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Nachrichten

Dienstag, 29. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die NATO hat die Bundeswehr offiziell um die Bereitstellung von 250 Soldaten für Kampfeinsätze der Schnellen Eingreiftruppe in Nordafghanistan gebeten. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. Die Eingreiftruppe hat die Aufgabe, die ISAF-Einheiten abzusichern. Die Bundesregierung will Anfang Februar über die NATO-Anfrage entscheiden. Der Einsatz würde im Sommer beginnen, wenn Norwegen seine Soldaten der Eingreiftruppe abzieht. Verteidigungsminister Franz Josef Jung traf in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit Präsident Hamid Karsai und Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak zusammen. Aus Sicherheitsgründen wollte das Ministerium in Berlin keine näheren Angaben zu der überraschenden Afghanistan-Reise Jungs machen. In dem Land sind derzeit mehr als 3.000 Bundeswehr-Soldaten stationiert.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat mit seiner letzten Rede zur Lage der Nation im Kongress den Abschied von der Macht eingeleitet. Er gestand in der etwa einstündigen Rede ein, die heimische Wirtschaft mache derzeit eine schwere Phase durch und der militärische Gesamterfolg im Irak lasse trotz einiger Erfolge noch auf sich warten. Den Kongress rief er auf, das geplante Konjunkturprogramm in Höhe von 150 Milliarden Dollar schnell zu verabschieden, um ein Abgleiten des Landes in die Rezession zu verhindern. Im Kampf gegen die Erderwärmung plädierte er für den verstärkten Einsatz von Atomenergie und alternativer Energieformen. Die Demokraten kritisierten Bushs Rede anschließend scharf. Er habe nur den Status Quo wiedergegeben und keine wirklichen Lösungen präsentiert.

NAIROBI: In Kenia ist es nach der Ermordung eines Oppositionspolitikers zu neuen Gewalttaten gekommen. Aus Nairobis Slumvierteln Kibera und Mathare sowie aus den westlichen Städten Kisumu und Naivasha wurden Ausschreitungen verschiedener Volksstämme gemeldet. In Naivasha schossen Armeehubschrauber mit Gummikugeln auf die Menge, um sie auseinanderzutreiben. Präsident Mwai Kibaki und Oppositionschef Raila Odinga riefen ihre Anhänger zur Ruhe auf. Odinga warnte, das Land gleite in Anarchie ab. Beide wollen sich unter Vermittlung des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan an diesem Dienstag in Nairobi zu direkten Gesprächen treffen. Der Oppositionspolitiker Mugabe Were war am Morgen vor seinem Haus in Nairobi erschossen worden.

ROM: Der italienische Präsident Giorgio Napolitano will an diesem Dienstag seine Sondierungsgespräche mit den Parteiführern über einen Ausweg aus der Regierungskrise beenden. Unklar ist, ob er Neuwahlen ansetzt oder eine Übergangsregierung ernennt. Die Lega Nord sowie die Nationale Allianz, zwei Verbündete des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi, sind gegen eine Übergangsregierung. Berlusconi drohte für den Fall, dass der Präsident keine Neuwahlen ansetzt, mit einem Marsch seiner Anhänger auf Rom. Umfragen sagen der Partei Berlusconis bei einer Neuwahl eine absolute Mehrheit voraus. In der vergangenen Woche war Ministerpräsident Romano Prodi zurückgetreten, nachdem er eine Vertrauensabstimmung im Senat verloren hatte.

BERLIN: Die SPD hat ihre Ablehnung eines Regierungsbündnisses mit der Partei Die Linke in Hessen bekräftigt. Die Linkspartei sei in Hessen wie in ganz Westdeutschland nicht regierungsfähig, sagte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, der 'Süddeutschen Zeitung'. Im Westen bestehe die Linke aus unzufriedenen Ex-Sozialdemokraten, Gewerkschaftern und früheren DKP-Mitgliedern, die weder Partei- noch Regierungserfahrung hätten. Der SPD-Politiker Wowereit steht in Berlin selbst einem rot-roten Senat vor. Der Bundeswahlkampfleiter der Linkspartei, Bodo Ramelow, rief dagegen die SPD auf, gemeinsam den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) abzulösen.

BERLIN: In der Bundeshauptstadt hat der elfte Europäische Polizeikongress begonnen. Hauptthema des zweitägigen Treffens sind die Sicherheit der Grenzen der Europäischen Union und deren Überwachung. An der Tagung nehmen rund 1.800 Fachleute aus 60 Nationen teil. Als Gäste werden unter anderen EU-Justizkommissar Franco Frattini, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Justizministerin Brigitte Zypries erwartet. Gegner der Veranstaltung haben Demonstrationen angekündigt.

BERLIN: Der Europäische Metallgewerkschaftsbund hat europaweite Aktionen gegen den finnischen Handy-Hersteller Nokia wegen der geplanten Werksschließung in Bochum angekündigt. Zu diesem Zweck würden am Mittwoch in Brüssel alle Gewerkschaften zusammenkommen, die Mitglieder in europäischen Nokia-Betrieben hätten, teilte der Generalsekretär der Organisation, Peter Scherrer, mit. Europaweite Streiks seien zwar schwer zu organisieren, doch werde über punktuelle Arbeitsniederlegungen gesprochen. Damit solle erreicht werden, dass Nokia die Schließung des Bochumer Werkes aussetze und über Alternativen nachdenke, so Scherrer weiter.

HANNOVER: Die Deutsche Lufthansa und der deutsch-britische Touristikkonzern TUI Travel haben sich auf die Gründung einer gemeinsamen Billig-Fluggesellschaft verständigt. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung wurde laut TUI bereits unterzeichnet. In der neuen Gesellschaft sollen die bisherigen Airlines von TUI, der Lufthansa-Billigflieger Germanwings wie auch die Regionalfluglinie Eurowings zusammengefasst werden. Dritter im Bunde ist der Unternehmer Albrecht Knauf, der Germanwings und Eurowings gemeinsam mit Lufthansa hält. Angaben über die genauen Beteiligungen machten die Unternehmen nicht. Das "Handelsblatt" berichtete jedoch, TUI und Lufthansa sollten je 40 Prozent an der neuen Fluggesellschaft halten, Knauf 20 Prozent. Neben den jeweiligen Konzerngremien müssen auch noch die Kartellwächter dem Projekt zustimmen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden stark bewölkt, vereinzelt Regen. Sonst aufgelockert bewölkt, nach Süden hin sonnig, örtlich Hochnebel. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen drei und neun Grad.

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