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Nachrichten

Dienstag, 28. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

DRESDEN: Mit der Diskussion über bessere Bildungschancen für Kinder hat die CDU ihren Parteitag in Dresden fortgesetzt. Den Delegierten liegt ein Leitantrag vor, der sich für mittelfristig beitragsfreie Kindergärten und Sprachtests im vierten Lebensjahr einsetzt. Am Vormittag wird zudem CSU-Chef Edmund Stoiber zu einem Grußwort in Dresden erwartet. Danach berät der Parteitag über einen Antrag zu Investivlöhnen. Vorgesehen ist, Arbeitnehmer stärker am Kapital und den Gewinnen von Unternehmen zu beteiligen. - Vor dem Tagungsgebäude demonstrierten rund 1.000 Bergleute dafür, den Steinkohlebergbau beizubehalten. Am Montag hatte der Parteitag beschlossen, die Subventionen in der ersten Hälfte des nächsten Jahrzehnts zu beenden.

ROM: Papst Benedikt XVI. hat sich beim Antritt seiner Reise in die Türkei zuversichtlich über den Erfolg seines Besuchs geäußert. Ihm komme es darauf an, das Verständnis und den Dialog zwischen Christen und Moslems zu fördern, so der Papst. Die Türkei sei die Brücke zwischen den Kulturen. Gegen den viertägigen Besuch Benedikts hatte es in der Türkei massive Proteste gegeben. Um Zwischenfälle zu verhindern, wurden sie Sicherheitsvorkehrungen erheblich verschärft. Entgegen seiner früheren Absichten will Regierungschef Recep Tayyip Erdogan nun doch kurz das Oberhaupt der katholischen Kirche empfangen. Das Treffen soll kurz nach der Ankunft des Papstes auf dem Flughafen von Ankara stattfinden.

RIGA: In der lettischen Hauptstadt kommen die NATO-Staats- und Regierungschefs an diesem Dienstag erstmals zu einem Gipfeltreffen auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion zusammen. Im Zentrum des zweitägigen Treffens steht der von der NATO geführte Einsatz in Afghanistan. Wegen zunehmender Kämpfe sind in den vergangenen Wochen Forderungen laut geworden, weitere Soldaten in den Süden des Landes zu verlegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Kampfeinsatz der rund 3.000 deutschen Soldaten im Süden Afghanistans bislang ausgeschlossen. Weitere Themen des Gipfels, zu dem auch US-Präsident George Bush erwartet wird, sollen die Frage globaler Partnerschaften und Möglichkeiten der Allianz zur weltweiten Energiesicherung sein.

TAMPERE: Die Europäische Union sowie die arabischen und afrikanischen Mittelmeeranrainer beraten in Finnland über Maßnahmen gegen die zunehmende illegale Zuwanderung. Bei dem Treffen der Außenminister wollen vor allem die am stärksten betroffenen südeuropäischen Länder Spanien, Italien und Malta auf gemeinsame Maßnahmen zur Eindämmung der Zahl von Bootsflüchtlingen dringen. Zum Auftakt des Treffens waren am Vortag die Bemühungen der EU-Ratspräsidentschaft gescheitert, im Zypern-Konflikt mit der Türkei zu vermitteln.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat ebenso wie die Europäische Union und der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, ein israelisches Verhandlungsangebot an die Palästinenser begrüßt. Einen Tag nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe in der Region deutete Ministerpräsident Ehud Olmert ein Entgegenkommen an, wenn die Gewalt beendet sei. Israel sei für einen echten Frieden unter anderem zur Räumung weit reichender Gebiete im Westjordanland sowie von Siedlungen bereit, sagte er. Als Bedingung für einen Friedensdialog müsse eine neue palästinensische Regierung das Existenzrecht Israels sowie die unterzeichneten Verträge anerkennen.

BANGKOK: Gut zwei Monate nach dem Militärputsch in Thailand hat die Regierung in einem Teil des Landes das Kriegsrecht wieder aufgehoben. Das Kabinett sei der Empfehlung der Militärjunta gefolgt, sagte Ministerpräsident Surayud Chulanont in Bangkok. Die Entscheidung gelte für die Hauptstadt Bangkok sowie angrenzende Provinzen, hieß es. Das Militär hatte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra am 19. September in einem unblutigen Staatsstreich gestürzt. Zwei Wochen später wurde der frühere Armeechef Chulanont als neuer Regierungschef eingesetzt.

PEKING: Nordkorea und die USA sind in Peking unter chinesischer Vermittlung zu Sondierungsgesprächen über die geplante Wiederaufnahme der Atomverhandlungen zusammengekommen. Bei seiner Ankunft hatte Nordkoreas Unterhändler, Vizeaußenminister Kim Gye Gwan, erklärt, eine neue Runde der vor einem Jahr abgebrochenen Atom-Verhandlungen könne jederzeit beginnen. An den Konsultationen in Peking sind zudem Vertreter Russlands, Südkoreas und Japans beteiligt.

KHARTUM: Der Sudan lehnt die von UN-Generalsekretär Kofi Annan vorgeschlagene gemeinsame Friedenstruppe von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union in der Krisenprovinz Darfur ab. Anderslautende Berichte entsprächen nicht der Wahrheit, sagte der sudanesische Präsident Omar Hassan Al-Baschir vor Journalisten. Annan hatte in der vergangenen Woche bekräftigt, der Sudan habe seinem Vorschlag bei einer Konferenz in Äthiopien Mitte November zugestimmt.

BERLIN: Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat 60 neue Boeing-Maschinen vom Typ 737-800 bestellt. Das Unternehmen übernimmt nach eigenen Angaben auch den Kaufvertrag über 25 weitere Boeing 737, die der Konkurrent dba bestellt hat. Air Berlin hat dba vor drei Monaten erworben. Die Bestellung ist nach Listenpreisen 5,7 Milliarden US-Dollar wert. Die Auslieferung der insgesamt 85 Maschinen soll im nächsten Jahr beginnen.

NÜRNBERG: Die Kauflaune der Deutschen ist kurz vor Weihnachten auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. Der monatlich von der Gesellschaft für Konsumforschung ermittelte Konsumklimaindikator erreichte für Dezember einen Wert von 9,4 Punkten. Im November hatte er bei 9,3 Punkten gelegen. Als Hauptgrund nannten die Nürnberger Forscher das Kalkül der Verbraucher, erwartete Preiserhöhungen wegen der Mehrwertsteuer-Erhöhung im Januar zu umgehen und Anschaffungen deshalb vorziehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach sonnig und trocken. Unter Nebelfeldern kalt, sonst bei Temperaturen zwischen 12 und 17 Grad für die Jahreszeit zu mild.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 28.11.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9Rcm
  • Datum 28.11.2006
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