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Nachrichten

Dienstag, 23. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der iranische Wächterrat hat nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens das Ergebnis der Präsidentenwahl vom 12. Juni bekräftigt. Das Gremium habe keinen größeren Betrug oder Regelverstoß festgestellt, zitiert der englischsprachige Sender Press TV einen Sprecher des Rats. Deshalb werde es auch keine Annullierung der Ergebnisse geben. Die beiden unterlegenen Kandidaten Mir Hussein Mussawi und Mehdi Karoubi hatten dagegen von Wahlbetrug gesprochen und Neuwahlen gefordert. Regierungstreue Studentenorganisationen sagten die für diesen Dienstag geplante Protestkundgebung vor der britischen Botschaft ab, nachdem diese von den Behörden für illegal erklärt worden war.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat ein sofortiges Ende des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten im Iran gefordert. Auch dürfe es keine Festnahmen mehr geben. Er beobachte die Entwicklung im Iran seit der Präsidentenwahl mit wachsender Sorge, sagte Ban in New York. Der UN-Generalsekretär rief die Behörden auf, die grundlegenden zivilen und politischen Rechte zu respektieren. Dazu zählten auch die Rechte auf Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Information. Regierung und Opposition müssten ihre Differenzen durch einen Dialog beilegen, betonte Ban. Auch die US-Regierung kritisierte nochmals das Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Kundgebungsteilnehmer.

WASHINGTON: Die Zahl der Toten bei dem schweren U-Bahn-Unglück in der US-Hauptstadt ist auf neun gestiegen. Rettungskräfte hätten in den zerstörten Waggons drei weitere Leichen entdeckt, teilte die Washingtoner Feuerwehr auf ihrer Internetseite mit. Mehr als 70 Passagiere wurden verletzt, als ein vollbesetzter Zug aus bisher unbekannten Gründen auf eine stehende U-Bahn auffuhr. Die Retter mussten Leitern und Schneidbrenner einsetzen, um die Menschen aus den ineinander verkeilten und aufgeschlitzten Wagen zu befreien. --- Das Unglück ereignete sich am Montagabend mitten im Berufsverkehr an der Grenze zum Bundesstaat Maryland. Dort fahren die Züge oberirdisch. Es war das bisher schwerste Unglück in der 33-jährigen Geschichte der Washingtoner U-Bahn. Die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB leitete Ermittlungen ein.

BERLIN/ BERN: Die Schweiz hat Deutschland eine Ausweitung der Amtshilfe bei Steuerhinterziehung zugesagt. Bei einem Treffen der Finanzminister Hans-Rudolf Merz und Peer Steinbrück in Berlin sei vereinbart worden, das Doppelbesteuerungsabkommen entsprechend zu überarbeiten. Merz habe aber bereits versichert, entsprechend des OECD-Musterabkommens bei deutschen Steueranfragen zu kooperieren, hieß es in Bern. Zwischen beiden Ländern hatte es erhebliche Spannungen gegeben, nachdem Steinbrück die Schweiz immer wieder scharf als Steueroase angeprangert hatte. --- Auf Einladung Deutschlands und Frankreichs beraten in Berlin Vertreter mehrerer Staaten der Wirtschaftsorganisation OECD über koordinierte Massnahmen gegen Steuerbetrug.

BERLIN: Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat sich neuen Forderungen aus den Reihen der SPD nach einem Verzicht auf die Rente mit 67 angeschlossen. Angesichts der größten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik müsse die Anhebung des Rentenalters zumindest ausgesetzt werden, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der "Leipziger Volkszeitung". Sie bekräftigte, dass die Rentenpläne der großen Koalition nicht etwa die Beschäftigungschancen Älterer erhöhten, sondern allein das Risiko, im Alter zu verarmen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nannte den Vorstoß hingegen kurzsichtig. Die alternde deutsche Gesellschaft sei zwingend auf die Arbeitskraft und die Erfahrung älterer Beschäftigter angewiesen.

LUXEMBURG: Im Streit über die Vermarktung von so genanntem Klonfleisch haben sich die EU-Agrarminister auf einen Kompromiss verständigt. Sie sprachen sich bei ihrem Treffen in Luxemburg dafür aus, Fleisch von Nachkommen geklonter Tiere unter strengen Auflagen zuzulassen. Der Gesetzentwurf muss allerdings noch das EU-Parlament passieren, das bereits Widerstand angekündigt hat. Der Verkauf des Fleischs geklonter Tiere ist in der EU verboten, für das Fleisch ihrer Nachkommen gibt es eine Gesetzeslücke, die damit geschlossen werden soll.

SEVILLA: Die UNESCO hat dazu aufgerufen, trotz der Wirtschaftskrise nicht den Schutz einzigartiger Kultur- und Naturstätten zu vernachlässigen. Dieses Welterbe müsse späteren Generationen erhalten bleiben, sagte der Generaldirektor der UN-Organisation, Koichiro Matsuura, im spanischen Sevilla. Dort berät das Welterbekomitee der UNESCO über 27 mögliche Neuaufnahmen in die Liste der Kulturorganisation. Auch das Wattenmeer könnte die prestigeträchtige Auszeichnung erhalten. Dagegen droht dem Dresdner Elbtal die Aberkennung des Welterbetitels. Grund ist der Bau der Waldschlößchenbrücke.--Weltweit sind derzeit 878 Stätten in 145 Staaten auf der Welterbe-Liste verzeichnet, darunter 33 in Deutschland.

LONDON: Ein neuer Präsident aus den Reihen der konservativen Opposition soll das britische Unterhaus aus der Krise führen. Die Abgeordneten wählten den 46-jährigen John Bercow zum neuen "Speaker". Er tritt die Nachfolge des Labour-Abgeordneten Michael Martin an, der sich wegen des Skandals um Spesenabrechnungen zum Rücktritt gezwungen sah - als erster Unterhauspräsident seit mehr als 300 Jahren. Bercow versprach nach seiner Wahl einen Neuanfang. Die vergangenen Wochen mit immer neuen Enthüllungen von kaum nachvollziehbaren Spesenabrechnungen zahlreicher britischer Abgeordneter seinen eine "grausame Erfahrung" gewesen, sagte er. Im Zuge des Skandals traten bisher mehr als zehn Regierungsmitglieder und etliche Abgeordnete zurück.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat mit seiner Unterschrift ein deutlich verschärftes Tabak-Gesetz in Kraft gesetzt. Damit dürfen Zigaretten in den USA künftig nicht mehr als "light" angepriesen werden. Auch die Tabakwerbung wird drastisch eingeschränkt. Verboten sind künftig Zigaretten mit speziellen süßen Geschmackszusätzen, die vor allem auf junge Raucher abzielen. Zudem erhält die US-Gesundheitsbehörde weitgehende Befugnisse, die es ihr beispielsweise erlauben, Obergrenzen für den Nikotingehalt festzulegen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Süden und Osten her immer mehr Regen. Im Norden und Westen freundlich mit viel Sonnenschein. Maximal 16 bis 24 Grad. --- Am wärmsten wird es zwischen Niederrhein und Elbe.

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