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Nachrichten

Dienstag, 27. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die EU-Kommission hat nochmals eine schnelle Finanzhilfe für das vom Bankrott bedrohte Griechenland angemahnt. EU-Vize-Präsidentin und Justizkommissarin Viviane Reding warnte vor einer Kettenreaktion mit katastrophalen wirtschaftlichen Auswirkungen für ganz Europa, falls der Regierung in Athen nicht geholfen werde. Das gelte vor allem für Deutschland, dessen Banken mit zu den wichtigsten Gläubigern gehörten. Nach den Worten des griechischen Finanzministers Giorgos Papakonstantinou braucht sein Land spätestens bis zum 19. Mai eine milliardenschwere Finanzhilfe. Dann sind Verbindlichkeiten von neun Milliarden Euro fällig. - Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble bekräftigten in Berlin, eine Entscheidung über Hilfen werde erst fallen, wenn die Verhandlungen zwischen der EU, dem Internationalen Währungsfonds IWF und der griechischen Regierung abgeschlossen seien.

WASHINGTON: Der US-Senat hat ein Gesetz zur schärferen Kontrolle der Finanzmärkte vorerst gestoppt. Den Demokraten von US-Präsident Barack Obama fehlten drei Stimmen, um die Debatte über den von ihnen ausgearbeiteten Gesetzentwurf in der Parlamentskammer aufzunehmen. Den traditionell der Wirtschaft nahestehenden oppositionellen Republikanern gehen die Reformpläne zu weit. So sollen eine neue Aufsicht für Hedge-Fonds und Derivate sowie eine neue Behörde für Verbraucherschutz von Bankkunden geschaffen werden. Umstritten sind auch die Pläne für einen 50 Milliarden Dollar schweren Fonds für den Krisenfall, den die Banken einrichten sollen. Beide Parteien betonten jedoch nach der Abstimmung den Willen, eine Finanzmarktreform auf den Weg zu bringen.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Bank ist mit einem Milliardengewinn in das Jahr gestartet. Das Unternehmen erzielte von Januar bis März ein Plus von 2,8 Milliarden Euro. Das ist fast die Hälfte mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Vorstandschef Josef Ackermann begründete die hohen Quartalszahlen mit einer Stabilisierung der Weltwirtschaft. Dabei habe die Deutsche Bank vor allem von ihrem Investment-Geschäft profitiert. Darauf entfielen 2,7 der 2,8 Milliarden Euro Gewinn.

NÜRNBERG: In Deutschland ist die Stimmung der Verbraucher wieder besser. Die Gesellschaft für Konsumforschung stellte die aktuellen Zahlen für April vor. Danach schätzten die Verbraucher sowohl die allgemeine Lage als auch ihre persönliche Einkommensentwicklung positiv ein. Die Bereitschaft einzukaufen sei aber immer noch gedämpft. Gestiegene Energiepreise drückten die Konsumlaune.

BISCHKEK: Die Übergangsregierung in Kirgisistan hat den entmachteten Präsidenten Kurmanbek Bakijew in Abwesenheit des mehrfachen Mordes angeklagt. Der amtierende Vize-Regierungschef Asimbek Beknasarow kündigte an, man werde die Auslieferung Bakijews von der Führung in Weißrussland beantragen. Dem 60-Jährigen werde auch Machtmissbrauch vorgeworfen. Nach dem Volksaufstand Anfang April, bei dem 85 Menschen getötet und mehr als 1.600 verletzt wurden, war der autoritäre Ex-Staatschef in die weißrussische Hauptstadt Minsk geflohen. - Im zentralasiatischen Kirgisistan sollen im Oktober Präsidenten- und Parlamentswahlen stattfinden.

PARIS: Die USA haben den ehemaligen Machthaber Panamas, Manuel Noriega, an Frankreich ausgeliefert. Der 74-Jährige wurde an Bord einer Air France-Maschine von Miami nach Paris gebracht. Die französische Justiz will gegen Noriega ein neues Verfahren eröffnen. 1999 war er in Frankreich wegen Geldwäsche in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der Ex-Machthaber hatte bereits in den USA eine langjährige Gefängnisstrafe wegen Verwicklung in Drogengeschäfte verbüßt und blieb danach wegen des juristischen Streits um seine Auslieferung in US-Gewahrsam.

WASHINGTON: Knapp eine Woche nach dem Untergang einer brennenden Bohrinsel breitet sich der Ölteppich im Golf von Mexiko weiter aus. Expertenteams bemühten sich bisher vergeblich, mit Hilfe von Mini-U-Booten ein Ventilsystem zu aktivieren, das den Ölfluss ins Wasser in 1.500 Meter Tiefe stoppen soll. Schätzungsweise 160 Tonnen Rohöl sprudeln derzeit täglich ins Meer. Vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana sind inzwischen mehr als 4.800 Quadratkilometer Fläche von einem Ölfilm bedeckt, durch den zunehmend Seevögel und Meerestiere in Gefahr geraten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt, aber weitgehend trocken. Aufheiterungen vor allem am Rhein und an der Nordsee. Die Temperaturen steigen bis auf 22 Grad.

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