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Nachrichten

Dienstag, 23. September 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN/KAIRO: Das Schicksal der in Ägypten entführten europäischen Touristen ist weiter ungewiss. Entgegen anderslautenden Berichten hat das Auswärtige Amt in Berlin keine Hinweise darauf, dass die elf Urlauber aus Deutschland, Italien und Rumänien wieder auf freiem Fuß sind. Man bemühe sich nach wie vor um deren rasche Freilassung, teilte der Krisenstab mit. Die Europäer waren zusammen mit ihren einheimischen Begleitern während einer Wüstensafari in der Nähe der sudanesischen Grenze verschleppt worden. Die Entführer fordern ein Lösegeld in Millionenhöhe. Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Tat gebe es nicht, hieß es aus ägyptischen Sicherheitskreisen.

KABUL: In Afghanistan ist ein gegen die Bundeswehr gerichteter Bombenanschlag fehlgeschlagen. Nach Angaben der Behörden hatte ein Selbstmord-Attentäter seinen im Auto deponierten Sprengsatz gezündet, als sich ihm in der Stadt Kundus ein Bundeswehr-Konvoi näherte. Die Militärfahrzeuge seien zum Zeitpunkt der Explosion noch etwa 50 Meter entfernt gewesen, sagte ein Sprecher des örtlichen Gouverneurs. Möglicherweise sei der Sprengsatz versehentlich zu früh explodiert.

JERUSALEM: Bei der Amokfahrt eines Arabers sind im Zentrum Jerusalems fast 20 Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, raste der Mann mit seinem Wagen in eine Gruppe israelischer Soldaten. Nach Angaben von Ärzten schweben zwei der Verletzten in Lebensgefahr. Einer der Soldaten erschoss den Amokfahrer. Es habe sich um einen 'terroristischen Anschlag' gehandelt, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem Täter soll es sich um einen Palästinenser aus Ost-Jerusalem handeln. - Bereits im Juli war es in Jerusalem zu zwei ähnlichen Amokfahrten von Palästinensern gekommen. Dabei waren drei Israelis getötet und etliche weitere Menschen verletzt worden.

JERUSALEM: In Israel hat es der oppositionelle Likud-Block abgelehnt, gemeinsam mit der Kadima-Partei eine Regierung der Nationalen Einheit zu bilden. Oppositionsführer Benjamin Netanjahu wies einen entsprechenden Vorschlag der neuen Kadima-Vorsitzenden Zipi Livni zurück. Die amtierende Außenministerin war am Montag von Staatspräsident Schimon Peres mit der Regierungsbildung beauftragt worden, nachdem Ministerpräsident Ehud Olmert offiziell seinen Rücktritt erklärt hatte. Livni hat für die schwierige Suche nach einer parlamentarischen Mehrheit sechs Wochen Zeit, ansonsten müsste es Neuwahlen geben.

WASHINGTON: Bei ihren Verhandlungen über das geplante 700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket zur Eindämmung der Finanzkrise haben US-Regierung und Kongress erste Fortschritte erzielt. So habe die Regierung zugestimmt, die Kontrollfunktionen des Kongresses zu stärken, teilte der Verhandlungsführer der US-Demokraten im Repräsentantenhaus, Barney Frank, mit. Nach seinen Angaben soll es -wie von den Demokraten gefordert- staatliche Hilfen nicht nur für Banken, sondern auch für Hausbesitzer geben. Viele strittige Fragen seien aber noch offen, sagte Frank.

NEW YORK: Die Teilnehmer eines Afrika-Gipfels der Vereinten Nationen haben den Kampf gegen die Armut als größte Herausforderung der Gegenwart bezeichnet. Afrika benötige verstärkte Hilfe zur Überwindung seiner Probleme, heißt es in der Abschlusserklärung des Gipfels. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul warnte in New York davor, angesichts der weltweiten Finanzkrise die Hilfsgelder für arme Länder zu kürzen. Wenn zur Rettung von Banken mehrere hundert Milliarden US-Dollar mobilisiert werden könnten, müsse es möglich sein, einen weitaus geringeren Betrag für die Entwicklungsländer zu geben, sagte die SPD-Politikerin.

BUKAREST: Rumäniens Arbeitsminister Paul Pacuraru ist wegen Korruptionsvorwürfen seines Amtes enthoben worden. Staatspräsident Traian Basescu entließ den Minister, nachdem die Staatsanwaltschaft entsprechende Ermittlungen gegen den Minister aufgenommen hatte. Die EU-Kommission fordert seit längerem Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung in Rumänien. Erst kürzlich hatte die Kommission dem Parlament in Bukarest vorgeworfen, systematisch die Strafverfolgung hoher Politiker zu behindern.

RANGUN: Ein Jahr nach den von Mönchen angeführten Protesten in Birma hat die Militärregierung die Freilassung von rund 9.000 Häftlingen angekündigt. Sie sollten am Aufbau 'einer neuen Nation' vor den für 2010 geplanten Wahlen mitwirken, heißt es. Ob auch politische Häftlinge freigelassen werden sollen, ist nicht bekannt. Die Militärjunta war im September vergangenen Jahres gewaltsam gegen Demonstrationen von Regimekritikern vorgegangen. Nach UN-Angaben waren dabei mehr als 30 Menschen getötet und hunderte Aktivisten festgenommen worden.

FRANKFURT AM MAIN: Die IG Metall geht mit der Forderung von acht Prozent mehr Lohn in die für Oktober anstehende Tarifrunde. Es ist die höchste Forderung in der Metall- und Elektroindustrie seit 16 Jahren. Gewerkschaftschef Berthold Huber sagte, die in der Branche beschäftigten 3,6 Millionen Menschen müssten einen gerechten Anteil an den gestiegenen Gewinnen der Unternehmen erhalten. Scharfe Kritik übte die Arbeitgeberseite. Lediglich die Hälfte der Gewerkschaftsforderungen sei mit Daten und Fakten begründet, sagte Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser. Der Rest basiere auf Wünschen und Stimmungen.

KÖLN: Neuheiten der digitalen Fotografie stehen im Mittelpunkt der weltgrößten Fotomesse 'photokina', die ab heute in Köln stattfindet. Mehr als 1.500 Unternehmen aus fast 50 Ländern zeigen Neuheiten bei Digitalkameras. Im Trend liegen nach Branchen-Angaben kleinere Kameras mit immer ausgefeilterer Technik und zusätzlichen Funktionen, die aber einfach bedienbar sind. Zum Messeprogramm gehören auch Drucker, Software, Speichermedien und Internet-Dienste.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und am Rhein wolkig mit einigen Auflockerungen, meist trocken. Sonst stark bewölkt und zeitweise Regen. Temperaturen 11 bis 16 Grad Celsius.

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