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Nachrichten

Dienstag, 21. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Bei dem so genannten Millennium-Gipfeltreffen der Vereinten Nationen haben sich die Staats- und Regierungschefs der Industrieländer zu ihrer Verpflichtung bekannt, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes als Entwicklungshilfe zu zahlen. Gleichzeitig verlangten die mit der Wirtschaftskrise kämpfenden Länder eine Diskussion, wie die Erfolgsquote ihrer Hilfsprogramme erhöht werden könne. Bundeskanzlerin Merkel forderte in New York, die vorhandenen Finanzressourcen für die armen Länder wirkungsvoller einzusetzen. Es gehe nicht allein um Geld, notwendig sei auch eine gute Regierungsführung in den Empfängerländern. Auf dem Millennium-Gipfel zieht die Staatengemeinschaft eine Zwischenbilanz, was aus dem vor zehn Jahren aufgestellten Ziel geworden ist, die weltweite Armutsquote bis 2015 zu halbieren.

KABUL: Im Süden Afghanistans sind beim Absturz eines Hubschraubers neun NATO-Soldaten ums Leben gekommen. Nach Angaben der internationalen Schutztruppe ISAF wurden drei Soldaten und ein US-Zivilist verletzt. Die Ursache des Absturzes werde untersucht, hieß es in der Erklärung der NATO. Bislang gebe es indes keine Hinweise darauf, dass der Helikopter beschossen wurde. Angaben zur Nationalität der Toten sowie zum exakten Ort des Unglücks machte die ISAF zunächst nicht.

PJÖNGJANG: Nordkorea will in der kommenden Woche im Rahmen des ersten Parteitags seit 30 Jahren eine neue Führung bestimmen. Die regierende Kommunistische Partei werde am 28. September in Pjöngjang zusammentreten und ihre Spitze wählen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Experten vermuten, dass Machthaber Kim Jong Il dort seinen Sohn Kim Jong Un als Nachfolger in Stellung bringen will. Spekulationen über die Nachfolgeregelung halten sich hartnäckig, seit der 68-jähige nordkoreanische Machthaber laut Medieninformationen im August 2008 einen Schlaganfall erlitt.

BERLIN: Die Bundesregierung steht wegen der geplanten Änderung der Hartz-IV-Regelsätze in der Kritik. Die SPD-Bundestagsfraktion hat Bundesarbeitsministerin von der Leyen davor gewarnt, eine Erhöhung der Regelsätze durch Kürzungen bei der Arbeitsmarktpolitik auszugleichen. SPD-Fraktionsvize Heil sieht durch die Neuberechnung zusätzlichen Druck zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Die Grünen lehnen die Pläne des Ministeriums für die geplante Bildungs-Chipkarte für Kinder ab. Fraktionschef Trittin sagte der "Rheinischen Post", eine solche Leistung der Kommunen könnten sich nur wohlhabende Städte leisten.

DÜSSELDORF: Die Bundesregierung hat nach Informationen der Zeitung "Handelsblatt" noch höhere Bonuszahlungen für Mitarbeiter der verstaatlichten Krisenbank Hypo Real Estate verhindert. Der Vorstand der Bank habe ursprünglich Sonderzahlungen von 35 Millionen Euro anvisiert, berichtet das Blatt unter Berufung auf HRE-Kreise. Die Bundesregierung habe aber zusammen mit dem Bankenrettungsfonds SoFFin eine Kappung der Bonuszahlungen auf 25 Millionen Euro durchgesetzt.

MÜNCHEN: Gegen Spitzenfunktionäre der Vereinigung "Milli Görüs" und weiterer Muslim-Verbände wird einem Pressebericht zufolge nicht mehr ermittelt. Die Staatsanwaltschaft München habe ihre schweren Vorwürfe vollständig fallengelassen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Staatsanwälte hatten sechs Funktionären unter anderem Betrug, Geldwäsche sowie die Unterstützung terroristischer Organisationen und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte es deshalb umfangreiche Razzien gegeben.

BERLIN: Im Streit um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten durch Geo-Datendienste wie Google Street View setzt die Bundesregierung erst einmal auf Freiwilligkeit. Bundesinnenminister de Maizière setzte der Branche eine Frist bis zum IT-Gipfel der Regierung am 7. Dezember. Bis dahin sollen die Anbieter einen Verhaltenskodex vorlegen, der den Datenschutz berücksichtigt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden viel Sonne. In der Nordhälfte ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken. Vereinzelt Schauer. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen 16 und 23 Grad.

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