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Nachrichten

Dienstag, 21. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Vor dem Spitzentreffen im Kanzleramt zur Auslagerung fauler Wertpapiere in sogenannte Bad Banks drängt die Union auf ein zügiges Vorgehen. Sonst könnten betroffene Banken womöglich über Jahre keine Kredite mehr vergeben, sagte der CDU-Finanzexperte Otto Bernhardt. Zahlreiche Institute besitzen fast wertlose Papiere, die unverkäuflich sind und die Bilanzen schwer belasten. Ihr derzeitiger Wert soll sich laut Berichten auf insgesamt mehr als 500 Milliarden Euro belaufen. Die große Koalition ist sich bereits einig, dass es keine zentrale Bad Bank geben wird. Statt dessen soll nach Lösungen für einzelne Institute gesucht werden. Mit einer Entscheidung sei bei den Treffen im Kanzleramt allerdings nicht zu rechnen, hieß es in Berlin.

BERLIN: Die Überwachung von Mitarbeitern, wie etwa bei der Deutschen Bahn oder der Telekom, ist nach den Worten des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Peter Schaar, keine Ausnahmeerscheinung. Vielmehr handele es sich um die Spitze eines Eisbergs, sagte Schaar im deutschen Fernsehen. Im Lauf des Vormittags will Schaar seinen Tätigkeitsbericht der Jahre 2007 und 2008 an Bundestagspräsident Norbert Lammert übergeben. Ein weiteres Thema darin dürfte der Umgang mit persönlichen Angaben durch Privatleute sein, etwa beim Einkauf oder der Nutzung des Internets.

BONN: Trotz Rezession hat die Deutsche Post in den ersten drei Monaten dieses Jahres ihren Gewinn auf nahezu eine Milliarde Euro gesteigert. Dazu hätten Finanzgeschäfte wie der Verkauf der Postbank wesentlich beigetragen, teilte die Post vor ihrer Hauptversammlung mit. Einen deutlichen Rückgang unter das Niveau vom Vorjahr musste das Unternehmen aber beim deutschen Briefgeschäft hinnehmen. Hier zeichne sich aber ab, dass die Talsohle erreicht sei, hieß es.

TEL AVIV: Israel hat der sechs Millionen während des Holocaust ermordeten Juden gedacht. Für zwei Minuten ertönten im ganzen Land die Sirenen, um an die Judenvernichtung durch die deutschen Nationalsozialisten zu erinnern. Menschen verharrten auf den Straßen oder am Arbeitsplatz in stiller Andacht. In Israel leben heute noch etwa 240.000 Holocaust-Überlebende. Die Gedenkfeiern werden überschattet von dem Eklat bei der Anti-Rassismus-Konferenz am Vortag in Genf. Dort hatte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad Israel Rassismus im Umgang mit den Palästinensern vorgeworfen und international erneut scharfe Kritik provoziert.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat dem Geheimdienst CIA seine volle Unterstützung bei der künftigen Arbeit zugesichert. Bei einem Besuch im CIA-Hauptquartier in Langley (Virginia) sagte Obama, die CIA sei angesichts der vielen "unkonventionellen" Herausforderungen unter anderem durch Terroristen "wichtiger denn je". Der Präsident distanzierte sich erneut von Folterpraktiken unter der Regierung seines Vorgängers George W. Bush. Er versicherte aber, CIA-Beamte, die solche Praktiken angewendet hätten, würden nicht juristisch verfolgt. Am Montag war bekannt geworden, dass der Geheimdienst die inzwischen verbotene Verhörmethode des simulierten Ertränkens bei Verdächtigen viel häufiger angewendet hat als vorher bekannt.

CINCINNATI: Im Fall des mutmaßlichen NS-Verbrechers John Demjanjuk hat das US-Justizministerium das zuständige Bezirksgericht von Cincinnati aufgefordert, den Weg für die Abschiebung freizumachen. Vor einer Woche wurde der 89-Jährige bereits aus seinem Haus zum Flugzeug gebracht, das ihn nach München bringen sollte. Das Gericht verhinderte die Abschiebung aber in letzter Minute. Seine Familie hatte wegen Demjanjuks Gesundheitszustand Einspruch eingelegt. Der gebürtige Ukrainer wird beschuldigt, als Wärter an der Ermordung von 29.000 Juden im Vernichtungslager Sobibor mitgewirkt zu haben. Er soll in München vor Gericht gestellt werden.

NEW YORK: Die amerikanische Tageszeitung "The New York Times" ist die große Gewinnerin der diesjährigen Pulitzer-Preise. Das renommierte Blatt erhielt fünf der 14 Journalistenpreise. Besondere Beachtung fand die schnelle und umfangreiche Berichterstattung der Zeitung über den Sexskandal, der den Gouverneur von New York, Eliot Spitzer, zum Rücktritt zwang. In diesem Jahr nahmen erstmals auch reine Online-Medien am Wettbewerb teil. Der seit 1917 vergebene Pulitzer-Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für Journalisten und Schriftsteller in den USA.

MÜNCHEN: Die Straßen-Tunnel in Europa werden nach Einschätzung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs -ADAC- zunehmend sicherer. Neun von 13 jüngst getesteten Röhren erhalten danach in puncto Sicherheit die Bestnote. Die Bewertung 'sehr gut' erreichten bei der mittlerweile elften Untersuchung auch drei von vier in deutschen Städten geprüften Tunnels. Neun weitere im europäischen Ausland schnitten ähnlich überzeugend ab, teilte der ADAC in München mit. Einzige Ausnahme sei ein 'ausreichend' des Schweizer Tunnel Vue-des-Alpes gewesen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend Sonnenschein und meist trocken. Nur am Hochrhein und am Alpenrand sind kurze Schauer möglich. Temperaturen zwischen 16 und 21 Grad Celsius.

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