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Nachrichten

Dienstag, 29. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BERLIN: Die Bundesrepublik muss sich nach Einschätzung des israelischen Botschafters in Deutschland, Stein, auf einen langen Einsatz im Nahen Osten einstellen. Die geplante UN-Mission für den Libanon werde voraussichtlich einige Jahre dauern, sagte Stein der 'Leipziger Volkszeitung'. Dennoch dürfe man sich davon nicht eine generelle Lösung des Nahost-Konflikts erhoffen. Bundeskanzlerin Merkel sicherte Israel Unterstützung zu. Deutschland werde helfen, den politischen Prozess im Nahen Osten wieder in Gang zu bringen, sagte Merkel nach einem Treffen mit Israels Außenministerin Livni in Berlin.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen sind zuversichtlich, noch in dieser Woche die ersten 3.500 Soldaten der geplanten Libanon-Truppe entsenden zu können. Vor allem Italien und Frankreich hätten konkrete Zusagen für eine rasche Stationierung ihrer Einheiten gemacht, teilten UN-Diplomaten nach Beratungen der Truppensteller-Staaten in New York mit. Am Montagabend hatte die italienische Regierung die Entsendung von rund 2.500 Soldaten in den Südlibanon gebilligt.

BEIRUT: UN-Generalsekretär Annan setzt seinen Libanon-Besuch mit einem Besuch der UN-Truppe im Süden des Landes fort. Zudem will sich Annan über das Ausmaß der Kriegszerstörungen informieren. Am Montag hatte er mit der libanesischen Regierung über den Einsatz der erweiterten Friedenstruppe beraten. Zugleich appellierte er an die Hisbollah-Miliz, die beiden entführten israelischen Soldaten freizulassen.

ISTANBUL: Nach der Attentatsserie in der Türkei haben die Behörden offenbar einen weiteren Terroranschlag verhindert. Wie die Nachrichtenagentur Anadolou meldet, wurde in Izmir ein Mitglied der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK festgenommen. Der Mann habe in der westtürkischen Hafenstadt einen Anschlag geplant. Das schwerste Bombenattentat hatte sich am Montag in Antalya ereignet. Dabei wurden drei Menschen getötet und rund 70 verletzt. Unter den Verletzten sind auch drei Deutsche. Bei weiteren Anschlägen in Istanbul und im Badeort Marmaris erlitten ingesamt rund 30 Menschen Verletzungen. Zu diesen Attentaten bekannte sich eine Splittergruppe der PKK.

BEIRUT: Im Zusammenhang mit den gescheiterten Kofferbombenanschlägen auf deutsche Regionalzüge ist im Libanon ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Die beiden anderen im Libanon inhaftierten Verdächtigen hätten Hinweise auf eine Tatbeteiligung des Mannes gegeben, teilten die Behörden mit. Es war die insgesamt fünfte Festnahme in diesem Zusammenhang. Den Männern wird zur Last gelegt, Bombenanschläge auf Regionalzüge geplant zu haben. Die beiden Ende Juli entdeckten Sprengsätze waren nur durch einen technischen Fehler nicht detoniert.

BERLIN: SPD-Fraktionschef Struck hat sich gegen einen Einsatz der Bundeswehr im unruhigen Süden Afghanistans ausgesprochen. Das deutsche Mandat gelte ausschließlich für den Norden, sagte der frühere Verteidigungsminister. Dabei solle es bleiben. Struck reagierte auf Spekulationen, die Nato-geführte Schutztruppe plane den Einsatz deutscher Soldaten im umkämpften Süden Afghanistans. Bei einem neuen Selbstmordanschlag auf einen Konvoi der ISAF-Truppe in der Stadt Kandahar wurden der Attentäter selbst sowie ein Zivilist getötet.

BERLIN: Das Bundeskabinett berät auf einer Sondersitzung im Kanzleramt über die Reformvorhaben der Regierung. Die Ministerrunde will unter anderem einen Arbeitsplan für die kommenden Monate festlegen. Im Zentrum dürften die Umsetzung der für den Jahreswechsel geplanten Gesundheitsreform sowie Änderungen bei den Unternehmenssteuern und am Arbeitsmarkt stehen.

WIESBADEN: Die deutschen Unternehmen haben im ersten Halbjahr deutlich mehr Güter exportiert als 2005. Vor allem der Handel mit den neuen EU-Staaten florierte, wie das Statistische Bundeamt mitteilte. Der Wert der Ausfuhren in die zehn Beitrittsländer habe um ein Viertel über dem des vergangenen Jahres gelegen. Besonders kräftig habe der Handel mit Polen und Tschechien zugelegt. Insgesamt wuchsen die deutschen Exporte im ersten Halbjahr um knapp 13 Prozent.

TEHERAN: Der iranische Präsident Ahmadinedschad will an diesem Dienstag offiziell auf das UN-Ultimatum im Atomstreit antworten. Der Weltsicherheitsrat hatte die Regierung in Teheran aufgefordert, spätestens Ende dieses Monats die Uran-Anreicherung auszusetzen. Im Gegenzug bieten die fünf ständigen Mitgliedsstaaten des Rates und Deutschland wirtschaftliche und technische Hilfen an. Sollte der Iran dies ablehnen, drohen ihm UN-Sanktionen.

BRASILIA: Brasilien hat die Vergabe von staatlichen Krediten für Volkswagen ausgesetzt. Zur Begründung erklärte Arbeitsminister Marinho, seine Regierung erwarte zunächst eine Lösung des seit Monaten anhaltenden Arbeitskonflikts in den fünf brasilianischen VW-Werken. Der Konzern will dort rund 6.000 von insgesamt 22.000 Stellen streichen. VW do Brasil drohte auch mit der Schließung des größten Werks in Sao Bernardo, sollten Belegschaft und Gewerkschaften den Arbeitsplatzabbau nicht akzeptieren.

HAVANNA: Der Tropensturm 'Ernesto' hat sich bei seinem Zug über den Osten Kubas weiter abgeschwächt. Wegen der ungewöhnlich schweren Regenfälle ordneten die Behörden aber die Evakuierung von rund 600.000 Menschen in den betroffenen Provinzen an. Anlässlich des Jahrestages von Hurrikan 'Katrina' besuchte US-Präsident Bush das ehemalige Katastrophengebiet in den Südstaaten. Er erklärte in Biloxi im Staat Mississippi, der Wiederaufbau habe erst begonnen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt mit Schauern und Gewittern. Tagestemperaturen 13 bis 18 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg und Berlin: 12 Grad, leichter Regen

Dresden: 11 Grad, leichter Regen

Köln/Bonn: 12 Grad, nach Schauer

Frankfurt am Main: 11 Grad, nach Schauer

München: 12 Grad, leicht bewölkt

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