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Nachrichten

Dienstag, 26. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist in Indonesien eingetroffen, der ersten Station seiner fünftägigen Südostasien-Reise. Zum Auftakt des Besuchs würdigte Steinmeier den Weg Indonesiens zur Demokratie seit dem Ende der Suharto-Diktatur vor rund zehn Jahren. Steinmeier wird am Mittwoch mit Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono und Außenminister Hassan Wirajuda zusammenkommen. Es gebe in Südostasien einige Staaten, die zu Unrecht im Schatten der großen Länder China und Indien stünden, so Steinmeier weiter. Diese Länder seien wirtschaftlich sehr erfolgreich. Deutschland habe zu ihnen zwar gute wirtschaftliche Beziehungen, die politischen Beziehungen hinkten jedoch hinterher. Steinmeier will im Laufe der Woche auch Singapur und Vietnam besuchen.

WIESBADEN: Deutschland hat erstmals seit der Wiedervereinigung einen leicht positiven Staatshaushalt. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Danach nahmen Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen im vergangenen Jahr 200 Millionen Euro mehr ein als sie ausgaben. Damit hat Deutschland das zweite Mal nach 2006 die im Vertrag von Maastricht festgelegte Defizitgrenze von drei Prozent unterschritten. Im Jahr 2000 hatte es zwar auch schon einen Staatsüberschuss gegeben, allerdings nur wegen der Sondererlöse aus dem Verkauf von UMTS-Mobilfunklizenzen.

POTSDAM: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes gibt es keine Annäherung. Man trete auf der Stelle, sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, sagte vor den Gesprächen, die Erwartung der Beschäftigten sei eine andere als der Handlungsspielraum der öffentlichen Arbeitgeber. Bund und Kommunen bieten den 1,3 Millionen Beschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt verteilt auf zwei Jahre an. Außerdem soll die Arbeitszeit im Westen auf die gleiche Wochenstundenzahl wie im Osten angehoben werden. Die Gewerkschaften fordern acht Prozent mehr Gehalt für dieses Jahr.

MÜNCHEN: Der Siemens-Konzern hat den Stellenabbau in seiner Telefonanlagensparte SEN bestätigt. Rund 3.800 Stellen würden gestrichen, davon bis zu 2.000 in Deutschland. Betroffen sei vor allem die Zentrale in München, teilte das Unternehmen mit. Weitere 3.000 Arbeitsplätze sollen durch Weitergabe an Partner oder Auslagerungen wegfallen. Das beträfe das SEN-Werk in Leipzig und die Fertigungsstätten in Thessaloniki/Griechenland und Curitiba/Brasilien. Siemens will seine Telefonanlagensparte selber reformieren bevor sie verkauft wird.

HAMBURG: Nach der Bürgerschaftswahl in der Hansestadt will die CDU zügig Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierungsbildung aufnehmen. Bereits in der kommenden Woche werde Bürgermeister von Beust mit der SPD reden, anschließend mit den Grünen, teilte eine Parteisprecherin mit. Eine Präferenz gebe es nicht. Die CDU hatte die Wahl am Sonntag zwar gewonnen, ihre absolute Mehrheit aber eingebüßt. Sie ist deshalb zur Regierungsbildung auf einen Koalitionspartner angewiesen.

NAIROBI: In Kenia drohen die wochenlangen Verhandlungen über eine Regierung der nationalen Einheit zu scheitern. Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan wie auch der Verhandlungsführer der Opposition, Musalia Mudavadi, gaben an, die Regierung unter Präsident Mwai Kibaki habe ihre Meinung zu bereits vereinbarten Punkten wieder geändert. Dazu gehört auch die Schaffung des Postens eines Regierungschefs sowie zweier Stellvertreter. Annan sagte, er habe Kibaki und Oppositionschef Raila Odinga bei einem Treffen am Montag aufgefordert, die Differenzen beizulegen. Er sei zuversichtlich, dass sie seine Warnungen verstanden hätten. Die Opposition droht mit neuen Massenprotesten ab Mittwoch. Dann endet eine vereinbarte Waffenruhe.

BRÜSSEL: Die Europäische Union will nach den Worten des Chefs der europäischen Krisenmission im Kosovo EULEX eine Abspaltung des mehrheitlich serbisch bewohnten Nordens des Kosovo verhindern. Yves de Kermabon sagte der Nachrichtenagentur AFP, die internationale Gemeinschaft habe mehrfach die Unteilbarkeit des Gebietes unterstrichen. Die geplante EULEX-Truppe sei auch für die serbische Minderheit da, weil ihr Auftrag die Schaffung von Frieden sei. Die geplanten 1.800 Polizisten, Staatsanwälte und Zollbeamten sollen beim Aufbau staatlicher Strukturen und einer multi-ethnischen Verwaltung helfen. Serbiens Regierungschef Vojislaw Kostunica hatte zuvor bekräftigt, Serbien beanspruche eigene Hoheitsrechte für seine Bürger im Norden des Kosovo.

JERUSALEM: Der Oberste Gerichtshof Israels hat die umstrittene Vereinbarung mit dem früheren Präsidenten Mosche Katzav als rechtens bestätigt. Mit knapper Mehrheit von drei zu zwei Stimmen wurde die Eingabe von Frauenrechtsgruppen und Anwälten zurückgewiesen. Ende Juni vergangenen Jahres war Katzav wegen sexueller Belästigung von vier Mitarbeiterinnen zu einer Bewährungs- statt einer Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, seine Schuld einzugestehen, den Betroffenen Schadenersatz zu zahlen und anschließend zurückzutreten.

PJÖNGJANG: In der nordkoreanischen Hauptstadt haben die New Yorker Philharmoniker unter ihrem Dirigenten Lorin Maazel ein als historisch bewertetes Friedenskonzert begonnen. Den Auftakt bildeten die Hymnen beider Staaten. Auf dem Programm der mehr als 100 Musiker stehen noch Werke von Richard Wagner, Antonín Dvorák sowie George Gershwin. Das Konzert kam auf Einladung der nordkoreanischen Führung zustande. Es wird in Nordkorea live vom Fernsehen und vom Rundfunk übertragen. Neben den Musikern erhielten noch bis zu 200 Personen eine 48-stündige Einreiseerlaubnis. Formal herrscht zwischen dem kommunistischen Nordkorea und den USA nach dem Koreakrieg noch Kriegszustand. Zudem steht Nordkorea auf der US-Liste der Staaten, die den Terrorismus unterstützen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südosten noch Aufheiterungen, südlich der Donau trocken. Sonst wolkig bis stark bewölkt und von Nordwesten aufkommender Regen. Höchstwerte zehn bis 18 Grad.


Am Morgen meldeten:

Hamburg: 10°, leichter Regen;

Berlin: 8°, stark bewölkt;

Dresden: 10°, wolkig;

Köln/Bonn: 12°, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: 10°, stark bewölkt und

München: 8°, fast wolkenlos

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