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Nachrichten

Dienstag, 27. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In einer Gedenkstunde im Bundestag wird zur Stunde an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Eröffnet wird die Feierstunde von Bundestagspräsident Norbert Lammert. Die Hauptrede hält Bundespräsident Horst Köhler. Am 27. Januar 1945 waren die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz befreit worden.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik beschlossen und nimmt dafür einer beispiellose Neuverschuldung in Kauf. Das 50-Milliarden-Euro-Programm zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise sieht für dieses und das nächste Jahr unter anderem Steuer- und Abgabensenkungen sowie zusätzliche staatliche Investitionen vor. Ebenfalls Teil des Pakets ist eine Reform der Kfz-Steuer, auf die sich die Koalition erst am Montag geeinigt hat. Zugleich brachte die Regierung einen zur Finanzierung des Pakets notwendigen Nachtragshaushalt auf den Weg, der 36,8 Milliarden Euro neue Schulden vorsieht.

BERLIN: Knapp eine Woche nach seiner Amtseinführung hat US-Präsident Barack Obama telefonisch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen. Wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin mitteilte, stand die Wirtschafts- und Finanzkrise im Mittelpunkt des Gesprächs. Obama und Merkel seien sich über die Notwendigkeit einer engen transatlantischen Kooperation einig, betonte Wilhem.

WASHINGTON: Nach massiven Kursänderungen im Antiterrorkampf und Umweltbereich zeichnen sich auch Änderungen der amerikanischen Iran-Politik ab. Die neue amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice kündigte direkte Gespräche der USA mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm an. Ex-Präsident George W. Bush hatte dies abgelehnt. US-Präsident Barack Obama wandte sich in einem Interview mit dem arabischen Sender El Arabija an die muslimische Welt. Dabei stellte er den Muslimen nochmals eine neue Partnerschaft in gegenseitigem Respekt in Aussicht. Zum Nahost-Konflikt erklärte Obama, seine Regierung wolle entschlossen auf einen dauerhaften Frieden zwischen Israel und allen Nachbarn hinarbeiten. Inzwischen reiste der neue Nahost-Sondergesandte der USA, George Mitchell, zu seiner ersten Vermittlungsmission in die Region.

WASHINGTON: Nach längerer Verzögerung hat der US-Senat Timothy Geithner als neuen Finanzminister bestätigt. Der 47-Jährige, der wegen zu wenig gezahlter Steuern in die Kritik geraten war, kündigte bei seiner Vereidigung an, er werde im Kampf gegen die Wirtschaftskrise rasch in die Offensive gehen. - Geithner hatte in den Jahren 2001 bis 2004 während seiner Tätigkeit beim Internationalen Währungsfonds nicht alle Steuern gezahlt. Bei seiner Anhörung entschuldigte er sich dafür und sprach von "nicht beabsichtigten" Fehlern. Geithner hatte insgesamt 34.000 Dollar an Steuern nachgezahlt.

JERUSALEM: An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen ist es erstmals seit dem Waffenstillstand vor mehr als einer Woche zu einem heftigen Feuergefecht gekommen. Auslöser war nach Angaben der israelischen Streitkräfte ein Anschlag auf eine Militärpatrouille. Dabei wurden nach arabischen Medienberichten in der Nähe des Grenzübergangs Kissufim ein israelischer Soldat getötet und drei weitere verletzt. In dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gebiet wurde nach Angaben von Sanitätern ein Palästinenser getötet. Unterdessen trafen sechs deutsche Grenzexperten in Ägypten ein. Sie sollen helfen, den Waffenschmuggel in den Gazastreifen zu unterbinden.

PODGORICA: Das Parlament in Montenegro hat seine Selbstauflösung beschlossen und damit den Weg für Neuwahlen in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik freigemacht. Es wird erwartet, dass Präsident Filip Vujanovic noch innerhalb dieser Woche Neuwahlen ausruft. Diese müssen laut Verfassung innerhalb von 60 Tagen stattfinden. Die Regierung in Podgorica will mit dieser Maßnahme nach eigenen Angaben Zeit gewinnen, um die Herausforderungen angesichts des Ziels eines EU-Beitritts zu meistern. Umfragen zufolge kann die regierende DPS mit einem deutlichen Sieg rechnen. Die Opposition wirft der Regierung dagegen vor, sie wolle noch schnell wählen lassen, bevor das Land voll von der weltweiten Wirtschaftskrise getroffen werde.

PRETORIA: Ein Krisengipfel der Südafrikanischen Staatengemeinschaft (SADC) zur Lage in Simbabwe ist ohne klares Ergebnis zu Ende gegangen. Zwar verkündete der südafrikanische Präsident Kgalema Motlanthe, die Gruppe habe sich darauf geeinigt, dass ein neuer Ministerpräsident am 11. Februar vereidigt werden soll. Die simbabwische Opposition widersprach dem allerdings. Die Opposition unter Führung von Morgan Tsvangirai beansprucht nach ihrem Wahlsieg das Amt des Regierungschefs. Bislang hat sie dem Druck widerstanden, eine Koalitionsregierung mit Staatschef Robert Mugabe zu bilden, bis ein Streit über die Verteilung von Kabinettsposten beigelegt ist. Mugabe und die SADC dagegen wollen, dass die Opposition zuerst der Regierung beitritt und erst danach alle noch offenen Fragen gelöst werden.

COLOMBO: Im Nordosten Sri Lankas versuchen Regierungstruppen weiter mit heftigen Angriffen, die noch verbliebenen Stellungen der tamilischen Rebellen einzunehmen. Nach der Eroberung der Rebellenhochburg Mullaittivu konzentrieren sich die Kämpfe jetzt auf das Gebiet westlich der Stadt. Inzwischen erklärte ein Vertreter der Gesundheitsbehörden Sri Lankas, in einer von der Regierung im Rebellengebiet eingerichteten Sicherheitszone seien möglicherweise mehrere hundert Zivilpersonen getötet oder verletzt worden. Dort seien nach einem Artilleriebeschuss mehr als 300 Verletzte gezählt worden. Ob die Regierungstruppen oder die Rebellen der sogenannten 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' hinter dem Beschuss standen, sagte er nicht. Zuvor hatten die Vereinten Nationen von zahllosen getöteten Zivilisten in dem Gebiet berichtet.

BOCHUM: Der ehemalige Chef der Post, Klaus Zumwinkel, ist wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss der 65-jährige eine Geldbuße von einer Million Euro zahlen. Dies entschied das Landgericht Bochum in einem nur zwei Verhandlungstage dauernden Prozess. Zumwinkel hatte gestanden, über eine Stiftung in Liechtenstein knapp eine Million Euro Steuern hinterzogen zu haben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt oder neblig trüb. Im östlichen Niederbayern etwas Schneefall. Tagestemperaturen zwischen minus ein und plus fünf Grad Celsius.

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