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Nachrichten

Dienstag, 22. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Kaum haben Bund und Länder das milliardenschwere Steuerentlastungspaket durchgesetzt, ist in Berlin die Debatte über den Abbau der Rekordverschuldung entbrannt. So verlangte der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler in der "Frankfurter Rundschau" von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) "mehr Sparanstrengungen" und eine "größere Haushaltsdisziplin" schon für 2010. Wegen des Rekorddefizits erwägt die schwarz-gelbe Regierung nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung", den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung 2011 von derzeit 2,8 auf 4,5 Prozent zu erhöhen. Andernfalls müssten über Jahre hinaus Milliardenzuschüsse an die Bundesagentur für Arbeit fließen.

BERLIN: Trotz Konjunkturbelebung in Deutschland befürchtet die IG Metall für 2010 den Abbau von 750.000 Stellen in der Branche. Der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Detlef Wetzel, sagte, man gehe davon aus, dass im kommenden Jahr immer noch 20 bis 30 Prozent der Kapazitäten in der Metall- und Elektroindustrie nicht ausgelastet seien. Wetzel schlug den Arbeitgebern vor, die Wochenarbeitszeit auf deutlich unter 30 Stunden zu reduzieren, um die Beschäftigten nicht entlassen zu müssen.

NEW YORK: Auch die Ratingagentur Moody's hat ihre Bewertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands herabgestuft. Als dritte der großen Agenturen senkte sie ihre Note für die Bonität des Euro-Landes von A2 auf A1. Zudem schätzte Moody's den Ausblick für die weitere Entwicklung als "negativ" ein. - Zuvor hatten bereits Fitch und Sßamp;P die griechischen Staatsanleihen schlechter bewertet. Damit waren die Zweifel gewachsen an der Fähigkeit der Industriestaaten, ihre in der Finanz- und Wirtschaftskrise angehäuften gigantischen Schulden wieder abzubauen.

PEKING: Nach dem Scheitern des Klimagipfels hat China der britischen Regierung schwere Vorwürfe gemacht. Großbritannien versuche mit seiner Kritik einen Keil zwischen die Schwellenländer zu treiben, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. Dies werde aber nicht gelingen. Der britische Umweltminister Ed Miliband hatte nach den Kopenhagener Klimaverhandlungen China vorgehalten, eine Einigung auf feste Klimaziele verhindert zu haben. - Die Ergebnisse des Weltklimagipfels stehen im Mittelpunkt eines Treffens der EU-Umweltminister, die an diesem Dienstag in Brüssel zusammenkommen.

ISLAMABAD: Ein Selbstmordattentäter hat sich vor einem Presse-Club in der Stadt Peschawar im Nordwesten Pakistans in die Luft gesprengt. Nach Polizeiangaben riss er mindestens zwei Menschen mit in den Tod. 17 Personen wurden verletzt. Peschawar war zuletzt häufig Ziel von Bombenanschlägen. - Sie gelten als Reaktion von Aufständischen auf die Offensive der Streitkräfte gegen die Taliban in der Stammesregion Süd-Waziristan.

WASHINGTON: Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hat Berichte zurückgewiesen, sein Land arbeite an einer wichtigen Atombomben-Komponente. Dies sei grundsätzlich falsch, sagte Ahmadinedschad dem US-Fernsehsender "ABC News". Die Londoner "Times" hatte vergangene Woche unter Berufung auf ein vertrauliches iranisches Dokument berichtet, die Regierung in Teheran habe einen Vierjahresplan für den Test eines Neutronen-Initiators, der als Teil einer Atomwaffe eine Explosion auslösen könnte. Dies seien fingierte Papiere, die von der US-Regierung verfälscht und in die Welt gesetzt worden seien, sagte Ahmadinedschad weiter. - Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

LOS ANGELES: Der renommierte Film-Regisseur Roman Polanski wird einem Prozess in den USA wohl nicht mehr entgehen können. Das zuständige Gericht in Kalifornien lehnte seinen Antrag auf die Einstellung des Verfahrens gegen ihn vorerst ab. Zuerst müsse Polanski in die USA zurückkehren und vor dem Gericht erscheinen. Erst dann werde geprüft, ob das Verfahren weitergehe oder nicht. Die Vorwürfe gegen Polanski seien zu ernst. Polanski soll 1977 eine damals 13-Jährige in Los Angeles vergewaltigt haben. Der 76-Jährige steht derzeit unter Hausarrest im Schweizer Prominentenort Gstaad. - Die Anwälte des Oscar-Preisträgers hatten vor zehn Tagen verlangt, das Verfahren einzustellen. - Der Regisseur war im September in Zürich verhaftet und auf Ersuchen der USA in Auslieferungshaft genommen worden.

FRANKFURT AM MAIN/ LONDON: Mehr als 3.000 Passagiere haben die Nacht am Frankfurter Flughafen verbracht, nachdem die Start- und Landebahnen des größten deutschen Airports wegen Schnee und Eis gesperrt werden mussten. Viele Passagiere übernachteten auch in Flugzeugen. Rund 5.000 Reisende wurden in umliegenden Hotels untergebracht, wie der Flughafen-Betreiber Fraport mitteilte. Insgesamt waren am Montag etwa 230 Flüge ausgefallen. Am Morgen wurden die Start- und Landebahnen wieder freigegeben. --- Der Eurostar durch den Ärmelkanal-Tunnel soll nach einer auch wetterbedingten Pannenserie nach drei Tagen jetzt allmählich wieder den Betrieb aufnehmen. Der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Frankreich und Großbritannien werde noch bis Weihnachten nur eingeschränkt verkehren, hieß es aus London.

ZÜRICH: Lionel Messi ist bei der FIFA-Gala erstmals als "Weltfußballer des Jahres" ausgezeichnet worden. Der beim Champions-League-Sieger FC Barcelona spielende 22-jährige Argentinier setzte sich bei der Wahl gegen Vorjahres-Gewinner Cristiano Ronaldo von Real Madrid und seinen Clubkollegen Xavi durch. Bei den Frauen erhielt die Brasilianerin Marta zum vierten Mal hintereinander die Trophäe als weltbeste Spielerin.

DAS WETTER: Die Temperaturen in Deutschland steigen wieder auf Werte über zehn Grad. Südlich der Donau freundlich. In der Mitte oft Regen, nach Norden hin weiterhin Schnee. --- Tageshöchstwerte zwischen minus zwei Grad im äußersten Norden und plus elf Grad im Breisgau.

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