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Nachrichten

Dienstag, 27. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DUISBURG: Nach der tödlichen Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg hat der Oberbürgermeister der Stadt, Sauerland, bestritten, vor Beginn der Techno-Tanz-Veranstaltung Kenntnis von Sicherheitsbedenken gehabt zu haben. Der CDU-Politiker sagte der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf, ihm seien keine Warnungen bekannt. Hingegen berichtet die "Süddeutsche Zeitung", die Polizei in Duisburg habe im Vorfeld der Loveparade gegenüber dem Veranstalter und der Stadt Bedenken gegen das Sicherheitskonzept geäußert. - Im einzigen Zugangstunnel zum Loveparade-Gelände war es am Samstagnachmittag zu einer Massenpanik gekommen. Die Zahl der Todesopfer stieg inzwischen auf 20. Eine junge Frau erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt.

BERLIN: Verteidigungsminister zu Guttenberg hat die Veröffentlichung tausender geheimer US-Dokumente über den Krieg in Afghanistan durch die Internet-Plattform "Wikileak" relativiert. Vieles, was jetzt durch diese Papiere bekannt geworden sei, sei nicht gänzlich überraschend, sagte der CSU-Politiker im Zweiten Deutschen Fernsehen. Auch die Existenz der US-Spezialeinheit "Task Force 373" in Afghanistan sei jedem Informierten über Jahre hinweg bekannt gewesen. - Die Oppositionsparteien hatten Aufklärung über diese US-Einheit gefordert, die nach den veröffentlichten Dokumenten auch im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr stationiert ist und die Erlaubnis zur Tötung von Taliban-Führern haben soll.

KABUL: Einer der beiden in Afghanistan vermissten US-Soldaten ist tot. Wie die NATO-Truppe ISAF mitteilte, wurde die Leiche bereits am Sonntag im Osten des Landes entdeckt. Zwei US-Soldaten waren am Freitag als vermisst gemeldet worden. Der zweite Soldat ist nach ISAF-Angaben entführt worden. Die radikal-islamischen Taliban hatten zuvor schon behauptet, einen der beiden US-Soldaten getötet zu haben.

BERLIN: Die Türkei ist nach Ansicht von Bundesaußenminister Westerwelle derzeit nicht reif für einen Beitritt zur Europäischen Union. Der FDP-Vorsitzende sagte der "Bild"-Zeitung, wenn die Frage heute entschieden werde müsste, wäre die Türkei nicht beitrittsfähig und die EU nicht aufnahmefähig. Deutschland habe aber grundsätzlich ein Interesse daran, dass sich die Türkei Richtung Europa orientiere. - Westerwelle bricht an diesem Dienstag zu Besuchen Sloweniens und der Türkei auf. - Der britische Premierminister Cameron sprach sich in Ankara klar für die Aufnahme der Türkei in die EU aus.

OTTAWA: Nach den USA und der EU hat auch Kanada verschärfte Sanktionen gegen den Iran verhängt, die über die vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Strafmaßnahmen hinausgehen. Damit solle die Regierung in Teheran im Atomkonflikt zu neuen Verhandlungen gezwungen werden, sagte der kanadische Premierminister Harper. Wie die am Montag von den EU-Außenministern beschlossenen Sanktionen zielen auch die kanadischen Maßnahmen auf den Öl- und den Finanzsektor des Iran. Bundesaußenminister Westerwelle sprach von starken, angemessenen und zielsicheren Druckmitteln der EU.

LONDON/WASHINGTON: Der britische Energiekonzern BP hat den Rücktritt seines Vorstandschefs Hayward zum 1. Oktober angekündigt. Der Londoner Konzern reagierte damit auf anhaltende Kritik an dessen Krisenmanagement bei der Ölpest im Golf von Mexiko. Haywards Nachfolger wird -wie erwartet- der US-Amerikaner Dudley, der bereits seit Mitte Juni für die Bekämpfung der Ölpest verantwortlich ist. Gleichzeitig gab BP in London bekannt, dass der Konzern wegen der Umweltkatastrophe einen zweistelligen Milliardenverlust verzeichne.

BISCHKEK: Die kirgisische Regierung hat auf einer internationalen Geberkonferenz um Finanzhilfe in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar gebeten. Das Geld soll dem Wiederaufbau des Landes nach den politischen Wirren und der ethnisch motivierten Gewalt der vergangenen Monate dienen. Die amtierende Regierung von Präsidentin Otunbajewa hofft, Stabilität und Demokratie in Kirgisistan mit Hilfe einer Wiederbelebung der Wirtschaft zu fördern. - Zusammenstöße zwischen der usbekischen Minderheit und der kirgisischen Mehrheit hatten im Juni bis zu 2.000 Menschen das Leben gekostet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten viel Sonne. Sonst nach freundlichem Beginn im Tagesverlauf starke Bewölkung. Im Süden und Südosten am Nachmittag Schauer und Gewitter. Tageshöchsttemperaturen 19 bis 27 Grad Celsius.

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