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Nachrichten

Dienstag, 27. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Kabinett hat den Bundeswehreinsatz im Kosovo um ein Jahr verlängert. Es wird damit gerechnet, dass auch das Parlament dem weiteren Militäreinsatz in der ersten Juni-Woche mit großer Mehrheit endgültig zustimmt. Deutschland stellt derzeit rund 2.800 Soldaten der insgesamt 16.000 Mann starken NATO-geführten Friedenstruppe. Die Bundesregierung hatte die frühere serbische Provinz Kosovo im Februar als eigenständigen Staat anerkannt, nachdem sich Serben und Kosovaren in langwierigen Verhandlungen nicht über den zukünftigen Status hatten einigen können.

FREISING: Viele Milchbauern in Deutschland liefern nach Angaben ihres Bundesverbandes aus Protest gegen zu niedrige Preise keine Milch mehr. Sie seien entschlossen, erst dann wieder zu verkaufen, wenn es eine Zusage über kostendeckende Preise gebe, sagte der Vorsitzende Romuald Schaber. Sein Verband fordert einen Milchpreis von 40 Cent pro Liter, statt derzeit durchschnittlich 27 Cent. Schaber sprach von einer großen Beteiligung an dem Boykott. In einigen Regionen beteiligten sich bis zu 80 Prozent der Bauern. Diese richteten sich auf einen Lieferstopp von einer Woche bis zu zehn Tagen ein.

BERLIN: Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung -ILA- hat mit einer Rekordbeteiligung begonnen. Auf dem Flughafengelände in Berlin-Schönefeld präsentieren sich mehr als 1.100 Aussteller aus 37 Ländern. Partnerland ist in diesem Jahr die aufstrebende Luftfahrtnation Indien. Auf der Messe werden mehr als 300 Fluggeräte am Boden und in der Luft gezeigt. Attraktion ist unter anderem der Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Veranstalter erwarten bis zum kommenden Sonntag mehr als 200.000 Besucher.

RANGUN: In Birma sind etwa 20 Anhänger von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi festgenommen worden. Nach Augenzeugenberichten hatten sie vor dem Haus Suu Kyis in Rangun gegen eine Verlängerung des seit fünf Jahren geltenden Hausarrests für die Politikerin demonstriert. Die Friedensnobelpreisträgerin steht seit Mai 2003 unter Arrest. Birmas Militärjunta will in Kürze über eine Verlängerung der Auflagen entscheiden. Beobachter befürchten, dass Suu Kyi auch weiterhin keine Bewegungsfreiheit gewährt wird. Ihre Partei, die 'Nationale Liga für Demokratie', erinnerte unterdessen mit einer Zeremonie in der Parteizentrale an ihren Sieg bei den Parlamentswahlen vor genau 18 Jahren. Birmas Militärmachthaber hatten den Sieg nie anerkannt.

TEL AVIV: Israel und die radikalislamische Hisbollah im Libanon haben sich auf einen Gefangenenaustausch verständigt. Für zwei im Juli 2006 in den Libanon verschleppte israelische Soldaten würden fünf libanesische Gefangene freigelassen, berichteten Medien in beiden Ländern übereinstimmend. Die Verschleppung der Soldaten hatte zu einem israelischen Angriff auf die Hisbollah im Südlibanon geführt. Der sich anschließende Krieg dauerte mehr als einen Monat. Unter den fünf Libanesen soll auch der am längsten in israelischer Gefangenschaft befindliche Araber sein. Er ist wegen Mordes an einem Israeli und dessen vier Jahre alter Tochter seit 1980 in Haft.

JERUSALEM: Im Korruptionsfall um den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert hat ein Hauptzeuge schwere Vorwürfe erhoben. Der US-Geschäftsmann Morris Mosche Talansky gestand in dem Verfahren in Jerusalem ein, Olmert Spendengelder in bar gegeben zu haben. Der Politiker habe keine Schecks annehmen wollen. Nach israelischen Medienberichten soll der Geschäftsmann Olmert über Jahre hinweg illegal hunderttausende US-Dollar gespendet haben. Der Regierungschef hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, er habe das Geld zur Rückzahlung von Wahlkampfschulden verwendet.

SANTIAGO: Die chilenischen Behörden haben Haftbefehl gegen rund 100 ehemalige Soldaten und Geheimdienstagenten der Pinochet-Diktatur erlassen. Die Verdächtigen sollen für die Verschleppung und Ermordung von mindestens 42 Menschen im Rahmen der "Operation Colombo" 1975 verantwortlich sein. Wie der zuständige Richter in Santiago weiter mitteilte, wurden damals insgesamt 119 Oppositionelle vom Geheimdienst DINA umgebracht. Menschenrechtler begrüßten die Haftbefehle als bislang größte Aktion der chilenischen Justiz gegen Schergen von Diktator Augusto Pinochet. Während seiner Herrschaft von 1973 bis 1990 wurden fast 3.200 Menschen getötet und Zehntausende gefoltert.

LOS ANGELES: Der amerikanische Star-Regisseur und Oscar-Gewinner Sydney Pollack ist tot. Er starb im Alter von 73 Jahren in seinem Haus in Los Angeles. Pollack erlag einem Krebsleiden. Den internationalen Durchbruch für ihn gab es 1985 mit dem Filmepos "Jenseits von Afrika". Der Film bekam sieben Oscars, unter anderem für die beste Regie. Auch als Schauspieler überzeugte Pollack ein internationales Publikum.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden sonnig und trocken. In den anderen Gebieten meist wolkig und gebietsweise Schauer. Höchstwerte 20 bis 27 Grad, im Süden auch darüber.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 11 Grad, wolkig;

Berlin: 12 Grad, stark bewölkt;

Dresden: 13 Grad, bedeckt

Köln/Bonn: 18 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 19 Grad, regnerisch und

München: 17 Grad, leicht bewölkt.

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