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Nachrichten

Dienstag, 23. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LUXEMBURG: Der Europäische Gerichtshof hat das Volkswagen-Gesetz gekippt. Das höchste EU-Gericht erklärte in Luxemburg die Bestimmungen aus dem Jahre 1960 in allen entscheidenden Punkten für rechtswidrig. Es behindere den in der EU garantierten freien Kapitalverkehr. Deutschland muss das Gesetz nun ändern oder abschaffen. Damit entfallen künftig auch alle Sonderrechte für das Land Niedersachsen bei VW. Der Sportwagenhersteller Porsche könnte damit -wie erwartet- die Mehrheit beim größten europäischen Autobauer übernehmen und auch ausüben. Bisher waren die Stimmrechte der VW-Aktionäre auf 20 Prozent beschränkt. Niedersachsens CDU-Ministerpräsident Christian Wulff akzeptierte die Entscheidung und sagte, das Land werden seinen Anteil von derzeit gut 20 Prozent halten. Von Großaktionär Porsche verlautete, man akzeptiere dass, Niedersachsen weiterhin im Aufsichtrat von VW vertreten sei.

LUXEMBURG: Der Europäische Gerichtshof hat die bisherigen Bafög-Bestimmungen zum Auslandsstudium verworfen. Die Luxemburger Richter erklärten die Regelung für ungültig, dass Studenten zunächst ein Jahr in Deutschland studiert haben müssen, bevor sie Förderung für ein Studium im Ausland erhalten. Damit werde die Freizügigkeit unzumutbar eingeschränkt, heißt es im Urteil.

BAGDAD: Der Irak will der Türkei bei der Niederschlagung der kurdischen Rebellen an der gemeinsamen Grenze helfen. Der irakische Außenminister Hoschijar Sebari sagte nach Gesprächen mit seinem türkischen Kollegen Ali Babacan in Bagdad, man werde es nicht zulassen, dass die Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten vergiftet würden. Babacan sagte zu, den Konflikt friedlich lösen zu wollen. Die Türkei droht seit Wochen mit einem Militäreinsatz gegen kurdische Separatisten auf irakischem Territorium. Auf Druck der USA und der EU hat die Regierung in Ankara versprochen, vor einem Marschbefehl alle diplomatischen Wege zur Lösung des Konflikts auszuschöpfen.

WASHINGTON: Zur Finanzierung des Anti-Terror-Kampfes hat US-Präsident George W. Bush den Kongress gebeten, weitere 46 Milliarden Dollar zu bewilligen. Bush rief Senat und Abgeordnetenhaus auf, die zusätzlichen Gelder für die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan so schnell wie möglich freizugeben. Stimmt der Kongress zu, würde dies im laufenden Haushaltsjahr eine Aufstockung der veranschlagten Kriegsmittel um etwa ein Drittel bedeuten. Damit würden in diesem Jahr knapp 200 Milliarden Dollar für den Anti-Terror-Kampf ausgegeben.

SEOUL: Südkorea will seinen Truppen-Einsatz im Irak um ein weiteres Jahr verlängern. Die Zahl der Soldaten solle jedoch um die Hälfte auf 600 verringert werden, sagte Präsident Roh Moo Hyun in einer Fernseh-Ansprache. Die USA hätten seine Regierung um die Verlängerung des Einsatzes gebeten. Das Parlament muss dem noch zustimmen. 2004 hatte Südkorea nach den USA und Großbritannien mit 3.600 Soldaten das drittgrößte Kontingent im Irak. Seitdem wurde das Engagement jedoch schrittweise verringert. Derzeit sind noch rund 1.200 Soldaten im relativ sicheren kurdischen Teil des Irak stationiert.

RAMALLAH: Bei einem Schusswechsel mit israelischen Soldaten sind im Westjordanland zwei Mitglieder der militanten Palästinenserbewegung Islamischer Dschihad getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde bei dem Vorfall verletzt. Wie palästinensische und israelische Vertreter mitteilten, kam es zu den Kämpfen, als eine israelische Spezialeinheit die Aktivisten in Dschenin gefangen nehmen wollte. Ein israelischer Armee-Sprecher sagte, man habe sechs Personen festgenommen.

ROM: In Italien ist einer Studie zufolge die Mafia das Unternehmen mit dem höchsten Umsatz. Wie aus der Studie des Unternehmerverbandes Confesercenti hervorgeht, erwirtschaftet das organisierte Verbrechen mit 90 Milliarden Euro Umsatz sieben Prozent des italienischen Bruttoinlandsproduktes. Schutzgelderpressung, Diebstahl, Betrug und Schmuggel seien dabei die Hauptaktivitäten. Der Unternehmerverband warnt jedoch auch vor einer zunehmenden Unterwanderung legaler Firmen durch die Mafia. Schon jetzt seien börsennotierte Unternehmen ebenso betroffen wie kleine Handwerksbetriebe.

LOS ANGELES: Die verheerenden Wald- und Buschbrände im Süden Kaliforniens sind nach wie vor nicht unter Kontrolle. Heiße Winde und Temperaturen über 30 Grad fachen die Feuer immer wieder an. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden bereits mehr als 600 Häuser zerstört. Allein im Landkreis San Diego mussten 250.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Bisher fielen 40.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer. Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger sprach von einer Tragödie.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig. Richtung Südosten stärker bewölkt und etwas Regen, oberhalb von 600 Metern Schnee. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen zwei und zehn Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 7 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 7 Grad, gering bewölkt;

Dresden: 4 Grad, bedeckt

Köln/Bonn: 7 Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 7 Grad, wolkig und

München: 3 Grad, regnerisch.

Audio und Video zum Thema