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Nachrichten

Dienstag, 26. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

JAKARTA: Mit Trauerfeiern und Schweigeminuten ist in den Ländern am Indischen Ozean der Opfer der Flutwellen-Katastrophe vor genau zwei Jahren gedacht worden. In Indonesien, Sri Lanka, Indien, Thailand und auf den Malediven versammelten sich Überlebende und Angehörige der Toten zum stillen Gedenken. Durch den Tsunami waren am 26. Dezember 2004 etwa 230.000 Menschen ums Leben gekommen. Am stärksten betroffen war damals die indonesische Provinz Aceh, wo noch immer zehntausende Überlebende in Notunterkünften wohnen. Derzeit wird Aceh von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Zahlreiche Dörfer stehen unter Wasser oder sind nach Erdrutschen unter Schlamm begraben. Die Behörden gaben die Zahl der Todesopfer zuletzt mit mehr als 80 an.

AMMAN: Jordanien will Anfang Januar ein Gipfeltreffen ausrichten, auf dem die rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah ihren Machtkampf beilegen sollen. Darauf verständigten sich Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und der jordanische Regierungschef Maruf al Bachit bei Gesprächen in Amman. Ziel sei es, einen Bürgerkrieg im Nahen Osten zu verhindern. Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija von der radikal-islamischen Hamas soll die Einladung zu dem Versöhnungsgipfel mit Fatah-Vertretern bereits angenommen haben.

MOGADISCHU: Nach mehrtägigen schweren Kämpfen in Somalia mit Regierungstruppen und Soldaten der äthiopischen Armee haben sich die Milizen der Islamisten aus mehreren ihrer Frontstellungen zurückgezogen. Die islamistischen Kämpfer rückten nach eigenen Angaben unter anderem aus den Städten Dinsoor und Burhakaba ab. Dies sei aber nur eine taktische Maßnahme, hieß es. Angesichts zunehmender Gefechte in Somalia hatte die Afrikanische Union die kämpfenden Parteien zu einem sofortigen Ende der Gewalt und zu Verhandlungen aufgefordert. Die Europäische Union warnte vor einer Ausweitung der Kämpfe auf die gesamte Region am Horn von Afrika.

MOSKAU: Im Streit um höhere Gaspreise hat der russische Gasmonopolist Gazprom Weißrussland mit einem Lieferstopp zum Jahreswechsel gedroht. Der von der Regierung in Moskau kontrollierte Konzern fordert 200 Dollar je 1.000 Kubikmeter Erdgas. Dies entspräche einer Preiserhöhung um das Vierfache. Die weißrussische Regierung bestehe aber auf einem niedrigeren Tarif, vergleichbar dem in Russland selbst. Unterdessen hat Georgien als Antwort auf ebenfalls massive Preiserhöhungen durch den Gazprom-Konzern seine Abhängigkeit von russischem Erdgas vermindert. Das Land vereinbarte mit Aserbaidschan die Lieferung von täglich einer Million Kubikmeter Gas. Der Preis, der nicht genannt wurde, sei für Georgien akzeptabel, hieß es in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.

ASCHGABAT: Die Führer der turkmenischen Opposition haben eine friedliche Revolution nach dem Vorbild Georgiens und der Ukraine angekündigt, sollten in Turkmenistan keine demokratischen Reformen eingeleitet werden. Die Exil-Gruppen des zentralasiatischen Landes riefen die EU, die USA, Russland sowie die anderen ehemaligen Sowjetrepubliken auf, die Organisation einer demokratischen Präsidentschaftswahl zu unterstützen. Nach dem Tod des langjährigen Präsidenten Saparmurat Nijasow wollen die drei großen turkmenischen Oppositionsgruppen einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten aufstellen. Nijasow war am Donnerstag nach 21-jähriger, autokratischer Herrschaft an Herzversagen gestorben. An diesem Dienstag berät in Aschgabad der Volksrat mit seinen 2.500 Mitgliedern über die Nachfolgeregelung.

ISLAMABAD: Die Explosion einer Autobombe am Flughafen von Peshawar in Pakistan hat einen Mann in den Tod gerissen. Laut Polizei wurden zwei weitere Personen verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand. Die Behörden sprachen von einem terroristischen Akt. Peshawar liegt nahe der Grenze zu Afghanistan. In der Stadt waren in den vergangenen Monaten mehrere Bombenanschläge verübt worden.

MANILA: Bei einem Kaufhaus-Brand in der philippinischen Stadt Ormoc sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen an einem Stand mit Silvesterraketen ausgebrochen. Die Opfer wurden von den sich schnell ausbreitenden Flammen in dem Gebäude eingeschlossen. Die Behörden leiteten Ermittlungen gegen den Besitzer des Kaufhauses ein. Es hatte nach Angaben der Polizei keine Genehmigung, Feuerwerkskörper zu verkaufen.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat in seiner Weihnachtsansprache eine positive Bilanz des Jahres 2006 gezogen. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland gehe endlich zurück, die Investitionen stiegen und die Reformen der vergangenen Jahre begännen zu greifen. All dies gebe Deutschland Rückenwind, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, sagte Köhler. Zugleich rief er Bürger und Politik zu mehr Reformbereitschaft auf. Deutschland sei ein Land im Umbruch, das sich im internationalen Wettbewerb beweisen müsse. Einen besonderen Gruß richtete der Bundespräsident an deutsche Soldaten im Auslandseinsatz.

ROM: Mit eindringlichen Friedensappellen und einem Aufruf zu mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit haben sich die großen christlichen Kirchen in ihren Weihnachtsbotschaften an die Gläubigen gewandt. Papst Benedikt XVI. forderte in Rom ein Ende der blutigen Konflikte in der Welt. Vor allem im Nahen Osten hoffe er auf einen dauerhaften und gerechten Frieden. Anschließend spendete er den traditionellen Segen 'Urbi et Orbi'. Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, beklagte das Nützlichkeitsdenken der Menschen. Gott aber sei selbstlos in die Welt gekommen. Darin wurzele alle Menschlichkeit. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, kritisierte die Gleichgültigkeit der Gesellschaft gegenüber Kindern und verlangte mehr Einsatz für Familien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Flachland verbreitet neblig-trüb oder stark bewölkt. Örtlich Aufheiterungen. In höheren Lagen meist durchweg sonnig. Tagestemperaturen minus zwei bis plus acht Grad.

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