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Nachrichten

Dienstag, 25. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Bei neuen Unruhen in von Tibetern bewohnten Gebieten in Westchina sind Augenzeugenberichten zufolge mindestens ein Polizist sowie ein tibetischer Mönch getötet worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, war der Polizist bei Zusammenstößen in Garze in der Provinz Sichuan zu Tode gekommen, als Protestler mit Messern und Steinen bewaffnet auf die Sicherheitskräfte losgingen. Weitere Polizisten seien verletzt worden. Nach Behördenangaben hat die Polizei lediglich Warnschüsse abgegeben. Dem widersprechen Informationen exiltibetischer Organisationen, wonach in der selben Region im Luhuo-Kreis mindestens ein 18 Jahre alter tibetischer Mönch von Angehörigen der bewaffneten Polizei erschossen wurde. Die Sicherheitskräfte hätten mehrmals wahllos in die Menge der rund 200 protestierenden Tibeter - unter ihnen viele Nonnen und Mönche - gefeuert, als diese sich einem Behördengebäude näherten. Unterdessen stellten sich Xinhua zufolge im Kreis Aba insgesamt 381 an den Unruhen beteiligte Tibeter der Polizei. Von dort waren am 16. März schwere Ausschreitungen gemeldet worden.

PEKING: China hat gegen die Protestaktion während der Zeremonie zur Entfachung des Olympischen Feuers in Olympia in Griechenland protestiert. Die Aktion sei schändlich gewesen, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Qin Gang, vor der Presse in Peking zu der Demonstration von drei Franzosen von der Organisation 'Reporter ohne Grenzen' in Griechenland gegen das chinesische Vorgehen in Tibet. Zudem forderte der chinesische Sprecher alle Staaten, durch die der Fackellauf gehen wird, auf, Vorkehrungen gegen geplante Demonstrationen zu treffen. Unterdessen geht in Deutschland die Diskussion über einen möglichen Olympia-Boykott weiter. Der deutsche Olympische Sportbund -DOSB-lehnt einen Boykott weiter ab. Er helfe weder den Menschen in Tibet noch den chinesischen Menschenrechtsaktivisten, betonte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper in Interviews. Ein Boykott würde vor allem die Athleten treffen, so Vesper weiter.

BERLIN: Die Grünen wollen ohne Koalitionsaussage in den Bundestagswahlkampf 2009 ziehen. Der designierte Spitzenkandidat der Partei, Jürgen Trittin, sprach sich in der "Berliner Zeitung" dagegen aus, sich auf einen möglichen Regierungspartner festzulegen. Die Grünen würden mit einer klaren Aussage in den Wahlkampf gehen, wofür sie stünden. Wenn man diese Inhalte durchsetzen wolle, werde man sich Gesprächen nicht verweigern können. Das gelte für alle Parteien, betonte Trittin. Der frühere Bundesumweltminister stellte aber klar, dass er eine Zusammenarbeit mit der SPD weiterhin für wahrscheinlicher halte als eine Kooperation mit der Union. - Unterdessen kündigte der frühere Bundestagsabgeordnete der Grünen Oswald Metzger seinen Eintritt in die CDU an. Metzger hatte die Grünen nach 20 Jahren Mitgliedschaft aus Protest gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Partei verlassen.

BERLIN: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung -KBV- hat vor einem Medizinermangel gewarnt. Laut KBV-Chef Andreas Köhler steht fast jeder fünfte niedergelassene Arzt in Deutschland kurz vor dem Ruhestand. Der Verband rechnet damit, dass bis 2012 rund 34.000 Ärzte altersbedingt ihre Praxistätigkeit aufgeben. Köhler forderte für 2009 eine Honorarreform, um den Beruf für junge Menschen finanziell attraktiver zu machen. Viele niedergelassene Ärzte in Deutschland wollen bis einschließlich Freitag ihre Praxen schließen, um gegen die Gesundheitspolitik der Regierung zu protestieren.

BERLIN: Die gute Auftragslage beschert der deutschen Metall- und Elektroindustrie den stärksten Stellenzuwachs seit Jahrzehnten. Trotz des starken Euro seien in der Branche allein im Januar 27.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegießer der "Bild"-Zeitung. So deutlich sei die Zahl der Stellen seit 40 Jahren nicht mehr gestiegen. Aufs Jahr gerechnet seien sogar fast 150.000 neue Jobs entstanden.

KABUL: Afghanistan wartet nach Angaben von Hilfsorganisationen bisher vergeblich auf zugesagte Hilfsgelder in Höhe von rund 10 Milliarden Dollar. Die westlichen Länder kämen mit der Zahlung einfach nicht nach, heißt es in einem in Kabul von der Hilfsorganisation Oxfam stellvertretend für 94 in Afghanistan tätige Organisationen vorgelegten Report. Von den zugesagten 25 Milliarden Dollar seien seit 2001 nur 15 Milliarden angekommen. Darunter litten auch die Friedensaussichten für das Land. Gleichzeitig verwiesen die Helfer darauf, dass allein die USA täglich rund 100 Millionen Dollar für den Kampf gegen die Taliban ausgeben.

ISLAMABAD: Der pakistanische Staatschef Pervez Musharraf hat den neuen Ministerpräsidenten Yousaf Raza Gilani vereidigt. Der ehemalige Parlamentspräsident, ein langjähriger Mitarbeiter der ermordeten Oppositionsführerin Benazir Bhutto, war am Montag vom Parlament zum neuen Regierungschef gewählt worden. Gilani wurde von Bhuttos Volkspartei nominiert, er erhielt aber auch die Unterstützung der Pakistanischen Muslimliga des ehemaligen Ministerpräsidenten Nawaz Sharif. Unmittelbar nach seiner Wahl ließ Gilani mehrere ranghohe Richter frei, die Ende vergangenen Jahres abgesetzt und unter Hausarrest gestellt worden waren.

SANTIAGO: Ein heftiges Erdbeben hat den dünn besiedelten Norden Chiles erschüttert. Wie das Seismische Insitut der Universität Santiago mitteilte, hatte der Erdstoß die Stärke 6,2 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag in den Anden. In der Hafenstadt Iquique fiel vorübergehend der Strom und das Telefonnetz aus. Größere Schäden oder Opfer wurden aber bislang nicht gemeldet.

CAPE CANAVERAL: Nach 12-tägiger Mission im All ist die US-Weltraumfähre "Endeavour" wieder auf dem Weg zur Erde. Der Shuttle mit sieben Astronauten an Bord dockte am Morgen von der internationalen Raumstation ISS ab. Die Raumfähre soll am Mittwoch auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen. Bei insgesamt fünf Außeneinsätzen hatten die Astronauten Teile eines japanischen Weltraumlabors sowie eine in Kanada gebaute Roboterhand an der ISS installiert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wechselnd bis stark bewölkt und verbreitet Schnee- und Graupelschauer. Dazwischen zeitweise aufgelockert. In Alpennähe teils anhaltender Schneefall. Höchstwerte null bis sechs Grad Celsius.

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