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Nachrichten

Dienstag, 25. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JERUSALEM: Die zweite Runde der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche seit der Nahost-Konferenz im amerikanischen Annapolis ist am Montag ohne Annäherung zu Ende gegangen. Der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat bezeichnete die Verhandlungen in Jerusalem als sehr schwierig. Zur Begründung verwies er auf Israels Weigerung, den Siedlungsbau in den Palästinensergebieten - wie international verlangt - zu stoppen. Israel wiederum forderte die Palästinenser auf, gemäß der so genannten Road Map gegen militante Gruppen vorzugehen und für bessere Sicherheitsbedingungen im Westjordanland und im Gazastreifen zu sorgen. Der Siedlungsbau wird auch Thema erwarteter Gespräche zwischen dem israelischen Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Laufe dieser Woche sein.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag im Norden des Irak sind mehr als 20 Menschen getötet und etliche verletzt worden. Die meisten Opfer sind Zivilisten. Der Attentäter brachte sein mit Gasflaschen beladenes Fahrzeug an einem Kontrollposten der Sicherheitskräfte zur Explosion. Der Posten befand sich in der Nähe eines Werktors der örtlichen Ölgesellschaft bei Baidschi, 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad. Nach dem Anschlag wurde der Polizeichef von Baidschi entlassen.

HONGKONG: Der vor mehr als einem Jahr vom Militär gestürzte ehemalige thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra will zwischen Februar und April aus seinem selbstgewählten britischen Exil zurückkehren. Thaksin erläuterte vor Journalisten in Hongkong, er strebe kein polititsches Amt mehr an, könne sich jedoch vorstellen, als Berater für den Wahlsieger, die 'Partei der Volksmacht', zu arbeiten. Die PPP, Nachfolger von Thaksins früherer Regierungspartei, hatte am Sonntag die Parlamentswahl klar gewonnen. Der Sieg wird allgemein als schwere Niederlage für das thailändische Militär bewertet, das den milliardenschweren Geschäftsmann im September 2006 wegen Korruption in einem unblutigen Putsch abgesetzt hatte.

MOSKAU: Russland hat nach eigenen Angaben im ablaufenden Jahr Waffen für mehr als sieben Milliarden Dollar exportiert und damit einen Rekord erzielt. Der erste Vize-Regierungschef Sergej Iwanow teilte weiter mit, seit dem Jahr 2000 hätten sich die Verkäufe der Rüstungsgüter ans Ausland fast verdoppelt. Den Herstellern lägen Aufträge im Wert von rund 32 Milliarden Dollar vor. Hauptabnehmer russischer Waffen sind China, Indien, der Iran, Algerien, Venezuela, Malaysia und Serbien. Am stärksten nachgefragt sind die Kampfflugzeuge vom Typ Mig und Suchoi sowie die Panzer des Typs T-90C.

ROM: Papst Benedikt XVI. hat in seiner Christmette zum diesjährigen Weihnachtsfest auf die große Not von Millionen Armen und Heimatlosen hingewiesen. In seiner Predigt im Petersdom in Rom kritisierte das Oberhaupt der Katholiken die Umweltzerstörung und sprach von einer schonungslosen Ausbeutung der Erde und ihrer natürlichen Ressourcen. Der Gottesdienst wurde von fast 100 Fernsehgesellschaften in 57 Ländern übertragen. - In der Geburtskirche in Bethlehem feierte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah, vor zahlreichen Pilgern und Touristen die Mitternachtsmesse. Er rief in seiner Predigt die Konfliktparteien im Nahen Osten zur Versöhnung auf. Der Patriarch, der selbst Palästinenser ist, kritisierte die israelische Besetzung der Palästinensergebiete und forderte, alle müssten das Recht haben, ein Leben in Sicherheit und Würde zu führen.

BERLIN: Das Wohl der Kinder ist in diesem Jahr Hauptthema in den Weihnachtsbotschaften der katholischen und evangelischen Bischöfe in Deutschland. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber, sagte, an Weihnachten werde mit der Geburt Jesu ein Kind ins Zentrum gestellt. Dies enthalte die Aufforderung, sich den Kindern mit besonderer Aufmerksamkeit zuzuwenden. Nach Ansicht des Berliner Kardinals Georg Sterzinsky haben Gesellschaft und Kirche nur dann eine Zukunft, wenn sie Kinder hochschätzten und in ihnen Wegweiser in eine bessere Zeit sähen. Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann erinnerte an jene Mädchen und Jungen, die in diesem Jahr durch Vernachlässigung und Misshandlung starben. Zugleich rief sie auch die Kirchen auf, stärker gegen Kinderarmut vorzugehen, und schlug die Einrichtung eines Bildungsfonds vor.

TOKIO: Der japanische Konzern Toyota hat sich zum weltweit größten Autoproduzenten erklärt. Wie das Unternehmen an seinem Sitz in der Industriemetropole Nagoya mitteilte, produzierte es in diesem Jahr weltweit 9,51 Millionen Fahrzeuge. Das sind deutlich mehr als der Hauptkonkurrent General Motors, dessen Produktion auf knapp 9,26 Millionen Wagen geschätzt wird. Der US-Konzern und Toyota hatten sich bei den Produktionszahlen das gesamte Jahr über ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. - Die Zahl der verkauften Autos stieg bei Toyota 2007 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent an.

TORONTO: Der kanadische Jazz-Pianist Oscar Peterson ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Der für sein Swing-Spiel, technisches Können und rasante Soli bekannte Pianist hatte als Bandleader und Begleitkünstler seit Mitte des 20. Jahrhunderts Generationen hochkarätiger Musiker beeinflusst und gehörte zu den Jazz-Stars mit den meisten Platten- und CD-Einspielungen.

DES MOINES: Der Mittlere Westen der USA ist unter einer Schnee- und Eisschicht versunken. Das öffentliche Leben kam weitgehend zum Erliegen. Mehr als 670.000 Haushalte und Betriebe in mehreren Staaten waren ohne Strom. Kansas, Oklahoma und Missouri riefen den Notstand aus. Durch die Unwetter sind bislang mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten starben bei Verkehrsunfällen auf den eisglatten Straßen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Mittelgebirgsraum und im Süden aufgeheitert und sonnig. Nach Norden hin mehr Nebel oder Hochnebel, im Nordwesten dichter bewölkt. Im Süden und Südosten frostig, am Niederrhein bis zu fünf Grad.

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