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Nachrichten

Dienstag, 22. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

KABUL: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat drei Tage nach dem tödlichen Anschlag auf Bundeswehrsoldaten in Afghanistan den deutschen Stützpunkt in Kundus besucht. Steinmeier würdigte die Leistung der Soldaten und betonte, in Afghanistan gebe es keine sicheren Zonen. Anschließend flog der SPD-Minister nach Kabul, wo er mit Präsident Hamid Karsai zusammenkam. Steinmeier bekräftigte dabei das Engagement Deutschlands beim Wiederaufbau des Landes. - US-Präsident George W. Bush appellierte an die Nato-Verbündeten, ihr militärisches Engagement in Afghanistan zu verstärken. Er wolle die Partnerländer davon überzeugen, dass sie eine größere Last übernehmen und alle die gleichen Risiken tragen müssten, sagte Bush in einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer in Texas.

BEIRUT: Die libanesische Regierung hat die Streitkräfte angewiesen, die islamistische Gruppe 'Fatah al-Islam' zu zerschlagen. Der Krieg der Terroristen müsse gestoppt werden, hieß es nach einer Sitzung des Kabinetts unter Regierungschef Fuad Siniora. Soldaten und die radikale Sunniten-Miliz liefern sich den dritten Tag in Folge im Norden des Libanons erbitterte Gefechte. Seit dem Ausbruch der Kämpfe im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al Bared wurden etwa 80 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Ein Sprecher der Extremisten drohte mit einem Bürgerkrieg, falls die Belagerung des Flüchtlingslagers nicht eingestellt werde. Die Gruppe hat dort ihren Stützpunkt.

BAGDAD: Bei einem Bombenanschlag in der irakischen Hauptstadt sind nach Berichten der Polizei 25 Menschen getötet und etwa 60 verletzt worden. Der in einem Auto versteckte Sprengsatz detonierte auf einem belebten Markt im Schiiten-Viertel Amil in Bagdad. Unter den Opfern sind viele Kinder.

JERUSALEM: Die israelische Armee hat die Palästinensergebiete Westjordanland und Gazastreifen wegen des bevorstehenden Schavuot-Festes abgeriegelt. Palästinensische Arbeiter dürfen damit nicht nach Israel einreisen. Das Militär will so Selbstmordanschläge verhindern. Die israelische Luftwaffe bombardierte wieder Gebäude im Gazastreifen, in denen Waffen hergestellt oder gelagert worden sein sollen. Militante Palästinenser feuerten auch in der Nacht zum Dienstag Raketen auf die südisraelische Stadt Sderot ab. Am Montag war dort eine Israelin getötet worden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei der Eröffnung eines Afrika-Partnerschaftsforums den umstrittenen Präsidenten Simbabwes, Robert Mugabe, scharf angegriffen. Sie verwies dabei in Berlin auf die Einschüchterung politischer Gegner im Land, Schikanen gegen unabhängige Medien, Drohungen gegen Farmer und die Zerstörung von Armenvierteln. Merkel forderte die Nachbarstaaten Simbabwes auf, ihren Einfluss geltend zu machen. Die Kanzlerin bekräftigte außerdem die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für eine Entwicklung Afrikas zu mehr Frieden und Wohlstand. Diese Bemühungen seien auch Thema des G-8-Gipfels unter deutschem Vorsitz im Juni in Heiligendamm, sagte sie.

HANOI: Bundespräsident Horst Köhler hat zum Abschluss seines Besuches in Vietnam für einen Ausbau der Beziehungen beider Länder geworben. Im Mittelpunkt seines zweiten Besuchstages in Hanoi stand das Thema Wirtschaft. Zuvor hatte Köhler bei einem Treffen mit Staatspräsident Nguyen Minh Triet eine Verbesserung der Menschenrechtslage angemahnt. Deutschland und Vietnam unterzeichneten zudem ein Abkommen über die Gründung einer deutschen Universität. Köhlers nächste Station auf seiner Asien-Reise ist China.

LONDON: Im Fall des vergifteten russischen Ex-Spions Alexander Litwinenko hat die britische Staatsanwaltschaft den früheren russischen KGB-Agenten Andrei Lugowoi offiziell des Mordes beschuldigt. Zugleich wurde Haftbefehl erlassen, wie der Chef der Strafverfolgungsbehörde, Ken Macdonald, in London mitteilte. Er sprach von einem außerordentlich schweren Verbrechen und forderte die russischen Behörden zur Zusammenarbeit auf. In Moskau wurde mit Hinweis auf die Gesetzeslage eine Auslieferung des Verdächtigen abgelehnt. Litwinenko hatte den Ex-Agenten Anfang November in einem Londoner Hotel getroffen. Drei Wochen später starb der 43-jährige Kreml-Kritiker an einer Polonium 210 Vergiftung.

ROM: Ein Streik der italienischen Flugbegleiter und -lotsen legt den italienischen Luftverkehr lahm. Die Staatslinie Alitalia strich fast 400 Verbindungen. Betroffen sind auch Flüge nach Deutschland. Mit den Protesten wollen die Gewerkschaften den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen erhöhen.

BONN: Im Konflikt um den Personalumbau bei der Deutschen Telekom geht der Streik in unvermindertem Umfang weiter. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi beteiligen sich bundesweit erneut knapp 15.000 Beschäftigte an dem Arbeitskampf. Mit Beeinträchtigungen hätten Kunden vor allem bei Call-Centern und im Kundendienst zu rechnen. Der Streik läuft seit 11. Mai und richtet sich gegen die geplante Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeitern bei gleichzeitig geringerer Bezahlung.

HAMBURG: Als erster Fahrer aus dem Team Telekom hat der frühere Radprofi Bert Dietz Doping-Vorwürfe gegen den Rennstall bekräftigt. Im deutschen Fernsehen bezeichnete er sich selbst als Doping-Sünder. Außerdem belastete er zwei damalige Ärzte der Mannschaft systematisch leistungssteigerndes EPO verabreicht zu haben. Dietz fuhr bis 1998 für den T-Mobile-Vorgänger Team Telekom und in dieser Zeit auch an der Seite des Tour-de-France-Gewinners, Jan Ullrich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Über Deutschland liegt schwül-warme Luft mit Gewittern in der Mitte und im Süden. Im Norden etwas kühler. Höchstwerte zwischen 24 und 29 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 16 Grad, dunstig;
Berlin: 25 Grad, fast wolkenlos;
Dresden: 25 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 22 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 24 Grad, wolkig und
München: 20 Grad, wolkig.

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