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Nachrichten

Dienstag, 24. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BUDAPEST: Begleitet von heftigen Protesten gegen die Regierung ist in Ungarn des 50. Jahrestags des Volksaufstands gedacht worden. Unweit vom Ort der Zeremonie entfernt lieferten sich tausende Demonstranten heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei wurden rund 40 Menschen verletzt. Erst in den frühen Morgenstunden konnte die Polizei die Ordnung wieder herstellen. Zum Abschluss der Feierlichkeiten war auf dem Platz der Helden in Budapest eine Skulptur eingeweiht worden.

PARIS: Ein Jahr nach den Unruhen in französischen Vorstädten warnt der Polizei-Geheimdienst vor neuen Ausschreitungen. In den verarmten Vororten herrschten immer noch die gleich schlechten Bedingungen wie vor einem Jahr, zitiert die Zeitung 'Le Figaro' aus dem Papier. Erst am Montag hatten Jugendliche südlich von Paris am helllichten Tag einen Bus angezündet und die anrückende Polizei und Feuerwehr angegriffen. Im Herbst 2005 randalierten Jugendliche über drei Wochen hinweg im ganzen Land. Auslöser war der Tod zweier Jugendlicher, die bei der Flucht vor der Polizei ums Leben gekommen waren.

NEW YORK: Die Waffentests in Nordkorea haben nach Einschätzung der Vereinten Nationen die Ernährungslage in dem Land weiter verschärft. Mehrere Geber hätten ihre humanitären Hilfen gestoppt, sagte der UN-Menschenrechtsbeauftragte für Nordkorea, Viti Muntarbhorn. Zudem habe die Regierung in Pjöngjang den Zugang zu Hilfebedürftigen erschwert, so dass derzeit nur noch 13.000 Menschen mit Lebensmittelhilfen versorgt werden könnten.

WASHINGTON: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed El Baradei, hat vor Sanktionen gegen Iran und Nordkorea gewarnt. Sie könnten Vertreter einer harten Linie in beiden Staaten stärken, sagte er in einer Rede an der Georgetown-Universität in Washington. Er sei noch nicht überzeugt, dass der Iran Atomwaffen entwickle, und er glaube, dass eine Vereinbarung mit Nordkorea über dessen Atomprogramm möglich sei. Trotz drohender Strafen der Vereinten Nationen hat der Iran nach Informationen aus dem Umfeld der Internationalen Atomenergiebehörde seine umstrittenen nuklearen Aktivitäten ausgeweitet.

HOUSTON: Wegen Betrugsgeschäften vor dem Zusammenbruch des US-Energiekonzerns Enron ist der frühere Firmenchef Jeffrey Skilling zu einer Haftstrafe von 24 Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Das Gericht im texanischen Houston verpflichtete den 52-Jährigen außerdem zur Zahlung von 45 Millionen Dollar Entschädigung an Enron-Investoren. Die Insolvenz von Enron 2001 war eine der größten Pleiten in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. Tausende Arbeitnehmer verloren ihre Stelle. Eine Milliarde Dollar in Pensionsfonds ging für die Altersvorsorge verloren.

PARIS: Die Einschränkungen der Bürgerrechte im Namen des 'Krieges gegen den Terrorismus' haben in den USA und Russland die Pressefreiheit untergraben, wie die Organisation 'Reporter ohne Grenzen' mitteilt. Den von der Organisation veröffentlichten Index der Pressefreiheit führen Finnland, Island, Irland und die Niederlande an. Das Schlusslicht bildet Nordkorea. Deutschland fiel vom 18. auf den 23. Platz zurück. Dafür werden unter anderem die illegale Beobachtung von Journalisten durch den Geheimdienst und Probleme beim Zugang zu Informationen seit dem In-Kraft-Treten des Informationsfreiheitsgesetzes verantwortlich gemacht.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat seine Zustimmung zum Gesetz zur Privatisierung der Flugsicherung verweigert. Wie das Bundespräsidialamt mitteilte, ist Köhler nach eingehender Prüfung der Auffassung, dass die Privatisierung gegen das Grundgesetz verstößt. Der Bund wollte knapp drei Viertel seiner Anteile an der Flugsicherung verkaufen. Von der Privatisierung hatte sich die Bundesregierung Einnahmen von rund einer Milliarde Euro erwartet.

BERLIN: Einen Tag vor dem geplanten Kabinettsbeschluss zur Gesundheitsreform hat die zuständige Ministerin Ulla Schmidt das Vorhaben abermals verteidigt. Viele Bestandteile der Reform wie etwa der Gesundheitsfonds seien etwas ganz neues, sagte Schmidt im deutschen Fernsehen. Naturgemäß gebe es dabei viele Bedenken. Dagegen erneuerte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, seine Kritik. Durch die Reform trete ein echtes Versorgungsproblem auf, sagte Hoppe. Die Ärzte wollen an diesem Dienstag auf einem außerordentlichen Ärztetag ihrem Unmut über die Reform Luft machen. Außerdem beraten die Fraktionen von Union und SPD über das Reformwerk.

HAMBURG: Die Bundesregierung hat sich besorgt über die hohe Zahl von abwanderungswilligen Deutschen geäußert. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte der 'Bild'-Zeitung, man müsse mehr tun, um junge, motivierte Leute hier zu halten. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Ludwig Georg Braun, hatte am Montag gemahnt, dass immer mehr junge und hoch qualifizierte Arbeitskräfte ins Ausland abwandern. So habe es 2005 mit 145.000 Fortzügen die höchste registrierte Abwanderung seit 1954 gegeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt mit Schauern und Gewittern. Höchstwerte 14 bis 20 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 14°, leicht bewölkt;

Berlin: 16°, bedeckt;

Dresden: 14°, Regen;

Köln/Bonn: 15°, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: 14°, wolkig und

München: 14°, bedeckt.

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