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Nachrichten

Dienstag, 3. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan gehen Experten davon aus, dass mehr als 1.500 Menschen ums Leben gekommen sind. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF schätzt, dass die Zahl der Menschen die obdachlos oder auf der Flucht vor den Wassermassen sind bei bis zu drei Millionen liegen könnte. Rettungskräfte können in viele Regionen des Katastrophengebiets noch immer kaum vordringen, da zahlreiche Straßen unpassierbar sind. Ganze Dörfer wurden von den Wassermassen weggespült. Weitere heftige Monsunregenfälle werden erwartet. Hilfsorganisationen warnen vor dem Ausbruch von Seuchen.

KARACHI: In der pakistanischen Millionenstadt Karachi ist es nach dem Mord an einem Regionalpolitiker zu blutigen Unruhen gekommen. Randalierer errichteten Straßensperren. Autos, Restaurants und Geschäfte wurden nach Augenzeugenberichten in Brand gesteckt. Nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern sollen bei den Ausschreitungen mindestens 35 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden sein. Der Provinzabgeordnete war zusammen mit seinem Leibwächter vor einer Moschee von Unbekannten erschossen worden.

MOSKAU: In Russland wüten weiterhin tausende Waldbrände. Das nationale Krisenzentrum spricht von etwa 7.000 Feuern auf rund 500.000 Hektar. Besonders betroffen sind die Region um die Stadt Woronesch, rund 500 Kilometer südlich von Moskau und das Gebiet um Nischni Nowgorod östlich der Hauptstadt. Zahlreiche Dörfer brannten vollständig nieder. Offifziell bestätigt wurden bislang 40 Todesopfer. Präsident Dmitri Medwedew verhängte über sieben der betroffenen Regionen den Notstand. Viele Waldgebiete dürfen nicht mehr betreten werden. Landesweit kämpfen hunderttausende Einsatzkräfte gegen die Feuersbrunst. Von Moskau seien die Brände noch zehn Kilometer entfernt, hieß es in Agenturberichten.

NEW ORLEANS: Die Ölpest im Golf von Mexiko ist die bislang schwerste in der Geschichte. Das belegen neue Zahlen von US-Wissenschaftlern. Demnach sind von April bis zur provisorischen Abdichtung des Lecks Mitte Juli rund 4,9 Millionen Barrel oder 780 Millionen Liter Rohöl ins Meer geflossen. Nicht einmal ein Fünftel davon konnte aufgefangen und auf Schiffe abgepumpt werden. Der Energiekonzern BP begann inzwischen mit den letzten Vorbereitungen zur endgültigen Abdichtung des defekten Bohrlochs auf dem Meeresgrund mit schwerem Schlamm und Zement. Voraussichtlich soll noch an diesem Dienstag mit der Versiegelung begonnen werden.

SAARBRÜCKEN: Die Stromkonzerne in Deutschland kassieren nach einem Medienbericht in diesem Jahr möglicherweise eine Milliarde Euro zuviel bei ihren Kunden. Das meldet die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf eine neue Studie der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen. Danach sind die Preise an der Leipziger Strombörse seit 2008 um 30 bis 40 Prozent gefallen. Diese Preissenkungen seien aber nicht an die Endverbraucher weitergegeben worden. Zugleich seien Preiserhöhungen nicht gerechtfertigt gewesen. Die energiepolitische Sprecherin der Grünen, Ingrid Nestle, sagte, steigende Strompreise seien ein Symptom eines nicht funktionierenden Wettbewerbs auf dem deutschen Markt.

BERLIN: Vertreter von CDU und FDP fordern von der deutschen Automobilindustrie eine nachträgliche Beteiligung an der Abwrackprämie. Der CDU-Haushaltspolitiker Alexander Funk sagte der "Bild"-Zeitung, die Prämie habe bei der Branche für sprudelnde Gewinne gesorgt, weshalb diese sich nun im Nachhinein an den Kosten des Programmes beteiligen solle. Ähnlich äußerte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Finanzausschuss Daniel Volk. Die Abwrackprämie war Anfang 2009 von der damals regierenden großen Koalition beschlossen worden, um den Kauf von Neuwagen zu fördern und die Autoindustrie in der Wirtschaftskrise zu stützen. Insgesamt waren fünf Milliarden Euro für das Programm bereitgestellt worden.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat wegen eines geplanten Seemanövers der südkoreanischen Streitkräfte im Gelben Meer erneut mit einem Angriff gedroht. Eine entsprechende Erklärung des zuständigen Militärkommandos veröffentlichten die staatlichen nordkoreanischen Medien. Alle an der Übung teilnehmenden Schiffe würden zerstört. Alle zivilen Schiffe sollten sich von der Seegrenze fernhalten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig mit Auflockerungen, nach Westen hin auch heitere Abschnitte, mehrfach Schauer und vereinzelt Gewitter. Höchstwerte 17 bis 23 Grad.

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