1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 23. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Israels Ministerpräsident Netanjahu hat die engen Verbindungen seines Landes zu den USA betont und den israelischen Wohnungsbau im arabischen Ostteil Jerusalems nochmals verteidigt. Jerusalem sei keine jüdische Siedlung, sondern die Hauptstadt Israels, sagte er vor Vertretern einer amerikanisch-israelischen Lobbygruppe in Washington. Zugleich sprach sich Netanjahu für direkte Verhandlungen mit den Palästinensern aus. Nach seiner Ankunft in den USA war der israelische Regierungschef zunächst mit US-Außenministerin Clinton zusammengetroffen. Dabei beschuldigte sie die israelische Regierung, mit der Siedlungspolitik die Glaubwürdigkeit der USA als Friedensvermittler im Nahen Osten zu untergraben.

WASHINGTON: Angesichts des anhaltenden Widerstands der US-Republikaner gegen die vom Repräsentantenhaus beschlossene Gesundheitsreform drückt Präsident Obama aufs Tempo. Bereits an diesem Dienstag will er das Gesetzeswerk im Rahmen einer Feier unterschreiben. Innerhalb der kommenden Tage kann dann der US-Senat über ein Paket beschlossener Änderungen befinden. Sie betreffen vor allem den Streitpunkt Abtreibung. Zehn US-Bundesstaaten kündigten bereits Klage gegen die Gesundheitsreform an. So erklärte etwa der Generalstaatsanwalt von Florida, Bill McCollum, das Gesetz zwinge Bundesstaaten dazu, die Ausgaben zu erhöhen. Dies verstoße eindeutig gegen die Verfassung.

SAN FRANCISCO/ PEKING: Nach monatelangem Streit über Hackerangriffe und Zensur in China will der US-Konzern Google dort seine Internetsuchmaschine nicht länger einschränken lassen. Trotz Warnung aus Peking erklärte der Konzern seine selbst auferlegte Zensur in China für beendet. Benutzer der chinesischen Google-Suchmaschine würden jetzt auf die entsprechende Seite in Hongkong umgeleitet, die auch politisch heikle Informationen enthält. Hongkong gehört zu China, genießt aber Sonderrechte. Google muss nun damit rechnen, den Zugang zum lukrativen chinesischen Markt zu verlieren. Das Außenministerium in Peking kündigte an, der Fall werde nach den Gesetzen des Landes behandelt. Die Beziehungen zu den USA sollten dadurch aber nicht beeinträchtigt werden.

PARIS: Nach der Schlappe der konservativen Regierungspartei UMP bei den Regionalwahlen in Frankreich haben die Gewerkschaften einen landesweiten Protesttag organisiert. Aufgerufen wurde zu Kundgebungen und Streiks, um gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung von Präsident Sarkozy zu protestieren. Vom Ausstand betroffen sind Teile des Zugverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs sowie Schulen und Kindertagesstätten.

KHARTUM: Der sudanesische Präsident al-Baschir hat rund drei Wochen vor den Präsidenten- und Parlamentswahlen den zur Überwachung der Wahl bestellten internationalen Beobachtern mit dem Rauswurf gedroht. Die ausländischen Organisationen sollten überprüfen, ob die Wahlen fair und frei verliefen, sich aber nicht in die inneren Angelegenheiten des Sudan einmischen, sagte al-Bashir im staatlichen Fernsehen. Auslöser für seine Äußerungen war offensichtlich der Bericht einer Beobachter-Delegation aus der vergangenen Woche, demzufolge die ersten Mehr-Parteien-Wahlen im Sudan seit 24 Jahren wegen logistischer Probleme möglicherweise verschoben werden müssten.

RIO DE JANEIRO: Auf dem Weltstädteforum der Vereinten Nationen diskutieren mehr als 15.000 Teilnehmer aus über 160 Ländern über die Herausforderungen immer größer werdender Mega-Städte. Bereits heute lebe mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, jeder dritte Bewohner aber in Slums, die weder Wasser hätten, noch über Strom oder ausreichende sanitäre Einrichtungen verfügten, hieß es zum Auftakt der Konferenz.

AACHEN: In einem der letzten NS-Kriegsverbrecherprozesse in Deutschland hat das Landgericht Aachen einen 88-jährigen früheren SS-Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Richter sprachen den ehemaligen Bergmann Heinrich Boere des dreifachen Mordes für schuldig. Boere hatte in dem Prozess gestanden, 1944 als Mitglied eines SS-Sonderkommandos in den Niederlanden drei Zivilisten erschossen zu haben. Dabei berief er sich aber auf einen Befehlsnotstand.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Mittelgebirge wolkig mit Auflockerungen und weitgehend trocken. Südlich von Main und Mosel örtlich auch sonnig. Tageshöchstwerte neun bis 17 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema