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Nachrichten

Dienstag, 25. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

JERUSALEM: Die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung der Nahost- Krise laufen auf Hochtouren. US-Außenministerin Condoleezza Rice traf in Jerusalem mit Israels Regierungschef Ehud Olmert zusammen. Dieser betonte, sein Land werde den Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz mit aller Kraft fortsetzen. Rice erklärte, jeglicher Frieden müsse auf dauerhaften Prinzipien beruhen, nicht auf kurzfristigen Lösungen. UN-Generalsekretär Kofi Annan bemüht sich derweil, Syrien und den Iran als Verbündete der Hisbollah stärker in die Verhandlungen über einen Waffenstillstand einzubinden. Annan telefonierte mit dem syrischen Präsidenten Baschar Assad und dem iranischen Außenminister Manutschehr Mottaki.

TEL AVIV: Die israelische Armee hat Teile der südlibanesischen Hisbollah-Hochburg Bint Dschbail eingenommen. Das teilte ein Armeesprecher in Tel Aviv mit. Bei heftigen Gefechten seien seit Montag zahlreiche Hisbollah-Kämpfer und zwei israelische Soldaten getötet worden. Augenzeugen berichteten von einem israelischen Luftangriff auf die libanesische Ortschaft Nabatieh. Dabei sollen sieben Mitglieder einer Familie getötet worden sein. Die Menschenrechtsorganisation 'Human Rights Watch' warf Israel den Einsatz von Streubomben vor.

BEIRUT: Im Südlibanon spitzt sich die Versorgungssituation für die Zivilbevölkerung zu. Flüchtlinge berichten, dass vor allem die Nahrungsvorräte knapp würden. UN-Nothilfekoordinator Jan Egeland kündigte an, die Vereinten Nationen würden von Mittwoch an alle zwei Tage einen großen Hilfskonvoi in den Libanon schicken. Inzwischen traf Egeland in Israel ein, um sich in Gesprächen mit Regierungsvertretern um Sicherheitsgarantien für die Hilfstransporte zu bemühen. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden zur Versorgung der Flüchtlinge in den kommenden drei Monaten mindestens 150 Millionen Dollar benötigt.

BERLIN: Der Fraktionschef von CDU/CSU, Volker Kauder, hat ein Ende der Diskussion über die umstrittene Doppelfunktion des CDU-Abgeordneten Reinhard Göhner gefordert. Jeder Politiker müsse für sich selbst entscheiden, ob er die Doppelbelastung bewältigen könne. Göhner ist erneut in die Kritik geraten, weil er sowohl Abgeordneter im Bundestag als auch Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeber-Dachverbands BDA ist. Den Vorwurf eines Interessenkonflikts wies er zurück.

BERLIN: Im Streit um den geplanten Gesundheitsfonds soll es am kommenden Dienstag ein Gespräch zwischen Vertretern der Bundesregierung und der gesetzlichen Krankenkassen geben. Das kündigte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Klaus Theo Schröder, an. In einem Interview kritisierte er die Kassen erneut, keine sachliche Debatte zu führen, sondern -so wörtlich- propagandistisch aufzutreten. Deren Spitzenverbände warnten gestern nochmals vor einer Erhöhung der Verwaltungskosten durch den ab 2008 geplanten Fonds. Die Gewerkschaft Verdi hat für morgen und übermorgen zu Protestdemos in fünf Städten aufgerufen.

DORTMUND/FRANKFURT AM MAIN: Die streikenden Ärzte an kommunalen Krankenhäusern wollen vor einem Treffen ihres Arbeitgeberverbands heute nochmals Druck machen. Die Gewerkschaft Marburger Bund hat zu einem Protestzug und einer anschließenden Großkundgebung in Dortmund aufgerufen. Parallel dazu will die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) über ihr weiteres Vorgehen entscheiden. In der Diskussion ist die Einsetzung eines Schlichters. Der Marbuger Bund hatte vergangene Woche die Verhandlungen mit der VKA abgebrochen, nachdem diese die Forderungen der Ärzte als unbezahlbar bezeichnet hatte. Diese wollen unter anderem 15 Prozent mehr Gehalt.

TOKIO: Mit der Heimkehr der letzten Soldaten hat Japan seinen Irak- Einsatz endgültig abgeschlossen. Auf dem Flughafen Tokio landeten 280 Soldaten, die in der irakischen Provinz Muthanna stationiert waren. Für die japanische Armee war es der größte und gefährlichste Einsatz seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Soldaten waren im Irak am Wiederaufbau der Infrastruktur beteiligt. Da die japanische Verfassung Kampfeinsätze verbietet, mussten die Japaner von britischen und australischen Truppen geschützt werden.

KIEW: In der Ukraine ist die Frist zur Bildung einer neuen Regierung abgelaufen. Präsident Viktor Juschtschenko könnte jetzt das Parlament auflösen und Neuwahlen anordnen. Ob er von diesem Recht Gebrauch machen will, ist unklar. Juschtschenko ist für das Verstreichen der 60-Tages-Frist mitverantwortlich. Er weigert sich bisher, die Nominierung seines Ex-Rivalen Viktor Janukowitsch als Ministerpräsident zu bestätigen.

BOGOTA: Die kolumbianischen Behörden haben einen ranghohen Rebellen-Führer gefasst, der 2001 auch die Entführung von drei Deutschen geleitet haben soll. Wie ein Militärsprecher mitteilte, handelt es sich um Carlos Ipia Dizú, der auch unter dem Decknamen 'King Kong' bekannt ist. Ihm werden Anschläge auf Militär-Patrouillen und Polizeiwachen sowie Drogenhandel zur Last gelegt. Zwei der verschleppten Deutschen waren 2001 erst nach mehrmonatiger Geiselhaft und intensiven Bemühungen der Bundesregierung freigekommen, dem dritten war die Flucht gelungen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne. Weiter heiß bei Temperaturen an der Küste bis zu 29 Grad, sonst bei bis zu 36 Grad.

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