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Nachrichten

Dienstag, 24. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Das deutsche Staatsdefizit ist im ersten Halbjahr 2010 drastisch gestiegen. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres stieg es um mehr als das Doppelte von 18,7 auf 42,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit verstieß Deutschland auch wieder gegen das sogenannte Maastricht-Kriterium der Europäischen Union: Mit einer Defizitquote von 3,5 Prozent lag es deutlich über den maximal zulässigen drei Prozent. - Grund für die Verluste sind die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Mit einer zeitlichen Verzögerung wirken sich geringere Steuereinnahmen und höherer Ausgaben bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen aus. - Für das Gesamtjahr 2010 rechnet die Bundesregierung trotz einer kräftigen wirtschaftlichen Belebung in diesem Jahr mit einem Nachkriegs-Minusrekord von 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

BERLIN: Die Regierungskoalition plant die Einführung einheitlicher Hygienevorschriften an deutschen Kliniken. Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Flach kündigte an, dass Liberale und Union gemeinsam nach der Sommerpause eine entsprechende Initiative starten würden. Nach dem Tod dreier Babys, die wahrscheinlich an der Uniklinik Mainz mit einer Bakterien-verseuchten Infusion behandelt worden waren, sind die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern in die Diskussion geraten. Bis zu 600.000 Menschen infizieren sich Experten zufolge in deutschen Kliniken pro Jahr mit Krankheitserregern, bis zu 40.000 Patienten würden an diesen Infektionen sterben.

MOGADISCHU: Bei einem Anschlag auf ein populäres Hotel in der Hauptstadt Somalias sind nach ersten Berichten bis zu 15 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sollen mehrere Parlamentsabgeordnete sein. Ein Polizeisprecher sagte, Bewaffnete hätten den Eingang des Hotels in Mogadischu gestürmt und um sich geschossen. Augenzeugen gaben an, ein Mann habe sich in der Lobby in die Luft gesprengt.

BAGDAD: Im Irak sind nach Angaben der US-Streitkräfte jetzt weniger als 50.000 amerikanische Soldaten stationiert. Mit dem Abzug der letzten Kampfeinheiten sei die Operation "Irakische Freiheit" damit noch vor Ablauf der Frist am 31. August beendet worden, teilte ein Sprecher weiter mit. Die verbleibenden Truppen sollen irakische Sicherheitskräfte ausbilden, diese bei Aktionen zur Terrorabwehr unterstützen und US-Einrichtungen schützen.

ISLAMABAD: Der Wiederaufbau Pakistans nach der verheerenden Flutkatastrophe wird nach Auffassung von Präsident Zardari mindestens drei Jahre dauern. Er glaube nicht, dass sich das Land jemals vollständig hiervon erholen werde, sagte Zardari vor Journalisten in Islamabad. Er räumte zugleich ein, dass die harsche Kritik an seiner Auslandsreise zu Beginn der Flut und am Krisenmanagement der Regierung berechtigt gewesen sei.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat Defizite bei der Achtung der Menschenrechte im eigenen Land eingeräumt. Die Situation sei nicht perfekt, heißt es im allerersten Bericht des Außenministeriums an die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen. Vor allem Minderheiten würden noch immer diskriminiert. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass die Regierung weiter an einer Verbesserung der Lage arbeite.

KATHMANDU: Beim Absturz eines Kleinflugzeugs über Nepal sind alle 14 Insassen, darunter sechs ausländische Touristen, ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des staatlichen Fernsehens 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Kathmandu. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte schlechtes Wetter. Das Flugzeug der Gesellschaft Agni Air war auf dem Weg nach Lukla im Osten des Himalaya-Staates. Der Airport von Lukla, das auf einer Höhe von 2.860 Meter liegt, kann nur auf Sicht angeflogen werden. Lukla ist Ausgangspunkt für Trecking-Touren und Expeditionen zum Mount Everest.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Rascher Wechsel von sonnigen Abschnitten und kurzen Schauern. Besonders in der Mitte freundlich und meist trocken. Die Höchstwerte reichen von 16 bis 24 Grad.

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