1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 24. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Nach einem leichten Anstieg hat das Vertrauen der Unternehmen in die deutsche Wirtschaft im Februar wieder nachgelassen. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Zähler auf 82,6 Punkte. Viele Experten hatten dagegen mit einem leichten Anstieg des Konjunkturbarometers gerechnet. Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

KIEL: Vor der Entscheidung über ein milliardenschweres Rettungspaket für die schwer angeschlagene HSH Nordbank haben schleswig-holsteinische Politiker vor dem Bankrott des Bundeslandes gewarnt. Mit der geplanten Kapitalspritze von drei Milliarden Euro und Kreditgarantien über zehn Milliarden Euro übernehme sich die Landesregierung, sagte der FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki. Die Kieler Landesregierung und der Hamburger Senat entscheiden heute über das Rettungspaket für die gemeinsame Landesbank. Diese hatte sich -ähnlich wie andere deutsche Landesbanken- mit Wertpapieren verspekuliert, die in der Finanzkrise massiv an Wert verloren hatten. Hamburg und Schleswig-Holstein sind mit zusammen 60 Prozent die Haupteigentümer der Bank.

TOKIO/ NEW YORK: Der Abwärtstrend an den internationalen Aktienbörsen hat sich auch in Asien auf breiter Front fortgesetzt. Der japanische Nikkei-Index schloss 1,4 Prozent im Minus. Zwischenzeitlich notierte er auf dem tiefsten Stand seit 26 Jahren. Auch die Börsen zum Beispiel in Hongkong, Schanghai und Singapur verzeichneten Verluste. In den USA war der Aktienmarkt am Montag angesichts anhaltender Unsicherheit über die weiteren Schritte der Regierung im Kampf gegen die Wirtschaftskrise weiter eingebrochen. An der Wall Street büßte der Dow-Jones-Index am Montag 3,4 Prozent ein und fiel auf den niedrigsten Stand seit Mai 1997. --- In Frankfurt am Main war am Montag der Deutsche Aktienindex (DAX) erstmals seit mehr als vier Jahren unter die Marke von 4.000 Punkten gerutscht.

WASHINGTON: Trotz der milliardenschweren Konjunkturprogramme will US-Präsident Barack Obama das gigantische Haushaltsdefizit von 1,3 Billionen Dollar binnen vier Jahren halbieren. Dieses ehrgeizige Ziel bekräftigte er bei einem so genannten Etatgipfel im Weißen Haus. 2008 hatten die USA 250 Milliarden Dollar an Schuldzinsen bezahlt, 2009 wird es vermutlich mehr als das Doppelte sein. Nach Angaben aus Regierungskreisen könnte Obama versuchen, das Defizit durch Steuererhöhungen für Reiche und eine Verringerung der Kriegsausgaben im Irak in den Griff zu bekommen. Er kündigte zudem an, jeden Posten des nächsten Haushalts einzeln überprüfen zulassen.

COLOMBO: Die Regierungstruppen Sri Lankas sind nach eigenen Angaben in die letzte von Tamilen-Rebellen gehaltene Stadt im Norden des Landes eingedrungen. Die separatistischen so genannten "Befreiungstiger" (LTTE) leisteten in Puthukudiyiruppu heftigen Widerstand, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. Am Montag hatte die Regierung Forderungen der Tamilen nach einer Waffenruhe zurückgewiesen und eine vollständige Kapitulation verlangt.

PESCHAWAR: Die mit den Taliban verbündeten Islamisten im Swat-Tal an Pakistans Grenze zu Afghanistan haben die Waffenruhe einseitig auf unbegrenzte Zeit verlängert. Damit gebe es mehr Zeit für Friedensgespräche mit der Regierung, erklärte ein Sprecher der Islamisten. Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die von den Behörden angekündigte Einführung der Scharia im Swat-Tal, die von den Extremisten gefordert worden war. USA und NATO fürchten, dass die Waffenruhe nur dazu dienen könnte, militärische Positionen auszubauen und neue Angriffe im benachbarten Afghanistan vorzubereiten.

BAMAKO: In Mali ist nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ein islamistischer Prediger festgenommen worden, der in die Entführung einer europäischen Touristengruppe verwickelt sein soll. Der Mann sei bereits am Donnerstag vergangener Woche an der Grenze zu Niger ergriffen worden, meldete Reuters unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter der malischen Sicherheitskräfte. Zu der im Januar entführten vierköpfigen Touristengruppe gehört auch eine 75-jährige Deutsche. - Die Terrorgruppe 'El Kaida in Nordafrika' hatte vergangene Woche erklärt, sie habe die Urlauber verschleppt und die Freilassung in den Ländern der Sahel-Zone inhaftierter Extremisten gefordert.

WASHINGTON: Die USA wollen mit mehr als 900 Millionen Dollar den Wiederaufbau des Gazastreifens nach der israelischen Invasion unterstützen. Außerdem solle die vom Westen unterstützte Palästinenserbehörde von Präsident Mahmud Abbas gestärkt werden, hieß es in Washington aus Regierungskreisen. Die Gelder sollen über die Vereinten Nationen und andere Organisationen verteilt werden und nicht über die radikal-islamische Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert. --- Zum Sonderberater Clintons für den Mittleren Osten wurde der Diplomat Dennis Ross ernannt. Ross soll für die Golfstaaten und Südwest-Asien zuständig sein.

BERLIN: In der Diskussion über das geplante Zentrum gegen Vertreibung in Deutschland hat Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach scharfe Kritik an Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) geübt. Nach den herabsetzenden Äußerungen seitens der polnischen Regierung fühle sie sich von Steinmeier im Stich gelassen, sagte Steinbach der 'Bild'-Zeitung. Aufgabe des Außenministers wäre es, deutsche Bürger davor zu schützen, mit einem Holocaust-Leugner verglichen zu werden. Hintergrund ist die Äußerung des Deutschland-Beauftragten der polnischen Regierung, Ex-Außenminister Wladyslaw Bartoszewski, wonach die Entsendung Steinbachs in den Stiftungsrat des Zentrums so sei, als ob der Vatikan den Holocaust-Leugner, Bischof Richard Williamson, zum Israel-Beauftragten ernenne.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt, im Norden und am Oberrhein Auflockerungen. Besonders in den Mittelgebirgen Schneefall, in tieferen Lagen auch Regen. Temperaturen zwei bis sieben Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema