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Nachrichten

Dienstag, 26. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

JERUSALEM: Einen Tag nach dem arabisch-israelischen Gipfeltreffen ist das so genannte Nahost-Quartett zu Beratungen zusammengekommen. Die Vertreter der UN, EU, USA und Russlands wollen bei ihrem Gespräch im US-Konsulat in Jerusalem auch die Lage in der Region erörtern, nach der Machtübernahme der radikal-islamischen Palästinensergruppe Hamas im Gazastreifen. Während des Gipfels am Montag im ägyptischen Scharm el Scheich hatte Israels Regierungschef Ehud Olmert die Freilassung von 250 Mitgliedern der palästinensischen Fatah-Partei von Präsident Mahmud Abbas angekündigt. Diese Gefangenen trügen kein Blut an den Händen und müssten sich verpflichten, keine Gewalt für ihre politischen Ziele einzusetzen, sagte Olmert.

LONDON/JERUSALEM: Der scheidende britische Premierminister Tony Blair wird neuer Sondergesandter des Nahost-Quartetts. Blair könnte bereits an diesem Dienstag bei dem Treffen des Quartetts in Jerusalem ernannt werden, verlautete von europäischen Diplomaten. Vertreter der USA, der Europäischen Union, Russlands und der Vereinten Nationen hätten die Diskussionen über das Mandat abgeschlossen, wurde in Washington bestätigt. Aufgabe Blairs dürfte es vor allem sein, beim Aufbau eines künftigen Palästinenserstaats zu helfen.

PJÖNGJANG: Eine Delegation der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO ist in Nordkorea eingetroffen, um Details zur Schließung des Atomreaktors in Yongbyon zu besprechen. Die kommunistische Regierung in Pjöngjang hatte am Montag erklärt, jetzt mit dem im Februar bei internationalen Verhandlungen zugesagten Ausstieg aus dem Nuklearprogramm beginnen zu wollen. Grund hierfür war die Freigabe eingefrorener nordkoreanischer Vermögenswerte von 25 Millionen Dollar. - Südkorea kündigte an, nach den jüngsten Fortschritten im Atomstreit die ausgesetzten Nahrungsmittelhilfen an den Norden wieder aufzunehmen. Die erste Ladung mit 3.000 Tonnen dringend benötigtem Reis werde am Samstag nach Nordkorea verschifft, teilte Verteidigungsminister Lee Jae Joung in Seoul mit.

PARIS: Die Vereinten Nationen werden den Wiederaufbau der Goldenen Moschee im irakischen Samarra finanziell unterstützen. Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur will 5,4 Millionen der erforderlichen 8,4 Millionen Dollar zur Verfügung stellen, wie UNESCO-Generaldirektor Koichiro Matsuura in Paris bekannt gab. Das den Schiiten heilige Gebetshaus war durch Anschläge schwer beschädigt worden. Zuletzt waren bei einem Terrorakt vor zwei Wochen zwei 36 Meter hohe Minarette eingestürzt.

BRÜSSEL: Die Europäische Union hat ihre Beitrittsgespräche mit der Türkei fortgesetzt. In Brüssel begannen Vertreter beider Seiten mit Verhandlungen über zwei weitere Politikbereiche. Auf Druck des neuen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy verzichtete die deutsche EU-Ratspräsidentschaft allerdings darauf, auch die ursprünglich vorgesehenen Gespräche über Wirtschafts- und Währungsthemen zu beginnen. Sarkozy lehnt einen EU-Beitritt der Türkei ab. - Die Beitrittsgespräche mit Kroatien kommen dagegen gut voran. Hier wurden sechs neue so genannte Verhandlungskapitel geöffnet. EU-Vertreter bescheinigten dem Land große Fortschritte auf dem Weg, das 28. EU-Mitglied zu werden.

MOSKAU: Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer plädiert für einen Ausbau der Partnerschaft zwischen der Allianz und Russland. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass beide Seiten offen und ehrlich zusammenarbeiteten, sagte De Hoop Scheffer während einer Sitzung des Nato-Russland-Rats in Moskau. Er betonte ebenso wie der russische Außenminister Sergej Lawrow die Bedeutung eines engen Dialogs auch bei kritischen Themen wie der geplanten US-Raketenabwehr in Osteuropa. Lawrow bekräftigte nochmals das Nein des Kremls zum US-Vorhaben.

BERLIN: Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele bezweifelt, dass die Berichte über die Auslandseinsätze der Bundeswehr vollständig gelöscht worden sind. Ströbele sagte in einem Interview, er habe von der Bundesregierung mehrmals Antworten über die Auslandseinsätze erhalten. Dabei sei niemals die Rede davon gewesen, dass keine Unterlagen mehr existierten. Zuvor hatte das Erste Deutsche Fernsehen berichtet, dass versehentlich geheime Berichte zu Auslandseinsätzen vernichtet worden seien. Grund seien technische Probleme bei der Datensicherung gewesen, hieß es.

FRANKFURT AM MAIN: In der Tarifrunde für die gut 134.000 Beschäftigten der Deutschen Bahn hat das Unternehmen ein erstes Angebot vorgelegt. Ein Gewerkschafts-Sprecher sagte in Frankfurt, das Angebot sehe Einkommenserhöhungen von rund zwei Prozent sowie eine Einmalzahlung von 300 Euro vor. Dies sei nicht einigungsfähig. Die beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA fordern sieben Prozent mehr Geld und haben bereits mit Streiks gedroht.

WELLINGTON: Die Galapagos-Inseln vor Ecuador sind wegen des Touristenansturms auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbe-Stätten gesetzt worden. Das teilte die Unesco in der neuseeländischen Stadt Christchurch mit. Dort tagt das Welterbe-Komitee, das die 830 Welterbe-Stätten jedes Jahr daraufhin überwacht, ob die nötigen Schutzmaßnahmen getroffen werden.

ATHEN: In weiten Teilen Südeuropas leiden die Menschen unter einer Hitzewelle. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben. In Griechenland, Zypern und Süditalien wurden Spitzentemperaturen von 45 Grad Celsius gemessen. In mehreren griechischen Großstädten und auf einigen Inseln fiel der Strom aus, da das Netz durch die vielen Klimaanlagen überlastet war. Auf Sizilien, Sardinien und in Kalabrien gab es die ersten schweren Waldbrände. Betroffen von der Hitzewelle sind auch die Ostküste Spaniens, Rumänien, Bulgarien und Albanien. In Großbritannien kamen mindestens drei Menschen bei Überflutungen nach schweren Regenfällen ums Leben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt und regnerisch, örtlich Gewitter und schwere Sturmböen. Höchstwerte 16 bis 21 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 15°, Schauer;
Berlin: 18°, wolkig
Dresden und Köln/Bonn: 16°, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 15°, Regen und
München: 17°, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema