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Nachrichten

Dienstag, 25. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN/ BERLIN: Hessens Ministerpräsident Koch (CDU) will angeblich seine politischen Ämter niederlegen. Der 52-Jährige werde zum Jahresende zurücktreten, berichtete das ZDF unter Berufung auf hessische Regierungskreise. Nach Informationen der Agentur DPA könnte dies auch schon früher geschehen. In anderen Agenturberichten hieß es zudem unter Berufung auf CDU-Kreise in Berlin, Koch werde nicht wieder für den hessischen Landesvorsitz kandidieren. Einzelheiten sollten an diesem Dienstag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden. - Koch ist seit 1999 hessischer Ministerpräsident. In den vergangenen Tagen war er parteiintern in die Kritik geraten, nachdem er zur Haushaltskonsolidierung auch Einsparungen im Bildungsbereich und bei der Kinderbetreuung gefordert hatte.

WARSCHAU: Die Flutwelle an Oder und Weichsel rollt durch Polen nach Norden. Der Scheitel des Hochwassers erreichte inzwischen Pommern. Fast 25.000 Feuerwehrleute, Soldaten und Häftlinge kämpfen gegen die Fluten. Nach Behördenangaben kamen bisher mindestens 15 Menschen durch das Hochwasser ums Leben. Besonders angespannt ist die Lage an der Weichsel. Nordwestlich der Hauptstadt Warschau hat der Fluss mehr als 8000 Hektar Land und 23 Ortschaften überschwemmt. Rund 2500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Inzwischen gehe das Wasser zurück, die Lage bleibe aber ernst, teilten die Behörden mit. Der Scheitelpunkt der Oder-Flutwelle erreichte derweil Deutschland. In Brandenburg wurde für einen Abschnitt der Oder die niedrigste Alarmstufe ausgerufen.

ABU DHABI: Bundeskanzlerin Merkel hat sich für ein noch stärkeres wirtschaftliches Engagement Deutschlands in der Golfregion ausgesprochen. Dies sei notwendig, um etwa die Stellung als größte Handelspartner der Vereinten Arabischen Emirate zu festigen, sagte Merkel in der Hauptstadt Abu Dhabi. Vor allem die Konkurrenz aus Asien sei stark. Zum Auftakt des Besuchs am Montag hatten Wirtschaftsrepräsentanten aus ihrer Delegation millionenschwere Bau- und Lieferverträge besiegelt. So vereinbarte die Firma Linde den Bau einer Anlage zur Kunststoffherstellung. Siemens soll demnächst Steuerungsanlagen zur Stromversorgung liefern. Vor ihrer Weiterreise nach Saudi Arabien besucht Merkel noch das Umweltprojekt Masdar City. Als einzige Stadt weltweit soll sie bis 2015 komplett auf erneuerbare Energien umgestellt werden. - Weitere Stationen der Nahostreise Merkels sind Katar und Bahrain.

DÜSSELDORF: Drei von vier Bundesländern mit Opel-Standorten wollen nach einem Zeitungsbericht Bürgschaften für die angeschlagene General-Motors-Tochter auf den Weg bringen. Damit wollten Thüringen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, berichtet das "Handelsblatt". Hessen habe das Vorpreschen der anderen Bundesländer kritisiert. Opel-Chef Reilly sagte der Zeitung, er sei zuversichtlich, dass bis Anfang Juni Klarheit über das Hilfspaket der europäischen Regierungen herrschen werde.

SEOUL: Im Konflikt um das Versenken eines südkoreanischen Kriegsschiffs hat Nordkorea nach Angaben einer Dissidentengruppe seine Truppen in Kampfbereitschaft versetzt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il habe den entsprechenden Befehl bereits in der vergangenen Woche erteilt, berichtet die in Südkoreas Hauptstadt Seoul ansässige Gruppe "Solidarität Nordkoreanischer Intellektueller" unter Berufung auf Informanten in Nordkorea. Eine internationale Untersuchungskommission war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Untergang der "Cheonan" im März durch einen nordkoreanischen Torpedo verursacht worden war.

WASHINGTON: Mehr als vier Wochen nach der Explosion einer Bohrinsel im Golf von Mexiko wird immer mehr Öl an die Küsten der US-Südstaaten getrieben. In Louisiana sind bereits mehr als 100 Kilometer verseucht. Täglich strömen weiter hunderttausende Liter Öl aus dem defekten Bohrloch. Wegen der Ölpest riefen die USA für die Bundesstaaten Mississippi, Louisiana und Alabama den Notstand für die Fischerei aus. Am Mittwoch will der Energiekonzern BP einen neuen Versuch unternehmen, das Bohrloch mit schwerem Schlamm und Beton abzudichten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Rascher Wechsel von Sonne und Wolken. Im Tagesverlauf vor allem im Süden örtlich Schauer. Die Temperaturen liegen zwischen 12 und 25 Grad.

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