterland der CeBIT.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebel oder Hochnebel aufgelockert, gebietsweise auch heiter und trocken. Nur im Südosten stark bewölkt und etwas Regen. Tageshöchstwerte zwischen fünf und elf Grad.

Zuletzt meldeten:


Hamburg: 5 Grad, wolkig;

Berlin und München: 4 Grad, leichter Regen;

Dresden: 4 Grad, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: 2 Grad, dunstig und

Köln/Bonn: 3 Grad, wolkenlos.

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