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Nachrichten

Dienstag, 21. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MEXIKO-STADT: Der Hurrikan 'Dean' hat mit voller Wucht die mexikanische Küste erreicht. Nachdem er über dem Meer Kraft getankt hat und in die höchste Gefahrenklasse fünf heraufgestuft wurde, fegt er jetzt mit Windgeschwindigkeiten von fast 260 Stundenkilometern über die mexikanische Halbinsel Yucatan. Dort hatten sich besonders die Bewohner der Küstengebiete auf den gewaltigen Tropensturm vorbereitet. Vielerorts wurden Touristen in Sicherheit gebracht. Die staatliche mexikanische Ölgesellschaft zog mehr als 14.000 Arbeiter von den Öl-Bohrinseln im südlichen Golf von Mexiko ab. Auf seinem Weg durch die Karibik hat 'Dean' bereits zwölf Menschen in den Tod gerissen. Auf Jamaika, Haiti und anderen Inseln richtete er verheerende Schäden an.

BAGDAD: Im Irak hat ein Prozess um den 1991 blutig niedergeschlagenen Aufstand von Schiiten und Kurden begonnen. Damals waren mehrere zehntausend Menschen getötet worden. Vor dem Sondertribunal für die Verbrechen des alten Regimes müssen sich in Bagdad 15 ehemalige Politiker und Armeekommandeure verantworten, darunter auch ein Cousin von Saddam Hussein, der 'Chemie-Ali' genannte Ali Hassan al-Madschid. Er war bereits in einem Prozess wegen Völkermordes an den Kurden zum Tode verurteilt worden und wartet nun auf das Ende des Berufungsverfahrens. Saddam Hussein, der Hauptverantwortliche für die Ereignisse von 1991, war Ende vergangenen Jahres bereits wegen eines anderen Verbrechens hingerichtet worden.

WASHINGTON: Mehr als drei Jahre nach Bekanntwerden des Folterskandals im US-Militärgefängnis Abu Ghraib bei Bagdad muss sich erstmals ein Offizier vor einem Militärgericht verantworten. Zu Beginn des Verfahrens im US-Bundesstaat Maryland wies der Oberstleutnant die Vorwürfe zurück und erklärte sich für nicht schuldig. Dem Angeklagten drohen bis zu achteinhalb Jahren Haft. Bislang mussten sich elf Soldaten niedrigerer Dienstränge im Zusammenhang mit dem Folterskandal einem Militärverfahren stellen. Demütigende Häftlings-Fotos aus Abu Ghraib hatten weltweit eine Welle der Empörung ausgelöst.

MONTREAL: Begleitet von Demonstrationen hat in Kanada der 'Nordamerika-Gipfel' von US-Präsident George W. Bush, Mexikos Staatschef Felipe Calderón und dem kanadischen Premierminister Stephen Harper begonnen. Die drei Politiker trafen sich in Montebello in der Nähe von Ottawa. Dort wollen sie zwei Tage lang über Handels- und Sicherheitsfragen sprechen. Auch die russischen Ansprüche auf die Bodenschätze der Arktis sollen erörtert werden. Kanada und die USA lehnen diese ab und melden eigene Ansprüche an. Vor den Toren des Tagungshotels lieferten sich mehrere tausend Demonstranten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei wurden mehrere Teilnehmer festgenommen. Die Demonstranten kritisierten, bei dem Treffen werde nicht über Menschenrechtsfragen und den Kampf gegen die Armut gesprochen.

BUDAPEST: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem eintägigen Besuch in Budapest eingetroffen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche mit dem ungarischen Staatspräsidenten László Sólyom und ihrem Kollegen Ferenc Gyurcsány stehen die Handelspolitik, die Energieversorgung und die Zukunft der Provinz Kosovo. Deutschland ist für Ungarn der wichtigste Handelspartner.

BERLIN: Die Spitzen der Koalitionsparteien haben sich über die Schwerpunkte ihrer Arbeit bis zur nächsten Bundestagswahl verständigt. Die Runde einigte sich grundsätzlich auf die Einführung so genannter Investivlöhne, mit denen Beschäftigte künftig stärker am Gewinn oder Kapital der Firmen beteiligt werden sollen. SPD-Chef Kurt Beck sagte nach dem vierstündigen Gespräch im Kanzleramt, man habe zudem einen Durchbruch beim Thema Mindestlohn für Postdienstleistungen erzielt. An dem Treffen nahmen auch Kanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Franz Müntefering und CSU-Chef Edmund Stoiber teil. Am Donnerstag und Freitag will das gesamte Bundeskabinett in einer zweitägigen Klausur über die künftige Arbeit beraten.

KABUL: Die aus der Geiselhaft in Afghanistan befreite deutsche Entwicklungshelferin ist auf dem Weg nach Deutschland. Nach Angaben der Hilfsorganisation 'ora international' wird sie zusammen mit ihrem Mann mit einem Flugzeug der Bundeswehr nach Hause geflogen. Die 31-Jährige war in der Nacht zum Montag von afghanischen Sicherheitskräften befreit worden. Vier mutmaßliche Entführer wurden verhaftet. Dagegen befindet sich der vor vier Wochen verschleppte deutsche Bauingenieur noch immer in den Händen seiner Geiselnehmer.

DRESDEN: Die Hetzjagd auf acht Inder in der sächsischen Gemeinde Mügeln hat die Debatte über rechtsextreme Gewalt in Ostdeutschland neu entfacht. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy, sagte der "Berliner Zeitung", Menschen mit dunkler Hautfarbe hätten in Ostdeutschland ein vielfach höheres Risiko, Opfer eines Übergriffs zu werden als in Westdeutschland. Am Montag hatte der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt Mügeln besucht und die Tat verurteilt. Die Inder waren von etwa 50 zumeist jungen Deutschen angegriffen und über den Marktplatz gejagt worden. Ein großes Polizeiaufgebot drängte die Angreifer schließlich ab. Alle acht Inder sowie vier Deutsche und zwei Polizisten erlitten Verletzungen.

WIESBADEN: Die gute konjunkturelle Lage wirkt sich weiter positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 39,6 Millionen. Dabei sei der Zuwachs im Baugewerbe und im Dienstleistungssektor besonders deutlich ausgefallen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet regnerisch, nur im Osten längere heitere Abschnitte. Dort Höchstwerte um 25, sonst 16 bis 22 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 18°, Regen; Berlin und Frankfurt am Main: 19°, wolkig; Dresden und München: 18°, stark bewölkt sowie Köln/Bonn: 16°, bedeckt.

Audio und Video zum Thema