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Nachrichten

Dienstag, 27. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Vor Beginn der internationalen Nahost-Konferenz im amerikanischen Annapolis hat US-Präsident George W. Bush von allen Konfliktparteien Kompromissbereitschaft gefordert. Um einen Frieden und eine gerechte Zwei-Staaten-Lösung zu erzielen, seien Zugeständnisse notwendig, sagte Bush nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas. Das gemeinsame Ziel sei, dass Israel und Palästina als zwei demokratische Staaten in Frieden und Sicherheit leben könnten. Israelis und Palästinenser konnten sich allerdings bisher nicht auf Eckpunkte für künftige Friedensgespräche einigen. - Zu der eintägigen Nahost-Konferenz haben die USA fast 50 Staaten und internationale Institutionen eingeladen. Für Deutschland nimmt Außenminister Frank-Walter Steinmeier teil.

BERLIN: Im Bundestag haben die abschließenden Beratungen über den Haushalt 2008 begonnen. Der Etatentwurf sieht Ausgaben in Höhe von 283,2 Milliarden Euro vor. Die Neuverschuldung soll auf knapp 12 Milliarden Euro sinken. Die Opposition wirft der großen Koalition zu wenig Ehrgeiz beim Schuldenabbau vor. Insgesamt vier Tage soll die Aussprache zum Haushalt für das kommende Jahr dauern. Vor Beginn der Debatte wurde der SPD-Politiker Olaf Scholz als neuer Bundesarbeitsminister vereidigt.

DÜSSELDORF: Die Wachstumsaussichten für Deutschland haben sich nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück verschlechtert. Zur Begründung verwies Steinbrück im 'Handelsblatt' auf die anhaltende Krise an den Finanzmärkten, den hohen Ölpreis und die Euro-Stärke. Zugleich warnte der SPD-Politiker davor, in Pessimismus zu verfallen. Überraschend hat sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen im November leicht verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg um 0,3 Punkte auf 104,2 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung -Ifo- mitteilte. Dies zeige, dass sich die Konjunktur auf hohem Niveau nur allmählich abkühle, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. - Befragt werden für den Index monatlich 7.000 Unternehmen.

BERLIN: Im Tarifstreit mit der Bahn verzichten die Lokführer bis Anfang kommender Woche auf neue Streiks. Die Lokführergewerkschaft GDL erklärte sich bereit, die Tarifverhandlungen mit der Bahn am Montag in Berlin wieder aufzunehmen. Der GDL-Vorsitzende Manfred Schell erläuterte, sollte in dem Gespräch mit dem Vorstand jedoch keine Einigung über einen eigenständigen Tarifvertrag erzielt werden, seien weitere Arbeitskämpfe unausweichlich. Zugleich bezeichnete Schell die jüngste Offerte als reine Mogelpackung. Bahn-Vorstandsmitglied Margret Suckale begrüßte die Verhandlungsbereitschaft der Lokführer.

MOSKAU: Der russische Oppositionspolitiker Garri Kasparow bleibt weiter in Haft. Ein Gericht in Moskau lehnte die Beschwerde gegen die Verurteilung des früheren Schachweltmeisters zu fünf Tagen Haft ab. Ihm wird vorgeworfen, er habe gegen das Versammlungsrecht verstoßen. Kasparow, der das Oppositionsbündnis ‚Das andere Russland' anführt, war am Wochenende in Moskau nach einer Kundgebung gegen Manipulationen vor der Wahl des russischen Parlaments festgenommen worden. US-Präsident George W. Bush verurteilte das Vorgehen der russischen Sicherheitskräfte gegen oppositionelle Demonstranten. Für die Wahl am Sonntag sagen neue Umfragen der Partei ‚Einiges Russland' von Präsident Wladimir Putin eine Zweidrittelmehrheit voraus.

PARIS: Die Krawalle in der Pariser Vorstadt Villiers-Le-Bel haben sich in der zweiten Nacht auf insgesamt vier Vororte ausgeweitet. Laut Polizei wurden etwa 60 Polizisten verletzt. In Villiers-Le-Bel setzte eine Gruppe Jugendlicher nach Behördenangaben Barrikaden und mehrere Autos in Brand. Polizisten seien mit Steinen und Brandsätze beworfen worden. Die Polizei habe mit Tränengas und Gummigeschossen geantwortet. Zuvor hatten mehrere hundert Menschen in der überwiegend von Einwanderern bewohnten Vorstadt bei einem friedlichen Schweigemarsch der beiden Jugendlichen gedacht, die dort am Sonntag bei der Kollision ihrer Mopeds mit einem Polizeiauto ums Leben gekommen waren. - Vor zwei Jahren hatte es in den Vorstädten von Paris dreiwöchige Jugendunruhen gegeben.

TEHERAN: Der Iran hat nach eigenen Angaben eine neue Mittelstreckenrakete entwickelt. Die Reichweite betrage 2.000 Kilometer, sagte Verteidigungsminister Mostafa Mohammed Nadschar in Teheran. Damit könnte die Rakete unter anderem Europa oder auch Israel erreichen.

KABUL: Bei einem Autobombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Der Selbstmordanschlag im Vorort Wasir Akbar Chan habe sich in der Nähe einer ausländischen Bank ereignet und sich offenbar gegen ausländische Soldaten gerichtet, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

N'DJAMENA: Im Osten des Tschad sind bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und einer Rebellengruppe nach Armeeangaben mehrere hundert Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere von ihnen seien verletzt worden. Ein Rebellenvertreter widersprach den Armeeangaben. Es seien nur 17 Rebellen getötet worden, hieß es. Die Aufständischen hätten aber ihrerseits mehr als hundert Soldaten getötet. - Vor zwei Tagen hatten zwei Rebellengruppen den vor einem Monat mit der Regierung vereinbarten Waffenstillstand aufgekündigt. Im Osten des Tschad, an der Grenze zur sudanesischen Krisenregion Darfur soll Anfang 2008 eine EU-Truppe zum Schutz von Flüchtlingen eingesetzt werden.

QUITO: In Ecuador sind bei der Explosion eines Dynamitlagers in einer Goldmine mindestens sieben Arbeiter ums Leben gekommen. Mindestens 40 Menschen wurden verletzt. Nach dem Unglück in dem privat betriebenen Bergwerk in der Andenprovinz Azuay wurden noch 30 Arbeiter vermisst. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde die Explosion durch einen Kurzschluss ausgelöst.

ATHEN: Wegen eines landesweiten Journalistenstreiks gibt es in Griechenland keine Nachrichten im Rundfunk und Fernsehen sowie in allen Internetseiten. Stattdessen senden Radios und TV-Stationen Musik oder Filme und Videoclips. Der Streik soll am Mittwochmorgen enden. Die griechischen Journalisten protestieren gegen eine von der konservativen Regierung geplante Reform bei den Rentenkassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In den östlichen Mittelgebirgen und im Alpenraum noch einzelne Schauer. Sonst meist trocken, nordöstlich der Elbe auch heiter. Höchstwerte null bis acht Grad.

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