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Nachrichten

Dienstag, 27. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

JERUSALEM: Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wollen künftig alle zwei Wochen zu Gesprächen zusammenkommen. Dies teilte US-Außenministerin Condoleezza Rice in Jerusalem mit. Bei den Treffen werde es um allgemeine politische Themen gehen. Es handele sich aber noch nicht um Verhandlungen über den endgültigen Status der palästinensischen Autonomiegebiete. Rice äußerte sich auf einer Pressekonferenz, nachdem sie in den vergangenen Tagen mit israelischen, palästinensischen und jordanischen Politikern gesprochen hatte.

GUANTANAMO: Der australische Terrorverdächtige David Hicks hat sich vor einem Sondertribunal des US-Militärs im Lager Guantanamo für schuldig erklärt. Der 31-Jährige soll mit den radikal-islamischen Taliban und dem Netzwerk El Kaida in Afghanistan zusammengearbeitet haben. Hicks wurde Ende 2001 festgenommen und ist seitdem in Guantanamo inhaftiert. Nach seinem Schuldeingeständnis kann Hicks laut US-Medienberichten damit rechnen, dass sich Anklage und Verteidigung auf ein Strafmaß unterhalb von 20 Jahren Haft einigen. Auch wird durch das Geständnis möglich, dass er die Strafe in Australien verbüßen kann.

WASHINGTON: Die USA haben nach eigenen Angaben einen der Drahtzieher der Terroranschläge auf Touristen in Kenia im November 2002 ergriffen und ins Gefangenenlager Guantanamo gebracht. Der in Ostafrika festgenommene Abdul Malik habe gestanden, an dem versuchten Abschuss eines israelischen Verkehrsflugzeugs und dem zeitgleich erfolgten Bombenanschlag auf ein Hotel bei Mombasa beteiligt gewesen zu sein, teilte das Verteidigungsministeriums in Washington mit. Bei dem Anschlag auf das Hotel hatten Selbstmordattentäter 13 Menschen mit in den Tod gerissen.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist auf dem Weg nach Kasachstan, wo er sich mit den Außenministern von fünf zentralasiatischen Staaten treffen will. Er reist in seiner Funktion als EU-Ratsvorsitzender und wird begleitet von EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und dem EU-Sonderbeauftragten für Zentralasien, Pierre Morel. Steinmeier will bis zum Ende der deutschen Ratspräsidentschaft im Sommer einen Entwurf für engere Beziehungen der EU zu den teils energiereichen zentralasiatischen Staaten vorlegen. Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisien halten rund fünf Prozent der Weltenergiereserven.

MOSKAU: China und Russland wollen auf dem Energiesektor kooperieren. Zu Beginn des dreitägigen Besuchs von Chinas Präsident Hu Jintao in Moskau wurde ein seit langem von Russland versprochenes Abkommen über höhere Öllieferungen unterzeichnet. Weitere Abkommen sind geplant. China ist der weltweit zweitgrößte Ölimporteur, Russland der zweitgrößte Exporteur. Insgesamt wurden Geschäfte zwischen Unternehmen beider Staaten im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar geschlossen.

KAIRO: Die Wähler in Ägypten haben eine Volksabstimmung zur Machterweiterung von Präsident Hosni Mubarak mit großer Mehrheit boykottiert. Nach Angaben des Informationsministeriums lag die Beteiligung bei rund 25 Prozent. Unabhängige Beobachter nannten noch niedrigere Zahlen. Alle großen Oppositionsgruppen hatten zum Boykott der Abstimmung über Verfassungsänderungen aufgerufen. Mubarak und seine Partei erklärten, mit den geplanten Reformen solle der Missbrauch des Islam für politische Zwecke eingedämmt werden.

BAGDAD: Der irakische Präsident Dschalal Talabani und Regierungschef Nuri al Maliki haben einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die nationale Versöhnung voranbringen soll. Nach dem Entwurf sollen vor allem Mitglieder der Baath-Partei von Ex-Staatschef Saddam Hussein wieder stärker in die Gesellschaft eingegliedert werden. Ein solcher Schritt wird seit langem von den USA als Zeichen des Entgegenkommens an die Sunniten gefordert.

LONDON/BELFAST: Die britische Regierung sieht in Nordirland den 'Beginn einer neuen Ära' gekommen. Premierminister Tony Blair und andere führende Politiker begrüßten den Durchbruch bei den Nordirland-Verhandlungen in Belfast. Die bisher verfeindeten Parteien der Protestanten und der Katholiken hatten sich am Montag darauf verständigt, ein gemeinsames Kabinett zu bilden. Die neue Regierung soll am 8. Mai ihre Arbeit aufnehmen. Damit würde sich Nordirland nach fünf Jahren britischer Zentralherrschaft wieder selbst verwalten.

DESSAU: In Dessau hat der Prozess um den Tod eines Asylbewerbers aus Sierra Leone begonnen. Zwei Polizisten sind angeklagt, für den Tod des 21-Jährigen Oury Jallow in einer Zelle vor zwei Jahren mitverantwortlich zu sein. In der Zelle war ein Feuer ausgebrochen. Jallow konnte nicht fliehen, weil er an Händen und Füßen gefesselt war, da er den Beamten bei seiner Festnahme Widerstand geleistet haben soll. Rund um den Gerichtsort herrschen scharfe Sicherheitsvorkehrungen, da mit Protesten linker Gruppen gerechnet wird.

BERLIN: Die Zahl rechtsextremistischer Straftaten hat nach einem Bericht des 'Tagesspiegel' im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit der deutschen Einheit erreicht. Die Behörden hätten 2006 mehr als 18.000 Delikte registriert, 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor, schreibt die Zeitung aus Berlin unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamtes. Die Zahl rechter Gewalttaten sei um acht Prozent auf rund 1.100 gestiegen.

BERLIN: Die Fluggesellschaft Air Berlin hat den Ferienflieger LTU vollständig übernommen. Das Unternehmen zahlte 140 Millionen Euro und übernimmt nach eigenen Angaben Verbindlichkeiten der LTU in Höhe von 190 bis 200 Millionen Euro. Das Abkommen muss noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden. Der Name LTU soll bestehen bleiben. Innerhalb des Europa-Verkehrs werden die LTU-Strecken in das Air Berlin-System integriert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne bei frühlingshaften elf bis 19 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 27.03.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/A9YS
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