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Nachrichten

Dienstag, 24. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DÜSSELDORF: Das Werk des angeschlagenen Autobauers Opel in Bochum soll nach den Worten des Europachefs von General Motors (GM), Nick Reilly, erhalten bleiben. Bochum bleibe ein wichtiger Standort für den Konzern, sagte Reilly nach einem Treffen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers in Düsseldorf. Rüttgers zeigte sich erfreut über die Entwicklung und kündigte an, Reilly werde kurzfristig auch mit den Ministerpräsidenten der drei anderen Bundesländer mit Opel-Standorten reden. Am Montag hatten die EU-Länder mit Opel-Werken vereinbart, mögliche Staatshilfen für General Motors untereinander abzustimmen, um einen Subventionswettbewerb zu verhindern. Nach einem Pressebericht zahlt General Motors an diesem Dienstag in Deutschland die letzte Rate des staatlichen Überbrückungs-Kredits zurück, mit dem Opel vor dem Konkurs bewahrt worden war.

JERUSALEM/ RAMALLAH: Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat Israel und die Palästinenser zur raschen Aufnahme direkter Friedensgespräche aufgefordert. Ein dauerhafter Frieden sei nur durch eine Zwei-Staaten-Lösung möglich, erklärte er nach einem Treffen mit dem amtierenden palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajjad in Ramallah. Anschließend stehen weitere politische Gespräche in Jerusalem auf dem Programm. Bereits am Montag hatte Westerwelle Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen. Anschließend gedachte der deutsche Außenminister in der Gedenkstätte Jad Vashem mit einer Kranzniederlegung der sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden. Westerwelle erinnerte auch an die besondere Verantwortung Deutschlands für Israel.

ISLAMABAD: Bei einer Offensive im Nordwesten Pakistans sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen 18 militante Kämpfer getötet worden. Die Offensive richtete sich gegen Aufständische, die für eine Serie von Bombenanschlägen in der Stadt Peshawar mit mehr als 150 Toten verantwortlich gemacht werden. - Im Südosten Pakistans zerstörten Aufständische vier Tanklastzüge mit Brennstoff für die ausländischen Truppen in Afghanistan. Ein Fahrer sei dabei getötet worden, berichtete der Fernsehsender Aaj News.

MANILA: Einen Tag nach dem Massaker mit mindestens 39 Toten auf den Philippinen hat Präsidentin Gloria Aroyo in zwei südlichen Provinzen den Ausnahmezustand verhängt. Ihr Sprecher sagte, damit erhielten Polizei und Militär mehr Vollmachten für Kontrollen und Razzien. Die Armee schickte ein Bataillon mit 500 Soldaten in die Provinz Maguindanao. Die Soldaten sollen unter anderem Racheakte verhindern. Bei einer politischen Familienfehde hatten Bewaffnete einen Autokonvoi eines rivalisierenden Clans überfallen und 40 Menschen verschleppt. Nachdem am Montag 24 Todesopfer gefunden worden waren, entdeckten Polizisten am Dienstag 15 weitere verscharrte Leichen.

PEKING: Im Skandal um verseuchtes Babymilchpulver in China sind gegen zwei Verantwortliche die Todesurteile vollstreckt worden. Durch das gepanschte Babymilchpulver waren im vergangenen Jahr mindestens sechs Säuglinge gestorben und mehr als 300.000 Kinder erkrankt. Der Milch war die Industriechemikalie Melamin beigemengt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Der Skandal, der im September 2008 aufgedeckt worden war, gehört zu den größten bei der Nahrungsherstellung in China. Insgesamt 21 Beteiligte wurden vor Gericht gestellt und zu teilweise langjährigen Haftstrafen verurteilt.

MADRID: Die spanische Polizei hat 36 mutmaßliche Mitglieder der ETA-nahen Jugendorganisation Segi festgenommen, darunter auch mehrere Anführer. Die Organisation gehört zur illegalen Batasuna-Partei, die die baskische Terrororganisation ETA unterstützt. Bei einer groß angelegten Razzia durchsuchten die Beamten Jugendzentren, Lokale und Wohnungen im Baskenland und der Nachbarregion Navarra. Spanien ist in diesem Jahr verstärkt gegen Gruppierungen vorgegangen, von denen angenommen wird, dass sie in Verbindung mit der ETA stehen. Die separatistische Organisation hat in ihrem Kampf um ein unabhängiges Baskenland in den letzten 30 Jahren mehr als 820 Menschen getötet.

LEIPZIG: Vor dem Hintergrund der bundesweiten Studentenproteste tagt an diesem Dienstag die Hochschulrektorenkonferenz in Leipzig. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Weiterentwicklung der umstrittenen Bologna-Reform, durch die das Studiensystem europaweit auf Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt werden soll. Die Studentenproteste richten sich vor allem gegen die inhaltliche Überfrachtung der neuen Studiengänge und gegen Studiengebühren. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, räumte inzwischen Fehler bei den Reformen ein. Zu einer Protestaktion am Rande der Hochschulrektorenkonferenz werden in Leipzig mehrere tausend Studenten erwartet. - Bereits in den vergangenen Wochen hatte es bundesweit Protestaktionen an zahlreichen Hochschulen gegeben. Etliche Räume an Universitäten wurden besetzt, einige nach Polizeieinsatz geräumt.

WASHINGTON: Angesichts internationalen Drucks wollen die USA auf dem bevorstehenden Weltklimagipfel in Kopenhagen nun doch Ziele für die Reduzierung ihres Kohlendioxid-Ausstoßes vorlegen. Dies bestätigte ein Regierungsvertreter in Washington. Ein Gesetzentwurf zu diesem Thema wird im Kongress bislang nur schleppend behandelt. Wie in der US-Hauptstadt weiter verlautete, will Präsident Barack Obama in den nächsten Tagen über eine Teilnahme am Klimagipfel im Dezember entscheiden.

NEW YORK: Bei der Vergabe der internationalen Fernsehpreise konnte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) in New York Erfolge melden. Der ZDF-Dreiteiler "Die Wölfe" über eine Berliner Jugendbande wurde mit einem Emmy ausgezeichnet, dem wichtigsten Fernsehpreis der USA. Die Produzenten Regina Ziegler und Heiner Gatzemeier nahmen eine der begehrten Trophäen entgegen. ZDF-Intendant Markus Schächter erhielt den Ehren-Emmy "Directorate Award" für seine Managementqualitäten an der Spitze der Sendeanstalt. Insgesamt waren dieses Jahr für zehn Kategorien 41 Produktionen nominiert, darunter drei aus Deutschland. Die internationale "Academy of Television Arts ßamp; Sciences" vergab die Preise zum 37. Mal.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach einigen Auflockerungen zieht von Südwesten her neuer Regen auf. Die Höchstwerte liegen zwischen acht und 14 Grad Celsius.

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