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Nachrichten

Dienstag, 26. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BERLIN: Experten der Regierungskoalition suchen nach Lösungen im Streit um die Gesundheitsreform. Die unionsgeführten Länder kündigten an, mit eigenen Vorschlägen in die neue Verhandlungsrunde zu gehen. Es handele sich aber nicht um einen Gegenentwurf zu den Plänen des Ministeriums, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel der 'Passauer Neuen Presse'. Sie habe die Länder lediglich um Formulierungshilfen gebeten. Vizekanzler Franz Müntefering wandte sich gegen Spekulationen, die Große Koalition stehe vor dem Aus. Der SPD-Politiker zeigte sich im deutschen Fernsehen zuversichtlich, dass sich der Streit um die Gesundheitsreform lösen lässt.

MÜNCHEN: Nach dem Transrapid-Unglück auf der Teststrecke im Emsland ist eine Diskussion über die geplante Trasse in der bayerischen Landeshauptstadt entflammt. Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude kritisierte, einige Sicherheitsfragen seien ungelöst. Die Streckenführung in einem drei Kilometer langen Tunnel stelle eine Extremsituation dar, sagte Ude der 'Frankfurter Rundschau'. Als Alternative zu der Transrapid-Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Flughafen sei eine schnelle S-Bahn-Linie denkbar. Sie könne zudem kostengünstiger umgesetzt werden. Experten des Eisenbahnbundesamts prüfen an diesem Dienstag das Sicherheitskonzept der Teststrecke, um Rückschlüsse für die Planung der Münchner Trasse zu gewinnen.

TOKIO: Das japanische Parlament hat den rechtskonservativen Politiker Shinzo Abe mit großer Mehrheit zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Der Vorsitzende der regierenden Liberaldemokratischen Partei ist mit 52 Jahren der jüngste Regierungschef nach dem Zweiten Weltkrieg. Abe will den wirtschaftlichen Reformkurs seines Vorgängers Junichiro Koizumi fortsetzen. Er hat ferner angekündigt, die pazifistische Nachkriegsverfassung ändern zu wollen. Damit soll die Möglichkeit einer stärkeren Beteiligung Japans an internationalen Friedenseinsätzen eröffnet werden.

KABUL: Bei zwei fast gleichzeitigen Anschlägen in Afghanistan hat es viele Opfer gegeben. In der südlichen Provinz Helmand wurden bei einem Selbstmordanschlag nach Angaben der Behörden mindestens 18 Menschen getötet und etwa ebenso viele verletzt. Die Bombe ging in der Stadt Laschkar Gah in der Nähe des Büros des Provinzgouverneurs und einer Moschee hoch. Bei einem weiteren Bombenanschlag auf eine NATO-Patrouille wurde im Süden von Kabul ein italienischer Soldat getötet. Zwei weitere ausländische Soldaten und fünf Zivilisten erlitten Verletzungen.

BANGKOK: Die Militärmachthaber in Thailand haben den Entwurf für eine Übergangsverfassung fertig gestellt. Dieser solle nun dem König zur Bestätigung vorgelegt werden, sagte der Anführer des Militärputsches, General Sondhi Boonyaratkalin. Zudem solle so bald wie möglich ein neuer Ministerpräsident berufen werden. Nach thailändischen Medienberichten soll der frühere Chef der Welthandelsorganisation WTO, Supachai Panitchpakdi, das Amt übernehmen. Das Militär hatte in der vergangenen Woche Ministerpräsident Thaksin Shinawatra gestürzt. Es sagte zu, binnen zwei Wochen einen zivilen Regierungschef zu ernennen. Er soll das Land führen, während eine neue Verfassung ausgearbeitet wird.

MANCHESTER: Der britische Schatzkanzler Gordon Brown hat so deutlich wie nie zuvor seinen Anspruch bekräftigt, die Nachfolge von Premierminister Tony Blair anzutreten. Auf dem Jahreskongress der Labour-Partei in Manchester kündigte Brown eine -so wörtlich- 'neue Politik' und eine 'neue Art des Regierens' an. Zugleich bekannte er sich klar zur politischen Mitte und lobte Blair als 'erfolgreichsten Regierungschef aller Zeiten'. Blair hatte Anfang September mitgeteilt, er werde seine Ämter als Labour-Vorsitzender und Premierminister innerhalb von zwölf Monaten niederlegen. An diesem Dienstag will er seine letzte große Rede vor den Delegierten seiner Partei halten.

WASHINGTON: Der irakische Präsident Dschalal Talabani hat andere Staaten davor gewarnt, sich in die inneren Angelegenheiten seines Landes einzumischen. In einem Interview mit dem US-Rundfunk bezog er sich konkret auf Syrien, die Türkei und den Iran. Diese Länder sollten die Souveränität und Unabhängigkeit des Irak respektieren. Ansonsten müssten sie mit 'Schwierigkeiten' rechnen, betonte Talabani.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen gehen im Mordfall Rafik Hariri neuen Spuren nach. Wer tatsächlich hinter dem Anschlag auf den ehemaligen libanesischen Regierungschef stecke, sei aber noch immer unklar, heißt es im jüngsten Bericht des UN-Sonderermittlers Serge Brammertz. Nach seinen Angaben gibt es mögliche Verbindungen zu einer Reihe anderer Attentate im Libanon. Brammertz' Vorgänger, der Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis, war zu der Überzeugung gelangt, dass der syrische Geheimdienst in das Mordkomplott im Februar 2005 verwickelt war.

WIESBADEN: Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Das Statistische Bundesamt registrierte 209.000 Leistungsempfänger, knapp ein Zehntel weniger als 2004. Die Zahlungen an Asylbewerber gingen ebenfalls zurück - auf 1,25 Milliarden Euro.

KÖLN: Mit Neuheiten aus dem Bereich der digitalen Fotografie ist in Köln die Photokina eröffnet worden. Aussteller aus 45 Ländern zeigen auf der weltgrößten Messe der Branche ihre Produkte. Im Mittelpunkt stehen digitale Spiegelreflexkameras, handlichere Kompaktkameras sowie benutzerfreundliche Speicher- und Druckertechnik.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten noch sonnig, sonst überwiegend bewölkt und regnerisch. Tagestemperaturen 15 bis 21, bei längerem Sonnenschein bis 26 Grad.


Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 17 Grad, Bodennebel;
Berlin: 16 Grad, fast wolkenlos;
Dresden: 17 Grad, fast wolkenlos;
Köln/Bonn: 15 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 15 Grad, leichter Regen und
München: 14 Grad, leichter Regen.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 26.09.2006
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  • Datum 26.09.2006
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