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Nachrichten

Dienstag, 21. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TOKIO: In Japan hat Ministerpräsident Taro Aso das Parlament aufgelöst. Die Neuwahl des Unterhauses ist für den 30. August vorgesehen. Dabei muss die seit mehr als 50 Jahren fast ununterbrochen regierende Liberaldemokratische Partei von Aso um die Macht fürchten. Sie hatte zuletzt bei wichtigen Kommunalwahlen Niederlagen hinnehmen müssen. Dagegen kann die von Yukio Hatoyama geführte größte Oppositionspartei, die Demokratische Partei Japans, auf die Regierungsübernahme auch in Tokio hoffen.

SACRAMENTO: Der drohende Finanzkollaps Kaliforniens ist vorerst abgewendet. Nach wochenlangem Ringen einigten sich Gouverneur Arnold Schwarzenegger und die Abgeordneten des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaats auf Maßnahmen, mit denen das Haushaltsloch von mehr als 26 Milliarden Dollar gestopft werden soll. Geplant sind vor allem eine Kürzung der Staatsausgaben um 15 Milliarden Dollar und eine beschleunigte Steuereintreibung. Steuererhöhungen werde es dagegen nicht geben, betonte Schwarzenegger. Anfang Juli hatte er den finanziellen Notstand in Kalifornien ausgerufen, nachdem kein Haushalt zustande gekommen war. - Kalifornien - für sich genommen die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt - hat die Wirtschaftskrise besonders hart getroffen. Die Steuereinnahmen brachen im Zuge der Rezession und der steigenden Arbeitslosigkeit zuletzt erheblich ein.

ISLAMABAD: Die pakistanischen Streitkräfte haben in den vergangenen drei Tagen im unruhigen Nordwesten des Landes mehr als 50 Aufständische getötet. Sie starben nach Auskunft eines Militärsprechers bei Gefechten im Gebiet Lower Dir, das an das Swat-Tal grenzt. Dort hatte Pakistans Armee mit einer Großoffensive die Taliban-Kämpfer weitgehend zurückdrängen können. Trotzdem kommt es vereinzelt noch zu Kämpfen. - Es gibt keine Möglichkeit, die Opferzahlen unabhängig zu überprüfen, da die Region für Journalisten gesperrt ist.

KABUL: Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana ist zu einem Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen. Dort wird er unter anderen Präsident Hamid Karsai und Außenminister Dadfar Spanta treffen. Zudem stehen Gespräche Solanas mit anderen Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am 20. August wie auch mit dem Chef der EU-Wahlbeobachter, Philippe Morillon, auf dem Programm. Die Europäische Kommission schickt rund 100 Beobachter nach Afghanistan.

TEGUCIGALPA: Nach dem Scheitern der Verhandlungen über die Staatskrise in Honduras wächst der internationale Druck auf die Übergangsregierung in dem mittelamerikanischen Land. US-Außenministerin Hillary Clinton warnte den durch die Putschisten eingesetzten Interims-Präsidenten Roberto Micheletti vor negativen Konsequenzen, sollte er sich weiter den diplomatischen Lösungsversuchen widersetzen. Die Europäische Union hat unterdessen Finanzhilfen in Höhe von 65 Millionen Euro für Honduras auf Eis gelegt. EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner sagte, damit solle Druck auf die Vertreter der Übergangsregierung ausgeübt werden, zu Verhandlungen mit dem gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya zurückzukehren.

MOGADISCHU: Islamistische Aufständische sind in zwei Städten im Süden Somalias in zwei Gebäudekomplexe der Vereinten Nationen eingedrungen und haben sie geplündert. Zudem kündigten die Fundamentalisten von Al Schabab an, dass drei UN-Organisationen nicht mehr in dem von ihnen kontrollierten Gebiet bleiben dürften, weil sie gegen das Ziel eines islamischen Staates arbeiteten. Die UN bestätigte mittlerweile die Plünderungen, von ihren Mitarbeitern sei aber keiner verletzt worden. Die Arbeit rund um die Stadt Badoia soll zunächst ausgesetzt werden, dagegen wollen die Vereinten Nationen ihre Arbeit in der Stadt Wadschid aufrecht erhalten. Dort ist ein Verteilzentrum für humanitäre Hilfsgüter.

KIEL: Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hat die Entlassung der vier SPD-Minister aus seinem Kabinett als notwendigen Schritt gerechtfertigt. Die am Montag getroffene Entscheidung sei die Konsequenz aus dem Verhalten der Sozialdemokraten, die zuvor bei der Abstimmung im Landtag gegen eine vorgezogene Neuwahl gestimmt hätten, sagte der CDU-Politiker im ARD-Fernsehen. Die SPD habe ihn gezwungen, die Vertrauensfrage zu stellen, über die am Donnerstag abgestimmt werde. Bei einer erwarteten Niederlage will Carstensen das Parlament auflösen. Damit wird eine Neuwahl in Schleswig-Holstein am 27. September - dem Tag der Bundestagswahl - sehr wahrscheinlich. - Hintergrund des Scheiterns der Regierung in Schleswig-Holstein sind andauernde Konflikte zwischen den Landespolitikern von CDU und SPD.

WASHINGTON: Zwei Astronauten der Raumfähre Endeavour haben einen weiteren Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS absolviert. Hauptaufgabe war, Ersatzteile in einem Laderaum außerhalb der Station zu deponieren. Der Einsatz dauerte fast sieben Stunden. Die Lagerung diverser Ersatzteile ist notwendig, weil nach dem geplanten Ende der Shuttle-Flüge im nächsten Jahr keine größeren Frachten mehr zur ISS transportiert werden können. Der Ausbau der Raumstation soll Mitte 2010 beendet sein. - Sechs frühere US-Astronauten plädieren für eine Mars-Mission der Weltraumbehörde NASA. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der ersten Mond-Landung erklärten sie, der Mars mit seinen Wasservorkommen und möglichen Lebensspuren sei das ultimative Ziel der Raumfahrt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Oftmals heiter. Von Westen ziehen neue, teils kräftige Schauer und Gewitter auf. Die Höchsttemperaturen erreichen 20 bis 31 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 17 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 17 Grad, wolkig;

Dresden: 17 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 17 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 19 Grad, regnerisch und

München: 20 Grad, leicht bewölkt.

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