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Nachrichten

Dienstag, 29. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt sind nach Angaben eines Regierungssprechers drei Deutsche entführt worden. Dabei handele es sich um Mitarbeiter eines deutschen IT-Unternehmens. Sie seien nach dem Verlassen des irakischen Finanzministeriums von Männern in Polizeiuniformen verschleppt worden. Eine offizielle Bestätigung des Auswärtigen Amtes gibt es bisher nicht. Sollten die Angaben aber zutreffen, handelt es sich um die vierte Geiselnahme von Deutschen im Irak. Seit Anfang Februar sind bereits zwei andere Deutsche in der Gewalt von Entführern - eine 61-jährige Frau und ihr Sohn. Zuvor hatten die Geiselnahme der Techniker René Bräunlich und Thomas Nitzschke sowie die Entführung der Archäologin Susanne Osthoff für Aufsehen gesorgt. Alle drei kamen nach wochen- beziehungsweise monatelanger Gefangenschaft wieder frei.

BERLIN: Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Führungsrolle beim Klimaschutz zugeschrieben. Um die Erderwärmung zu bremsen, brauche die Menschheit ein "Mehr an Technologie", hob die amerikanische Spitzenpolitikerin in Berlin hervor und mahnte, die Bedürfnisse des Marktes zu berücksichtigen. Auch Merkel sprach nach dem Treffen mit Pelosi von der Bedeutung von "Innovationen", hob aber im Vorfeld des G8-Gipfels noch einmal die Notwendigkeit international verbindlicher Abkommen hervor. Die US-Regierung hatte die Streichung aller konkreten Klimaschutz-Ziele aus dem geplanten Abschlusskommuniqué verlangt.

HAMBURG: Die Außenminister der 27 EU-Staaten und 16 asiatischer Länder haben ihre Beratungen in Hamburg wiederaufgenommen. Gesprächsthemen im Rathaus der Hansestadt sind unter anderem der Klimaschutz, eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus und die Sicherung der Energieversorgung. Bereits am Montag waren beim 'Asia-Europe-Meeting' (ASEM) die Differenzen beim Thema Treibhausgas-Verringerung deutlich geworden. Staaten wie Indien und China sehen hier vor allem die Industriestaaten gefordert. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte dennoch die Hoffnung, dass es bei der UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali zu einer Verständigung über die Nachfolgeregelung des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls kommt. Begleitet wurde der erste Tag des ASEM-Treffens von Zusammenstößen zwischen Globalisierungsgegnern und der Polizei.

WASHINGTON: Im Darfur-Konflikt erhöht US-Präsident George W. Bush den Druck auf die sudanesische Führung. Wie Vertreter des Weißen Hauses mitteilten, plant Bush weitere Wirtschaftssanktionen gegen das afrikanische Land. Zudem fordere er eine neue UN-Resolution, um die Regierung in Khartum zu zwingen, die Bemühungen zur Beendigung des Darfur-Konflikts nicht länger zu behindern. Laut einer früheren Resolution sollen eigentlich rund 22.000 UN-Soldaten in der westsudanesischen Provinz zum Einsatz kommen. Dies scheiterte bislang jedoch am Widerstand der Führung in Khartum. Die britische Regierung begrüßte inzwischen die Initiative von Bush. Dagegen bekräftigte China seine Haltung, dass Sanktionen nicht zur Krisenbewältigung in Darfur beitragen könnten.

CARACAS: In Venezuela hält der Druck des linksnationalistischen Präsidenten Hugo Chávez auf regierungskritische Medien an. Nach der Schließung des Fernsehsenders RCTV forderte Chávez die Staatsanwaltschaft auf, gegen den TV-Kanal Globovision zu ermitteln. Dieser habe in "unterschwelligen Botschaften" zu seiner Ermordung aufgerufen, so der Staatschef zur Begründung. Die Leitung des Senders wies den Vorwurf als lächerlich zurück. Globovision ist nach dem Aus von RCTV der größte der der Opposition nahestehenden Rundfunksender in Venezuela. Bei anhaltenden Protesten gegen das erzwungene Ende von RCTV wurden rund zehn Menschen verletzt.

MÜNCHEN: Der Iran lässt laut einem Zeitungsbericht den Bau einer 800 Kilometer langen Transrapid-Strecke zwischen Teheran und der Pilgerstadt Maschhad prüfen. Hierzu habe ein Münchner Ingenieurbüro einen offiziellen Auftrag erhalten, heißt es in der 'Süddeutschen Zeitung". Wirtschaftssanktionen stünden dem Projekt nicht entgegen. Dem Ingenieurbüro zufolge hat die iranische Regierung 1,5 Milliarden Euro als Anschubfinanzierung für die Magnetbahn-Verbindung bereitgestellt, hofft aber auch auf private Investoren. Wie die SZ weiter berichtet, soll der Transrapid jährlich bis zu 15 Millionen Pilger nach Maschhad im Nordosten des Iran befördern.

LONDON: Ein Dreier-Konsortium unter Führung der "Royal Bank of Scotland" hat offiziell ein Übernahmeangebot für die niederländische Großbank ABN Amro vorgelegt. Angeboten werden laut Erklärung der Banken 71,1 Milliarden Euro, also knapp 14 Prozent mehr als die konkurriende britische Bank Barclays bereit war zu zahlen. Das Konsortium hat vor, ABN Amro nach dem Kauf zu zerschlagen und unter sich aufzuteilen. Partner der "Royal Bank of Scotland" sind Fortis und die spanische Banco Santander.

TOKIO: Einen Tag nach dem Freitod des japanischen Agrarministers Toshikatsu Matsuoka hat ein weiterer Verdächtiger im Skandal um illegale Parteispenden Selbstmord begangen. Der frühere Direktor eines staatlichen Forstwirtschaftsunternehmens sprang aus seiner Wohnung in Yokohama. Nach japanischen Medienberichten hatte die Staatsanwaltschaft am Sonntag die Büroräume des 76-Jährigen durchsucht, an diesem Dienstag sollte seine Befragung fortgesetzt werden. Zwei Mitarbeiter des Unternehmens und mehrere Auftragsnehmer waren unter dem Verdacht festgenommen worden, Ausschreibungen für lukrative Regierungsaufträge manipuliert zu haben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

Teils kräftiger und ergiebiger Regen. Im Alpenvorland drohen lokale Überschwemmungen. Im Nordosten noch freundlich, später Gewitter mit Unwettergefahr. Im Süden maximal sieben bis 13 Grad, sonst bis 25 Grad.

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