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Nachrichten

Dienstag, 28. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STUTTGART: Der Autobauer Daimler will angesichts massiver Verluste zum Jahresbeginn ein milliardenschweres Sparprogramm umsetzen. Wie der Konzern in Stuttgart mitteilte, wurde im ersten Quartal 2009 ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Auf außerordentlichen Betriebsversammlungen wird die Belegschaft über Einzelheiten der geplanten Maßnahmen informiert. Wie Agenturen melden, sollen sich der Konzern und der Gesamtbetriebsrat darauf geeinigt haben, die für Mai geplante Lohnerhöhung zu verschieben und bei mehreren zehntausend Mitarbeitern in Deutschland den Lohn zu kürzen. Daimler hatte zuvor angekündigt, der Konzern werde sich vollständig von seiner früheren US-Tochter Chrysler trennen. Die verbliebene Beteiligung von 19,9 Prozent werde abgegeben. Zudem verzichte man auf die Rückzahlung der an Chrysler ausgegebenen Darlehen. - Bereits 2007 hatte sich Daimler von 80 Prozent der Chrysler-Aktien getrennt.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Bank hat nach dem Rekordverlust von 3,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr für das erste Quartal in diesem Jahr einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro gemacht. Bankchef Josef Ackermann erklärte, es müsse aber bei den weiteren Aussichten mit anhaltenden Schwierigkeiten im Bankgeschäft gerechnet werden. Erst am Montag war der Vertrag Ackermanns überraschend um drei Jahre verlängert worden, obwohl der 61-jährige Manager ursprünglich im kommenden Jahr aufhören wollte.

GENF: Wegen der erhöhten Gefahr einer weltweiten Ausbreitung der Schweinegrippe beim Menschen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Alarmstufe von drei auf vier heraufgesetzt. Da Menschen per Flugzeugen die ganze Welt bereisten, gebe es keine Region, in die sich das Virus nicht ausbreiten könnte, hieß es zur Begründung. Mit Stufe vier warnt die Organisation vor einer um sich greifenden Übertragung unter Menschen. Bisher galt die Warnstufe drei, mit der einzelne, voneinander unabhängige Infektionen an verschiedenen Orten festgestellt werden. Insgesamt gibt es sechs Stufen. Nach Fällen in Mexiko, den USA und Kanada hat die neuartige Variante des Schweinegrippevirus, das sich von Mensch zu Mensch überträgt, auch Europa erreicht. In Spanien und Großbritannien gibt es Infizierte. Das Auswärtige Amt in Berlin und die EU-Kommission rieten von nicht notwendigen Reisen nach Mexiko ab. Dort stieg die Zahl der Grippetoten auf fast 150.

BERLIN: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt schließt eine weltweite Ausbreitung der in Mexiko aufgetretenen Schweinegrippe nicht aus. Dieses Risiko könne niemand genau kalkulieren, sagte die Ministerin der "Bild"-Zeitung. Deutschland sei aber gut vorbereitet, es gebe einen Pandemieplan. So wüssten Bund, Länder, Krankenhäuser und Rettungsdienste genau, was im Ernstfall zu tun sei. Verdachtsfälle auf Schweinegrippe in Deutschland bestätigten sich bisher nicht.

WASHINGTON: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Neuorientierung der US-Regierung im Kampf gegen den Klimawandel gelobt. Erstmals hätten die USA anerkannt, dass Treibhausgase für die Erderwärmung verantwortlich seien, sagte Gabriel am Rande einer internationalen Klimakonferenz in Washington. Das sei ein wichtiger Schritt. Zudem habe sich die neue Administration bereiterklärt, international verbindliche Verträge zum Klimaschutz zu unterzeichnen. - Zuvor hatte US-Außenministerin Hillary Clinton vor den Umweltministern der 17 größten Wirtschaftsmächte eine Abkehr von den Positionen der Bush-Regierung angekündigt und zu einem "bedeutenden Aktionsplan" zur Verringerung der Treibhausgase aufgerufen.

COLOMBO: Die tamilischen Rebellen in Sri Lanka haben der Armee vorgeworfen, entgegen ihren Ankündigungen weiter schwere Waffen einzusetzen. Die Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam teilte im Internet mit, die Truppen hätten weiter mit Raketen und Mörsergranaten geschossen und auch Kampfflugzeuge seien beteiligt gewesen. Die Armee wies diese Darstellung zurück. Am Vortag hatte sie angekündigt, zum Schutz von Zivilisten auf den Einsatz schwerer Waffen verzichten zu wollen. In einem schmalen Küstenstreifen im Nordosten der Insel, der von den Rebellen noch kontrolliert wird, sind nach UN-Schätzung rund 50.000 Zivilisten durch Kämpfer beider Seiten eingeschlossen.

KABUL: In der afghanischen Hauptstadt fällt an diesem Dienstag aus Sicherheitsgründen die größte Militärparade des Landes aus. Sie wurde kurzfristig abgesagt. Im vergangenen Jahr war bei der Veranstaltung ein Anschlag auf Präsident Hamid Karsai verübt worden. Die Parade erinnert alljährlich an den Kollaps der kommunistischen Herrschaft in Afghanistan im Jahr 1992. - Statt der öffentlichen Parade sei eine kleine Zeremonie mit einheimischen und ausländischen Würdenträgern geplant, sagte ein Sprecher der Regierung.

ROM: Drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien ist Papst Benedikt XVI. in die Region gereist, um die von der Katastrophe heimgesuchte Bevölkerung zu treffen. Vom Vatikan aus fuhr er zunächst in die besonders schwer zerstörte Gemeinde Onna in den Abruzzen. Dort will er eine Zeltstadt für Obdachlose besuchen, bevor er in die Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila weiterfährt. Bei dem schweren Erdbeben vom 6. April kamen 295 Menschen ums Leben. Rund 65.500 Menschen wurden obdachlos.

MÜNCHEN: Einen Tag nach der spektakulären Entlassung von Jürgen Klinsmann startet Jupp Heynckes an diesem Dienstag sein auf vier Wochen befristetes Comeback als Trainer in der Fußball-Bundesliga. Der 63-Jährige soll beim FC Bayern München laut Manager Uli Hoeneß für neue "Aufbruchstimmung" sorgen und den Tabellendritten an den letzten fünf Spieltagen möglichst noch zum 22. Meistertitel führen. Hoeneß hatte am Montag erklärt, das "Experiment" Klinsmann sei gescheitert. Aufsichtsrats-Mitglied Helmut Markwort erklärte in der ARD-Sportschau, Bayern München hätte sich ohnehin spätestens zum Saisonende von seinem bisherigen Chefcoach getrennt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Östlich der Elbe teils noch sonnig und trocken. Nach Westen hin wolkig und zeitweise kräftiger Regen, örtlich Gewitter. Höchstwerte im Westen elf bis 13 Grad, im Osten bei 25 Grad.

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