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Nachrichten

Dienstag, 25. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RANGUN: In Birma haben sich zehntausende buddhistische Mönche und Bürger über die Drohungen der Militärregierung hinweggesetzt und sind zu neuen Protesten gegen die Junta auf die Straße gegangen. Nach Korrespondentenberichten demonstrierten allein in Rangun zwischen 50.000 und 100.000 Menschen. Einige hätten Bilder der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi getragen. Polizei und Soldaten seien nicht zu sehen gewesen. Auch in anderen birmanischen Städten sei es erneut zu Demonstrationen gekommen, hieß es weiter. - Zuvor hatte das Regime den Mönchen, der Speerspitze der Protestbewegung, mit Maßnahmen gedroht, sollten sie ihre Aktivitäten nicht beenden. Durch Rangun fuhren Lautsprecherwagen, mit denen die Bürger aufgefordert wurden, Demonstrationen fernzubleiben.- Nach Informationen der Agentur Reuters berät die Junta am Regierungssitz Naypyidaw auf einem Krisentreffen über das weitere Vorgehen.

PEKING/WASHINGTON: Die USA wollen weitere Sanktionen gegen Birma verhängen, um den Druck auf die Militärregierung zu erhöhen. Der Nationale Sicherheitsberater Stephen Hadley kündigte an, Präsident George W. Bush werde an diesem Dienstag in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung die neuen Strafmaßnahmen bekanntgeben. Die Sanktionen zielten auf führende Mitglieder des Regimes und jene, die sie finanziell unterstützten. - China, das als Verbündeter der birmanischen Militärs gilt, rief zu einem angemessenen Umgang mit den Protesten auf. Die Regierung in Peking verfolge grundsätzlich eine Politik der Nichteinmischung, betonte eine Sprecherin.

PEKING: Das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Dalai Lama, dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter, hat nach Einschätzung der chinesischen Regierung die Beziehungen der beiden Länder beeinträchtigt. Eine Sprecherin des Außenministeriums warf der Bundesregierung eine "grobe Einmischung in innere Angelegenheiten Chinas" vor, die "die Gefühle der Chinesen verletzt" habe. Merkel hatte den Dalai Lama am Sonntag trotz der Proteste aus Peking im Bundeskanzleramt zu einem Gedankenaustausch empfangen. Dabei hatte sie dem im Exil lebenden Tibeter die Unterstützung in seiner Politik des gewaltlosen Strebens nach religiöser und kultureller Autonomie zugesichert.

NEW YORK: Bei einer UN-Klimakonferenz haben Staats- und Regierungschefs von mehr als 80 Staaten ihren festen Willen zu einem entschlossenen Vorgehen gegen die Erderwärmung unterstrichen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte die eintägige Konferenz in New York ein bahnbrechendes historisches Ereignis. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief die Industriestaaten auf, beim Kampf gegen den Klimawandel eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Mit ambitionierten Zielen müssten sie andere Länder zum Nachziehen bewegen um bis 2050 den Ausstoß von Treibhausgasen zu halbieren, sagte Merkel auf der Konferenz.

NEW YORK: Staats- und Regierungschefs aus aller Welt eröffnen an diesem Dienstag die Generaldebatte der Vereinten Nationen. Zum Auftakt des siebentägigen Redemarathons wird US-Präsident George W. Bush in New York vor den Vertretern der 192 UN-Mitgliedsstaaten sprechen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird an diesem Dienstag das Wort ergreifen. - Gleichzeitig nutzen die Staats- und Regierungschefs ihren Aufenthalt in New York zu bilateralen Begegnungen. Merkel traf am Montag unter anderem mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, dem brasilianischen Präsidenten Luis Inacio 'Lula' da Silva und dem Nahost-Beauftragten Tony Blair zusammen.

TOKIO: Neuer Ministerpräsident in Japan ist der Chef der Liberaldemokratischen Partei, Yasuo Fukuda. Das Unterhaus wählte den 71-jährigen mit breiter Mehrheit und wies zudem ein gegenteiliges Votum des Oberhauses zurück. In der zweiten - weniger mächtigen - Parlamentskammer hat die Opposition die Mehrheit. Fukuda löst an der Spitze der Regierung seinen Parteikollegen Shinzo Abe ab, der nach einer Serie von Affären in seinem Kabinett und dem Verlust der LDP-Mehrheit im Oberhaus zurückgetreten war.

NEW YORK: Der Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in New York hat Proteste und Demonstrationen ausgelöst. Bei seinem Auftritt in der renommierten Columbia-Universität wurde Ahmadinedschad mit Fragen zur Hinrichtung von Menschenrechtsaktivisten und Kindern sowie zur Unterdrückung von Homosexuellen, Frauen und Angehörigen nicht-islamischer Glaubensgemeinschaften im Iran konfrontiert. Universitäts-Präsident Lee Bollinger nannte Ahmadinedschad wegen dessen Leugnung des Holocausts einen engstirnigen und grausamen Diktator. - In der Nähe der Universität und der UN-Zentrale demonstrierten Tausende gegen Ahmadinedschad. - Der iranische Präsident ist aus Anlass der UN-Vollversammlung nach New York gereist.

BEIRUT: Im Libanon ist die Wahl eines neuen Staatspräsidenten vorerst gescheitert. Die Abstimmung im Parlament wurde wegen des Boykotts der pro-syrischen Oppositionsparteien auf den 23. Oktober verschoben. Für einen Wahlgang wäre die Anwesenheit von zwei Dritteln der Abgeordneten notwendig gewesen. Da nur die Parlamentarier der anti-syrischen Regierungsfraktionen zu der Sitzung erschienen, wurde dieses Quorum nicht erreicht. Die Opposition unter Führung der schiitischen Hisbollah will mit ihrem Boykott die Regierung zur Einigung auf einen Kompromiss-Kandidaten für das Präsidentenamt zwingen.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag in einer Moschee in der irakischen Stadt Bakuba sind nach neuen Angaben der Polizei 28 Menschen getötet worden. In dem Gebetshaus hatten sich Vertreter rivalisierender sunnitischer und schiitischer Gruppen zu einem Versöhnungsfest versammelt. Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen sei es dem Attentäter gelungen, in die Moschee einzudringen und einen Sprengstoffgürtel zu zünden, so die Polizei weiter. - In der südirakischen Stadt Basra riss ein Selbstmordattentäter drei Polizisten mit in den Tod.

MÜNCHEN: Der Weg für die erste kommerziell genutzte Transrapidstrecke in Deutschland ist frei. Der Freistaat Bayern unterzeichnete mit der Bahn und den maßgeblichen Industriepartnern eine Vereinbarung zur Realisierung des Bauprojekts. Das teilte die Staatskanzlei in München mit. Die Strecke soll vom Münchner Flughafen in die Innenstadt führen. Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf mindestens 1,85 Milliarden Euro geschätzt.

WIESBADEN: Der frühere Bundesinnenminister Manfred Kanther steht wegen der Schwarzgeld-Affäre der hessischen CDU erneut vor Gericht. Das Landgericht Wiesbaden muss die im April 2005 wegen Untreue verhängte Strafe von 18 Monaten auf Bewährung neu bemessen. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil teilweise aufgehoben. Der CDU-Politiker hatte nach eigenem Eingeständnis maßgeblich daran mitgewirkt, mehr als zehn Millionen Euro in die Schweiz zu schaffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Eine Kaltfront von Westen mit einem breiten Regenband zieht Richtung Osten. Dahinter Aufheiterungen. Maximal nur noch zwölf bis 18 Grad.

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