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Nachrichten

Dienstag, 28. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat das umstrittene Energiekonzept mit längeren Atomlaufzeiten beschlossen. Nach dem Willen von Union und FDP sollen die Atomkraftwerke in Deutschland zwischen acht und 14 Jahren länger laufen. Damit würde der letzte Atommeiler nicht vor dem Jahr 2036 vom Netz gehen. SPD und Grüne hatten vor acht Jahren im Atomgesetz einen Ausstieg bis 2022 vereinbart. Von den zusätzlichen Gewinnen der Betreiber will die Regierung im Gegenzug rund 30 Milliarden Euro abschöpfen. Die Koalition von Union und FDP hat im Bundesrat keine Mehrheit mehr und hält die im Schnitt 12 Jahre längeren Laufzeiten für nicht zustimmungspflichtig. Die Opposition kündigte aber Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht an. Vor dem Kabinettsbeschluss hatten Greenpeace-Aktivisten an mehreren Standorten von Atomkraftwerken in Deutschland gegen die längeren Laufzeiten demonstriert. Sie projizierten dabei den Slogan "Atomkraft schadet Deutschland" an die Reaktoren und Kühltürme der Kraftwerke.

PJÖNGJANG: Nordkoreas langjähriger Militärmachthaber Kim Jong Il ist bei dem ersten Treffen der Kommunistischen Partei seit 30 Jahren im Amt des Generalsekretärs bestätigt worden. Nach Berichten der staatlichen Medien in Pjöngjang hatte der schwerkranke 68-Jährige zuvor durch Weisung seinen jüngsten Sohn, Kim Jong Un, sowie dessen Schwester, Kim Kyong Hui, zu Generälen befördern lassen. Kim Jong Un, der erst Ende 20 sein soll, gilt als wahrscheinlichster Nachfolger des angeschlagenen Machthabers. Dieser steht seit dem Tod seines Vaters und ehemaligen Staatschefs Kim Il Sung an der Spitze Nordkoreas.

MOSKAU: Nach monatelangem Machtkampf hat der russische Präsident Medwedew den wegen Korruptionsvorwürfen umstrittenen Moskauer Bürgermeister Luschkow entlassen. Als vorläufiger Nachfolger wurde nach Angaben des Kreml dessen Mitarbeiter Wladimir Resin ernannt. Örtliche Medien berichten, Medwedew habe den Rausschmiss mit Vertrauensverlust begründet, was nach der russischen Verfassung die Entlassung des Hauptstadt-Bürgermeisters oder der Provinz-Gouverneure rechtfertigt. Der 74-jährige Luschkow hatte Moskau seit 1992 mit zumeist harter Hand regiert und galt als einer der mächtigsten Politiker des Landes.

NEW YORK: Der afghanische Außenminister Rassul hat zu verstärktem Kampf gegen Terror-Organisationen in seinem Land aufgefordert. Das Versprechen der internationalen Gemeinschaft an die Afghanen auf ein Leben frei von Angst sei bislang unerfüllt geblieben, sagte er bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York.

MANILA: Die Volkswirtschaften in Asien außerhalb Japans erholen sich nach Berechnungen der kontinentalen Entwicklungsbank noch schneller von der weltweiten Krise als bisher gedacht. Im Durchschnitt sagt das Institut für die 44 Entwicklungs- und Schwellenländer ein Wachstum von 8,2 Prozent für dieses Jahr voraus. Vor allem der Export habe sich bestens entwickelt, und die Verbraucherausgaben seien ebenfalls stark gestiegen. Chinas Wachstum sieht die Prognose bei 9,6 Prozent. Südkorea und Taiwan werden sechs und 7,7 Prozent vorhergesagt. Indien gilt mit 8,5 Prozent ebenfalls als rapide aufsteigende Wirtschaftsmacht. Als größte Gefahren für die Region schätzen die Fachleute den amerikanischen Immobilienmarkt und mögliche Staatspleiten in Europa ein.

NÜRNBERG: In Deutschland verbessert sich die Konsumlaune. Die Verbraucherstimmung liegt wieder auf dem Niveau vom Sommer 2008, als die Weltwirtschaft in die Krise geriet. Verantwortlich dafür sei der konjunkturelle Aufschwung mit sinkenden Arbeitslosenzahlen sowie ein moderates Preisklima, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg mit. Die Marktforscher erhöhten ihre Prognose und gehen nun davon aus, dass der private Verbrauch um bis zu 0,5 Prozentpunkte zulegt.

DRESDEN: Anhaltender Dauerregen hat die Pegel der Flüsse in Ostdeutschland weiter steigen lassen, vor allem in Sachsen. In manchen Regionen gelte inzwischen schon die höchste Alarmstufe vier, sagte ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums in Dresden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südosten und Osten Regen. Im Norden und Westen heitert es im Laufe des Tages auf. Tageshöchsttemperaturen acht bis 16 Grad Celsius.

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