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Nachrichten

Dienstag, 3. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der Iran hat nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens erfolgreich seinen ersten selbst gebauten Satelliten ins Weltall geschossen. Der Satellit 'Omid' sei zum 30-jährigen Jubiläum der islamischen Revolution mit einer ebenfalls selbst gebauten Trägerrakete in die Erdumlaufbahn gebracht worden. 'Omid' werde im All Messungen vornehmen. - Das iranische Fernsehen bezeichnete den erfolgreichen Start als besonderen Erfolg für die Wissenschaftler des Landes angesichts der internationalen Sanktionen wegen des Atomprogramms.

JERUSALEM: Militante Palästinenser aus dem Gaza-Streifen haben nach Angaben der israelischen Polizei eine Rakete auf die Stadt Aschkelon abgefeuert. Menschen seien beim Einschlag des Geschosses nicht zu Schaden gekommen. - Es war das erste Mal seit der Waffenruhe im Gaza-Krieg vom 18. Januar, dass die Stadt angegriffen wurde. Militante Palästinenser haben in den vergangenen Tagen mehrmals Raketen abgefeuert, Israel reagierte mit Luftangriffen. - Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas äußerte sich zu Beginn einer Europa-Reise in Paris besorgt über die Brüchigkeit der Waffenruhe.

MÜNCHEN: Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" kehren immer mehr deutsche Soldaten traumatisiert aus dem Auslandseinsatz in Afghanistan zurück. Nach 55 Fällen von posttraumatischer Belastungsstörung im Jahr 2006 sei diese Zahl 2007 auf 130 und 2008 auf 226 gestiegen. Der Bundestag wolle vor diesem Hintergrund demnächst in einem Antrag an die Bundesregierung die Einrichtung eines Trauma-Forschungszentrums vorschlagen. Der Vorstoß von Union und SPD sei im Verteidigungsausschuss von allen Fraktionen unterstützt worden, so die "Süddeutsche Zeitung" weiter.

ISLAMABAD: Im Nordwesten Pakistans haben Aufständische eine Brücke am Kyber-Pass gesprengt und damit die wichtigste Nachschub-Verbindung für die internationalen Truppen in Afghanistan unterbrochen. Es werde einige Zeit dauern, bis die Strecke wieder befahrbar sei, teilte ein Sprecher der pakistanischen Regierung mit. In jüngster Zeit hatten die radikal-islamischen Taliban mehrmals Anschläge auf die Route verübt. - Ein pakistanischer Armeesprecher teilte gleichzeitig mit, Regierungstruppen hätten bei Kämpfen mit radikal-islamischen Extremisten mindestens 35 Aufständische getötet. Die Armee habe mehrere Stellungen der Extremisten im Swat-Tal im Nordwesten Pakistans angegriffen. Über mögliche Todesopfer auf Seiten der Armee wurde nichts bekannt.

PEKING: Die staatlich kontrollierten Medien in der Volksrepublik China haben nicht über den Schuhwurf auf Ministerpräsident Wen Jiabao während dessen Besuch in Großbritannien berichtet. Bei einer Rede Wens in der Universität Cambrigde hatte ein 27-jähriger den Regierungschef als Lügner und Diktator bezeichnet und einen Turnschuh auf ihn geworfen. Wen wurde nicht getroffen. - Im Dezember hatte ein irakischer Journalist den damaligen US-Präsidenten George W. Bush bei einer Pressekonferenz in Bagdad mit einem Schuh beworfen - und ebenfalls nicht getroffen.

WASHINGTON: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier trifft an diesem Dienstag mit der neuen US-Außenministerin Hillary Clinton zusammen. Bei dem Treffen wolle er für rasche Schritte in der Abrüstung werben, schreibt Steinmeier in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung". Von der US-Regierung erwarte er einen Verzicht auf den geplanten Raketenschild in Osteuropa sowie ein Nachfolgeabkommen zum START-Vertrag über strategische Nuklearwaffen mit Russland. Ganz oben auf der Tagesordnung stünden unter anderem aber auch verbindliche Regeln über die Finanzmärkte. Es ist der erste Besuch eines deutschen Kabinettmitglieds in Washington nach dem Amtsantritt der neuen US-Regierung. Offen ist noch, ob Steinmeier auch ein Gespräch mit US-Präsident Barack Obama führen wird.

ROM: Nach der Rücknahme der Exkommunizierung von vier Traditionalisten-Bischöfen hat der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper jetzt Fehler vonseiten des Vatikans eingeräumt. Es seien Fehler im Management der Kurie gemacht worden, sagte Kasper in einem Interview von Radio Vatikan. Er sprach von Kommunikationsmängeln und nahm auch Bezug auf ähnliche -wie er sich ausdrückte- "Betriebsunfälle" von Papst Benedikt XVI. Als Beispiel nannte Kasper die Regensburger Rede, die 2006 durch ein Zitat über den Islam heftige Proteste in der muslimischen Welt ausgelöst hatte. - - Der Papst hatte am 24. Januar die Rücknahme der Exkommunizierung von vier Bischöfen der erzkonservativen Priesterbruderschaft St. Pius bekanntgegeben. Einer der Bischöfe ist der britische Holocaust-Leugner Richard Williamson. Diese Entscheidung hatte weltweite Proteststürme ausgelöst vor allem unter Juden, aber auch innerhalb der römisch-katholischen Kirche.

OSNABRÜCK: Politiker der großen Koalition wollen dem Bundesnachrichtendienst erlauben, künftig die Telefone entführter Deutscher im Ausland zu orten und abzuhören. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl, begründete dies in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" unter anderem mit den jüngsten Fällen von Piraterie vor Somalia. Die Telefonanschlüsse der Opfer seien oftmals der einzige Anhaltspunkt, um den Aufenthaltsort von Entführten im Ausland ermitteln zu können. Unterstützt wird dieses Vorhaben vom SPD-Innenexperten Dieter Wiefelspütz, der davon ausgeht, dass die Koalition die erforderliche Gesetzesänderung noch in dieser Legislaturperiode umsetzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen her neuer Regen. Sonst wolkig mit Aufheiterungen. Tagestemperaturen ein bis sieben Grad.


Am Morgen meldeten bei zumeist bewölktem Himmel:


Hamburg: 2 Grad;

Berlin: 1 Grad;

Dresden: 4 Grad;

Köln/Bonn und München: 0 Grad sowie

Frankfurt am Main: minus 2 Grad.

Audio und Video zum Thema