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Nachrichten

Dienstag, 26. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Zahl der Mitarbeiter im Bundesverteidigungsministerium kann laut Einschätzung von Experten um rund die Hälfte reduziert werden. Die von Ressortchef zu Guttenberg eingesetzte Bundeswehr-Strukturkommission empfiehlt in ihrem Abschlussbericht, von den derzeit mehr als 3000 Stellen sollten nach der bevorstehenden Reform der Streitkräfte weniger als 1500 übrigbleiben. Außerdem soll sich die Arbeit des Ministeriums demnach künftig auf Berlin konzentrieren. Derzeit hat es seinen Hauptsitz formell noch in Bonn. Die Armee selbst sollte nach dem Rat des Gremiums ebenfalls verkleinert werden, von momentan 250.000 auf nur noch rund 180.000 Soldaten. Guttenberg sicherte bei der Entgegennahme des Berichts in Berlin zu, er werde ihn zur Grundlage der geplanten Reform machen. Die Strukturkommission hatte ihre Arbeit im April aufgenommen. Geleitet wird sie vom Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise.

BERLIN: In Deutschland haben mehrere hundert Eisenbahner vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Schwerpunkte der Warnstreiks waren zunächst Nordrhein-Westfalen und Bayern. Zu Aktionen kam es aber auch in zahlreichen anderen Bundesländern. Fahrgäste müssen noch den ganzen Tag über mit Behinderungen rechnen. Betroffen sind der Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn und mehrerer privater Bahnunternehmen. Ziel der Gewerkschaften ist es, Bewegung in die festgefahrenen Tarifverhandlungen zu bringen. Dabei geht es im Kern um einen einheitlichen Branchentarifvertrag. Derzeit sind die Löhne bei den Privatbahnen rund 20 Prozent niedriger als bei der Deutschen Bahn. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren deshalb, dass der Wettbewerb zwischen den Firmen auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werde.

TEHERAN: Der Iran hat nach Berichten des staatlichen Fernsehens damit begonnen, sein erstes Atomkraftwerk mit nuklearem Brennstoff zu bestücken. Der mit russischer Hilfe errichtete Meiler nahe der Stadt Buschehr war im August in Betrieb genommen worden. Die von Russland gelieferten 163 Brennstäbe standen bereits seit Wochen bereit. Wegen technischer Probleme musste ihr Einbau aber bislang verschoben werden. Nach iranischen Angaben soll der Reaktor nun Anfang 2011 mit der Stromproduktion beginnen und ans Netz gehen.

PARIS: Bei den Streiks gegen die Rentenreform in Frankreich ist eine leichte Entspannung in Sicht. Mehrere Gewerkschaften kündigten für diesen Dienstag ein Ende ihrer Aktionen an. Die Beeinträchtigungen im Zugverkehr nahmen ab, ebenso der durch die Blockade von Raffinerien bedingte Treibstoffmangel. Die Regierung in Paris schätzt, dass nur noch ein Fünftel der Tankstellen nicht ausreichend über Kraftstoff verfügt. Der endgültige Gesetzentwurf zur Rentenreform soll voraussichtlich am Mittwoch von beiden Parlamentskammern verabschiedet werden. Wichtigster Punkt der Reform: Die volle Rente soll es künftig frühestens mit 62 Jahren geben.

LUXEMBURG: Die EU-Agrarminister beraten an diesem Dienstag über neue Fisch-Fangquoten für die Ostsee. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag der EU-Kommission, die den Fang von Heringen, Lachsen und Sprotten in Teilen der Ostsee im kommenden Jahr um bis zu 30 Prozent senken will. Grund dafür sind die intensive Fischerei und die schwindenden Bestände. Die Kommission will, dass Fisch-Fangquoten künftig stärker an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet werden und nicht an politischen Machtkämpfen zwischen den EU-Staaten. Streit ist vorprogrammiert. Die baltischen Staaten und Polen wehren sich gegen die geplanten Einschränkungen.

JAKARTA: Die Lage am Vulkan Merapi in Indonesien wird immer bedrohlicher. Innerhalb weniger Stunden registrierten Vulkanologen mehr als 100 Eruptionen im Krater. Das flüssige Magma im Inneren des Vulkans steige seit Tagen immer höher. Die ersten Anwohner wurden aus Angst vor einem großen Ausbruch in Sicherheit gebracht. Der fast 3.000 Meter hohe Berg ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Er liegt nur 25 Kilometer nördlich der Millionenstadt Yogyakarta auf der Insel Java.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten viele Wolken mit nur kurzen Auflockerungen und vereinzelt etwas Regen. Sonst meist gering bewölkt oder sonnig und trocken. Höchstwerte drei bis elf Grad.

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