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Nachrichten

Dienstag, 3. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

LONDON/TEHERAN: Im Konflikt um die 15 festgenommenen britischen Marinesoldaten haben die Regierungen des Iran und Großbritanniens mit weiteren Gesprächen begonnen. Der britische Premier Tony Blair bezeichnete die kommenden zwei Tage als kritisch. Das wichtigste sei, dass die Seeleute unverletzt freikämen. Der einflussreiche Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Ali Laridschani, hatte zuvor erklärt, man wolle die Angelegenheit auf diplomatischem Weg rasch klären. Einen Grund für ein Gerichtsverfahren sehe er nicht.

BERLIN: Nach dem neuen Ultimatum im Fall der im Irak verschleppten Deutschen hat sich die Bundesregierung besorgt über das Schicksal der Geiseln geäußert. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Jäger, sagte, es sei bitter, mitansehen zu müssen, wie zwei Menschen vor laufender Kamera erniedrigt würden. Der Krisenstab berate wegen der neuen Videobotschaft. In der Nacht zum Dienstag hatten die Entführer im Internet eine weitere Erklärung veröffentlicht. Darin fordern sie die Bundesregierung auf, innerhalb der nächsten zehn Tage alle Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Auf der Internetseite wird auch eine Videobotschaft der entführten Hannelore Krause gezeigt. Die 61-jährige war zusammen mit ihrem Sohn Anfang Februar in Bagdad verschleppt worden.

KABUL: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Magnitude-Skala hat die Hindukusch-Region zwischen Afghanistan und Pakistan erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA 60 Kilometer südlich der nordostafghanischen Provinzhauptstadt Faisabad. In der Hauptstadt Kabul liefen Hunderte von Menschen in Panik aus ihren Häusern. Starke Erdstöße ließen zudem die Gebäude in Pakistans Hauptstadt Islamabad und im indischen Neu Delhi erzittern. - Einen Tag nach dem Tsunami im Südpazifik rief die Regierung der Salomonen den nationalen Notstand aus. Durch die Flutwelle wurden hunderte Häuser zerstört und tausende Menschen obdachlos. Mindestens 28 Menschen kamen ums Leben.

NEU DELHI: Mit der Aufnahme Afghanistans hat in Indien das Gipfeltreffen der Südasiatischen Vereinigung für Regionale Zusammenarbeit -SAARC- begonnen. Zentrale Themen der zweitägigen Beratungen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi sind der Kampf gegen den Terrorismus und der Ausbau der Handelsbeziehungen in Südasien. Neben Indien und Afghanistan gehören dem Bündnis Pakistan, Bangladesch, Nepal, Sri Lanka, die Malediven und Bhutan an.

KIEW: Die politische Krise in der Ukraine spitzt sich zu. Der pro-russische Regierungschef Viktor Janukowitsch erklärte vor tausenden Anhängern in Kiew, die von Staatschef Viktor Juschtschenko am Montag verfügte Auflösung des Parlaments sei ein fataler Fehler. Falls der Erlass nicht zurückgenommen werde, seien nicht nur Parlamentswahlen, sondern auch Präsidentenwahlen unvermeidlich. Noch im Tagesverlauf wollen beide Politiker zu einer Krisensitzung zusammenkommen.

BERLIN: Die SPD hat Kritik an den Plänen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für schärfere Sicherheitsgesetze geübt. Der Rechts- und Innenpolitiker der SPD, Klaus Uwe Benneter, sagte der 'Frankfurter Rundschau', die Vorschläge seien weder mit der SPD abgesprochen worden, noch bildeten sie die Grundlage der Politik der Großen Koalition. Trotz des Widerstands in der SPD sprach sich der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, für eine rasche Umsetzung der Pläne aus. Er sagte der 'Mitteldeutschen Zeitung', es wäre gut, wenn die Gesetzentwürfe bis zum Sommer ins Kabinett kämen. Schäuble will dem Bundeskriminalamt die Rasterfahndung und die heimliche Online-Durchsuchung privater Computer erlauben.

BERLIN: Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung IMK hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Das Institut teilte mit, die Wirtschaft werde um 2,2 Prozent zulegen. Bislang waren die Experten von 1,3 Prozent ausgegangen. Die Forscher erwarten, dass sich der Konjunktur-Aufschwung trotz Mehrwertsteuererhöhung weiter fortsetzt. Für nächstes Jahr rechnen sie mit einem Wachstum von 2,1 Prozent.

BERLIN: Nach der Einigung, künftig für mindestens jedes dritte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsangebot zu schaffen, ist die Finanzierung weiter umstritten. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bezifferte die Gesamtkosten auf drei Milliarden Euro. Die Kommunen sprechen von vier Milliarden. Am Montag hatte sich von der Leyen mit Ländern und Kommunen auf eine Ausweitung der Betreuung geeinigt. Sie stellte eine Kostenbeteiligung des Bundes in Aussicht. Nach einem Bericht der 'Bild'-Zeitung wehren sich die ostdeutschen Länder gegen eine einseitige Westförderung. Thüringens Minister- Präsident Dieter Althaus sagte, es könne nicht sein, dass die Defizite in der Kinderbetreuung im Westen aus Bundesgeld finanziert würden, die ostdeutschen Länder aber leer ausgingen. Das Betreuungs- Angebot im Westen liegt weit hinter dem in Ostdeutschland zurück.

TOULOUSE: Mehrere tausend Beschäftigte des europäischen Flugzeugbauers Airbus haben im südfranzösischen Toulouse gegen das geplante Sparprogramm protestiert und die Arbeit für einige Stunden niedergelegt. Auf Spruchbändern forderten sie, dass auch künftig der Airbus 320, der sich sehr gut verkauft, in Toulouse produziert wird. Der Konzern will in Frankreich 4.300 Stellen streichen, in Deutschland sollen 3.700 Jobs bei Airbus wegfallen.

MOGADISCHU: In der somalischen Hauptstadt herrscht nach den schweren Gefechten weiter gespannte Ruhe. Nach Angaben von UN-Mitarbeitern waren fast 100.000 Einwohner vor den Kämpfen geflüchtet und kampieren jetzt in Notunterkünften im Umland von Mogadischu. Nach einer Bilanz von Menschenrechts-Organisationen wurden bei den bis Sonntag anhaltenden Gefechten fast 400 Zivilisten getötet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden wechselnd bewölkt, teils kräftige Schauer und Gewitter. Von Norden dichte Wolken mit Regen. Höchstwerte sieben bis 17 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 7 Grad, nach Nieselregen;
Berlin: 8 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 10 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 6 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 11 Grad, leicht bewölkt und
München: 11 Grad, wolkenlos.

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