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Nachrichten

Dienstag, 24. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Delegationen aus 41 Staaten suchen auf einer internationalen Konferenz Wege, wie die Sicherheit in den palästinensischen Gebieten verbessert werden kann. Die Bundesregierung als Gastgeber will auf dem eintägigen Treffen Zusagen über 118 Millionen Euro für den Aufbau von Sicherheitsstrukturen eines künftigen Palästinenser-Staates einholen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte zur Eröffnung, vordringlich sei der Aufbau einer zivilen Polizei und rechtsstaatlicher Institutionen. Die Bundesregierung wolle hierzu 15 Millionen Euro bereitstellen.

BERLIN: Verteidigungsminister Franz Josef Jung will die Bundeswehrtruppe in Afghanistan um tausend auf 4.500 Soldaten aufstocken. Jung sagte, dadurch würden die Streitkräfte mehr Spielraum für ihre Aufgaben in der Afghanistan-Schutztruppe Isaf bekommen. Der Bundestag stimmt im Herbst über den Plan ab. Deutschland stellt vom 1. Juli an die schnelle Eingreiftruppe zum Schutz der Isaf im Norden des Landes und will sich stärker in der Ausbildung afghanischer Soldaten engagieren. Friedensgruppen und die oppositionelle Linke lehnen eine Aufstockung des Bundeswehrkontingents als weitere Eskalation ab. Sie fordern mehr zivile Hilfe für Afghanistan.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat das gewaltsame Vorgehen der Regierung in Simbabwe gegen die Opposition verurteilt. Das Verhalten von Präsident Robert Mugabe machten eine freie und faire Stichwahl um das Präsidentenamt unmöglich, heißt es in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte eine Verschiebung der für Freitag geplanten Abstimmung. Der simbabwische UN-Botschafter wies die Forderung umgehend zurück. Oppositionschef Morgan Tsvangirai hatte wegen der anhaltenden Gewalt seine Teilnahme an der Stichwahl abgesagt. Aus Sorge um seine Sicherheit flüchtete er in die niederländische Botschaft. Aus der ersten Wahlrunde im März war er als Sieger hervorgegangen, hatte nach Regierungsangaben aber eine absolute Mehrheit verfehlt.

TEHERAN: Der Iran hat die Verschärfung der EU-Sanktionen im Atomstreit als 'illegal' zurückgewiesen. In einer Erklärung des Teheraner Außenministeriums heißt es, sie hätten keinen Einfluss auf das Atomprogramm des Landes. Um den Druck zur Beendigung der umstrittenen Uran-Anreicherung zu erhöhen, beschloss die EU am Montag, iranische Vermögen einzufrieren. Betroffen ist vor allem die Großbank Melli, über die ein wesentlicher Teil der Geschäftsbeziehungen zwischen europäischen und iranischen Firmen läuft. Zudem wurden Reisebeschränkungen gegen iranische Nuklear-Experten verhängt. Teheran signalisierte Bereitschaft zu neuen Verhandlungen, lehnte eine Einstellung der umstrittenen Urananreicherung aber erneut ab.

KAIRO: Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert ist in den ägyptischen Badeort Scharm el Scheich gereist, um sich mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak zu treffen. Dabei soll die Freilassung eines vor zwei Jahren in den Gazastreifen verschleppten israelischen Soldaten besprochen werden, die Ägypten vermitteln will. Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Organisation Hamas verlangt im Gegenzug die Rückkehr palästinensischer Gefangener. Die Eltern des israelischen Soldaten hatten zuvor erfolglos versucht, die Waffenruhe-Vereinbarung, die seit der vergangene Woche zwischen der Hamas und Israel gilt, vom Schicksal ihres Sohnes abhängig zu machen.

WASHINGTON: Ein seit sechs Jahren im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba einsitzender Terrorverdächtigter darf nach dem Urteil eines US-Berufungsgerichts dort nicht länger als "feindlicher Kämpfer" festgehalten werden. Das Gericht in Washington urteilte, der aus China stammende 37-jährige Mann müsse entweder freigelassen oder in eine andere Haftanstalt überstellt werde. Andernfalls müsse sein Fall nochmals aufgerollt werden. Wie die Zeitung 'Washington Post' berichtete, ist es das erste erfolgreiche Vorgehen eines Guantánamo-Häftlings gegen die umstrittene Einstufung als "feindlicher Kämpfer" durch die US-Militärs. Bei dem Häftling handelt es sich um einen Chinesen von der muslimischen Volksgruppe der Uiguren aus Westchina.

WASHINTON: Der größte amerikanische Autobauer, General Motors, will seine Produktion weiter drosseln. Ein Sprecher des Konzerns kündigte an, vor allem die Herstellung großer Fahrzeuge, so genannter Pick-up-trucks und schwerer Geländewagen, solle verringert werden. Mit der Maßnahme reagiere man auf die sinkende Nachfrage infolge hoher Benzinpreise. Die amerikanischen Autobauer haben derzeit mit erheblichen Absatzrückgängen auf dem Heimatmarkt zu kämpfen. Im Mai verkaufte GM in den USA fast ein Drittel Fahrzeuge weniger als vor Jahresfrist. Anfang des Monats kündigte der Konzern bereits an, vier Werke in den USA, Kanada und Mexiko schließen zu wollen.

MANILA: Drei Tage nach dem Fährunglück vor den Philippinen haben Taucher im Wrack des gesunkenen Schiffs zahlreiche Leichen entdeckt. Viele trugen Schwimmwesten, berichtete die Küstenwache. Vermutlich seien sie eingeschlossen worden, als das Schiff während des Taifuns 'Fengshen' zur Seite kippte und kenterte. Die Hoffnung, in dem Schiffsrumpf noch Überlebende zu finden, wurde damit praktisch zu Nichte gemacht. Der Untergang der 'Princess of the Stars', die 862 Menschen an Bord hatte, dürfte eines der weltweit schwersten Schifffahrtsunglücke sein. Bislang wurden 68 Schiffbrüchige lebend gefunden und 27 Leichen geborgen. Weil aber auch Dutzende Fischerboote während des Taifuns in Seenot gerieten, blieb zunächst unklar, ob alle zu den Passagieren der Fähre gehörten.

SANTIAGO: In Chile ist die Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission eröffnet worden. Bei der Konferenz geht es abermals um eine mögliche Aufhebung des seit 22 Jahren geltenden Walfangverbots. Vor allem Japan, Island und Norwegen unterstützen ein Ende des Moratoriums, was von Umweltschützern abgelehnt wird. Die gastgebende Präsidentin Michelle Bachelet sprach sich für die Errichtung eines Schutzgebiets für Wale vor der chilenischen Küste aus. Während des einwöchigen Treffens in Santiago soll auch der weltweite Bestand an Walen und Delfinen aufgenommen werden. Trotz des Fangverbots erlegen die Walfangnationen jedes Jahr hunderte Wale unter Verweis auf Forschungszwecke.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden heiter oder locker bewölkt und meist trocken. In der Mitte und im Süden wolkiger, örtlich Schauer und Gewitter. Tagestemperaturen im Norden um 20 Grad, im Süden bis zu 30 Grad.

Am Morgen meldeten bei wenig bewölktem Himmel:

Hamburg und Berlin: 13°;

Dresden und Köln/Bonn: 14°;

Frankfurt am Main: 17° und

München: 20°.

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