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Nachrichten

Dienstag, 25. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Der deutsche Staatshaushalt ist wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise im ersten Halbjahr 2009 tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Defizit belief sich auf 17,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das entspricht etwa 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Deutschland erfüllt damit weiterhin das Defizitkriterium des Europäischen Stabilitätspaktes. Erstmals seit 2004 gingen auch die Einnahmen von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung vor allem wegen Steuerausfällen zurück. Dagegen musste der Staat deutlich mehr für soziale Leistungen und Subventionen aufwenden. Vor einem Jahr hatten die Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen noch einen Überschuss von sieben Milliarden Euro ausgewiesen.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal erstmals seit einem Jahr wieder gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent. Damit bestätigte die Behörde ihre bereits Mitte August vorgelegten Berechnungen. Noch im Vorquartal war die Wirtschaft wegen der weltweiten Wirtschaftskrise mit 3,5 Prozent so stark eingebrochen wie noch nie seit Beginn dieser Statistik im Jahr 1970. Zum Wachstum hätten vor allem der private und staatliche Konsum sowie die Bauinvestitionen und der Exportüberschuss beigetragen, so die Statistiker.

NEW YORK: Der US-Autokonzern General Motors erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, Opel zu behalten, statt wie bisher geplant, die Mehrheit an den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna oder den belgischen Finanzinvestor RHJI zu verkaufen. Dazu solle ein Finanzplan von drei Milliarden Dollar aufgestellt werden, schreibt das New Yorker "Wall Street Journal". Hintergrund seien Befürchtungen, dass Opel-Technologien in russischen Kleinwagen eingebaut werden könnten. Der russische Autobauer GAZ gehört zu dem Bieterkonsortium um Magna. Der Opel-Betriebsrat warnte angesichts der neuen Spekulationen vor Massenentlassungen und Werksschließungen in Europa. Mit drei Milliarden Dollar könne Opel nicht zukunftsgerecht aufgestellt werden, sagte Betriebsratschef Klaus Franz.

WASHINGTON: US-Zentralbankchef Ben Bernanke soll für weitere vier Jahre im Amt bleiben. Wie ein Vertreter der US-Regierung mitteilte, will US-Präsident Barack Obama seine Entscheidung noch an diesem Dienstag offiziell bekanntgeben. Bernanke habe bei der Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise hervorragende Arbeit geleistet. Der 56-Jährige war 2005 von Obamas Amtsvorgänger George W. Bush zum Chef der US-Notenbank Fed ernannt worden. Zuvor hatte Alan Greenspan 18 Jahre lang die Zentralbank in einer Phase des wirtschaftlichen Wohlstands geführt.

TEHERAN: Im Iran sind wieder Regierungskritiker wegen der Proteste gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor Gericht gestellt worden. Unter den Angeklagten seien auch eine Reihe ehemaliger Regierungsvertreter, darunter der frühere Vize-Außenminister Mohsen Aminsadeh und der ehemalige stellvertretende Innenminister Mostafa Tadschsadeh, meldet die staatliche Nachrichtenagentur "Irna". Sie würden beschuldigt, die Unruhen im Zuge der Präsidentenwahl angestiftet zu haben. - Die Verhandlungen gegen etwa 140 Demonstranten der vergangenen Wochen waren von der iranischen Opposition als Schauprozesse gebrandmarkt worden, auch international stießen sie auf massive Kritik.

LONDON: Angesichts der stockenden Nahost-Friedensverhandlungen will die palästinensische Autonomiebehörde weiter am Aufbau eines eigenen Staats arbeiten und Israel praktisch vor vollendete Tatsachen stellen. Geplant sei, innerhalb von zwei Jahren einen De-facto-Staat aufzubauen, sagte der palästinensische Regierungschef im Westjordanland, Salam Fajad, der britischen Zeitung "The Times". Das Land solle über fähige Sicherheitskräfte, funktionierende Dienstleistungen und eine gut gehende Wirtschaft verfügen. -- Die Lage im Nahen Osten ist auch eines der Hauptthemen bei den Gesprächen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in London. Für Mittwoch ist dort auch ein Treffen mit dem US-Nahostbeauftragten George Mitchell geplant, am Donnerstag wird Netanjahu im Bundeskanzleramt in Berlin erwartet.

KABUL: Fünf Tage nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Afghanistan will die unabhängige Wahlkommission erste Teilergebnisse veröffentlichen. Allerdings ist fraglich, ob dieser Zwischenstand der Auszählung repräsentativ für das Endergebnis sein wird. Erwartet werden die Resultate aus 2000 der etwa 6200 Wahlzentren im Land. Das vorläufige Endergebnis soll Anfang September vorliegen. Schon jetzt ist die Abstimmung von Vorwürfen der Manipulation und der Sorge über die geringe Beteiligung überschattet. Auch müssen noch zahlreiche Beschwerden geprüft werden, die den Ausgang der Abstimmung verändern könnten.

LOS ANGELES: Der Tod von US-Popstar Michael Jackson wird vom zuständigen Gerichtsmediziner als Tötungsdelikt gewertet. Nach Medienberichten wurden im Blut des Popstars das starke Narkotikum Propofol, zwei Beruhigungsmittel und weitere Medikamente nachgewiesen. Danach soll Jacksons Privatarzt Conrad Murray dem unter Schlaflosigkeit leidenden Popstar über viele Wochen hinweg täglich Propofol gegeben haben. Gegen den Mediziner wurde aber noch keine Anklage erhoben. Jackson war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren gestorben.

ATHEN: In Griechenland hat die Feuerwehr die verheerenden Wald- und Buschbrände nahe der Hauptstadt Athen weitgehend eingedämmt. Die Gefahr sei aber noch nicht vorüber, warnte ein Regierungssprecher. Mehr als 1.000 Feuerwehrleute und Soldaten seien weiter im Einsatz, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Zwei Brände wurden noch aus dem Gebiet 70 Kilometer westlich der Hauptstadt und von der Südseite der Ägäisinsel Euböa gemeldet. Bewohnte Regionen werden aber nicht mehr bedroht. Die Ursache der Feuerinfernos ist noch nicht bekannt, Brandstiftung oder Fahrlässigkeit sind in Griechenland in den heißen Sommern aber keine Seltenheit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen stark bewölkt und vom Südwesten her Durchzug von Schauern und Gewittern. Im Osten zunächst noch viel Sonne und meist trocken. Höchstwerte zwischen 22 und 31 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 19°, wolkig;

Berlin: 19°, leicht bewölkt;
Dresden: 19°, fast wolkenlos;

Köln/Bonn: 18°, nach Schauer

Frankfurt am Main: 19°, nach Regen und

München: 21°, fast wolkenlos.

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