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Nachrichten

Dienstag, 26. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: In der südafghanischen Provinz Helmand, einer Hochburg der radikal-islamischen Taliban-Milizen, planen die NATO-Truppen nach britischen Angaben ihre bisher größte Offensive. In weiten Teilen der Provinz herrschten seit Monaten oder gar seit Jahren Parallel-Regierungen, die oft von Taliban gestellt würden, erläuterte der Kommandeur der NATO-geführten ISAF-Truppen in Südafghanistan, der britische Generalmajor Nick Carter, dem Sender BBC. Die politische Führung in Kabul müsse über diese Gebiete die Kontrolle zurückbekommen. - Am Donnerstag findet in London die internationale Afghanistan-Konferenz statt, bei der über die weitere Strategie beraten werden soll.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel will an diesem Dienstag die Spitzen aller Bundestagsparteien über die neue Afghanistan-Strategie der Bundesregierung informieren. Montag Abend traf sich die Kanzlerin mit den zuständigen Ressortchefs aus Außen-, Innen-, Verteidigungs- und Entwicklungshilfeministerium, um das Gesamtkonzept für die Afghanistan-Konferenz in London zu vereinbaren. Bei dem neuen Konzept geht es um den zivilen Wiederaufbau, die Ausbildung von Polizisten und Soldaten sowie um die mögliche Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents um 500 bis 1.500 Soldaten.

BERLIN: Israels Präsident Schimon Peres ist in Berlin mit militärischen Ehren von Bundespräsident Horst Köhler begrüßt worden. Neben einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel steht ein Besuch des Mahnmals am Berliner S-Bahnhof Grunewald auf dem Programm. Von dort aus waren während der Nazi-Zeit Berliner Juden in die Vernichtungslager transportiert worden. Am Mittwoch wird Peres anlässlich des Holocaust-Gedenktages im Bundestag eine Rede halten. Vor genau 65 Jahren hatten Soldaten der sowjetischen Roten Armee die Überlebenden des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit.

BERLIN: Die Linkspartei soll künftig von Parteivize Klaus Ernst und der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Gesine Lötzsch geführt werden. Das gab der Berliner Landesvorsitzende Klaus Lederer bekannt. Die Amtsübernahme soll im Mai beim Parteitag in Rostock stattfinden. Die Neuformierung der Parteiführung war nach dem Rückzug der Linke-Chefs Oskar Lafontaine und Lothar Bisky notwendig geworden.

WIESBADEN: Die Importe nach Deutschland haben sich im vergangenen Jahr so stark verbilligt wie seit 23 Jahren nicht mehr. Die Einfuhrpreise sanken nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im Vergleich zu 2008 um 8,6 Prozent. Grund für den Preisverfall waren vor allem billigere Energieprodukte wie Rohöl, Benzin, Kohle und Strom. Auch Milch und Milchprodukte waren deutlich günstiger.

BAGDAD: Einen Tag nach der Anschlagserie in der irakischen Hauptstadt sind im Zentrum Bagdads bei einem Selbstmordanschlag mindestens 18 Menschen getötet und 80 weitere verletzt worden. Die meisten Opfer sind Polizisten. Die Autobombe detonierte nach Angaben der Behörden vor einem Gebäude des Innenministeriums. Bei den Anschlägen auf drei Hotels am Montag waren 41 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. - Anfang März soll im Irak ein neues Parlament gewählt werden. Regierungsvertreter beschuldigten Anhänger der verbotenen Baath-Partei und des früheren Saddam-Regimes, im Vorfeld der Abstimmung bewusst für Chaos und Terror zu sorgen.

WASHINGTON: Zum Abbau der Rekordschulden will US-Präsident Barack Obama ab 2011 einen Teil der staatlichen Ausgaben für drei Jahre einfrieren. Obama werde das entsprechende Konzept in seiner Rede an die Nation am Mittwoch vorstellen, kündigte ein Regierungsvertreter an. Erwartet werden auf diese Weise Einsparungen von 250 Milliarden Dollar in zehn Jahren. Nicht gedrosselt werden sollen der Verteidigungs- und Sicherheitsetat. Das Defizit der USA hat im Haushaltsjahr 2009 die Rekordsumme von 1,4 Billionen Dollar erreicht. Für das laufende Jahr wird ein Defizit von 1,5 Billionen Dollar erwartet.

COLOMBO: Acht Monate nach dem Ende des Bürgerkriegs gegen die tamilischen Separatisten wird in Sri Lanka ein neuer Präsident gewählt. In dem überwiegend von der tamilischen Minderheit bewohnten Norden der Insel ist die Beteiligung mit knapp 20 Prozent bisher gering. In den übrigen Landesteilen gaben bislang etwa 35 Prozent der mehr als 14 Millionen Berechtigten ihre Stimme ab. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Mahinda Rajapaksa und dem früheren Armeechef Sarath Fonseka, der für ein Oppositionsbündnis antritt. Beide ließen sich von der singhalesischen Bevölkerungsmehrheit als Helden für den Sieg über die Tamilen-Rebellen feiern. Später wurden sie zu bitteren Rivalen.

NEW YORK/ PORT-AU-PRINCE: Die Notversorgung für Haiti wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen viel länger notwendig sein als bisher angenommen. Rund zwei Millionen Überlebende der Erdbebenkatastrophe seien nicht sechs Monate, sondern mindestens ein Jahr lang auf Hilfe angewiesen, sagte die Chefin des Welternährungsprogramms (WFP) der UN, Josette Sheeran, in New York. Sie forderte alle Armeen der Welt auf, ihre entbehrlichen Fertigmahlzeiten zur Verfügung zu stellen. Haitis Präsident René Préval bat die internationale Gemeinschaft dringend um 36 Millionen derartige Essensrationen und 200.000 Zelte vor Beginn der Regenzeit im Mai. Nach Schätzungen der UN sind rund eine Million Menschen in dem Karibikstaat obdachlos.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte meist heiter und trocken. Im Süden meist wolkig oder trüb und nur etwas Schnee. Die Temperaturen liegen zwischen minus 14 und plus einem Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: minus 15 Grad, wolkenlos;

Berlin: minus 17 Grad, dunstig;

Dresden: minus 13 Grad, dunstig;

Köln/Bonn: minus 4 Grad, dunstig;

Frankfurt am Main: minus 4 Grad, bedeckt und

München: minus 4 Grad, Schneefall.

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