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Nachrichten

Dienstag, 20. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ULM: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat die Forderung der niedergelassenen Ärzte nach Honorarsteigerungen von 20 Prozent zurückgewiesen. Gleichwohl sagte sie den Medizinern eine Erhöhung ihrer Vergütungen zu. Die Mehrkosten werde sie bei der Festsetzung des künftig bundesweit einheitlichen Krankenkassenbeitrags im Herbst berücksichtigen, kündigte die Ministerin beim Deutschen Ärztetag in Ulm an. Den Vorwurf von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe, die Leistungen im Gesundheitswesen würden zunehmend rationiert, wies Schmidt abermals zurück. Begleitet wurde der Konferenzauftakt von Protesten empörter Mediziner. Vertreter der Freien Ärzteschaft kritisierten den geplanten Gesundheitsfonds und die Gesundheitskarte.

BERLIN: Unter den deutschen Bundestagsabgeordneten wird immer mehr Widerstand laut gegen die geplante Diätenerhöhung für Parlamentarier. Laut einem Bericht der 'Bild'-Zeitung will Fraktionschef Peter Struck mit seinem Unions-Kollegen Volker Kauder sprechen, um das bereits eingeleitete Gesetzgebungsverfahren noch zu stoppen. Nach mehreren SPD-Politikern sprachen sich nun auch CDU-Abgeordnete gegen die Diätenerhöhung aus. Nachdem die Bundestagsbezüge bereits im vergangenen Herbst angehoben wurden, sei das Vorhaben den Bürgern nicht zu erklären, sagte der CDU-Politiker Clemens Binninger der in Hannover erscheinenden 'Neuen Presse'. Mit ihm kündigten weitere vier CDU-Abgeordnete Widerstand an.

MEXIKO-STADT: Deutschland und Mexiko wollen angesichts der wachsenden Sorgen um die Ernährung der Weltbevölkerung auf dem nächsten G8-Gipfel eine gemeinsame Initiative starten, um die Nahrungsmittelpreise stabil halten zu können. Das habe sie mit dem mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderón vereinbart, sagte Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Mexiko-Stadt, der letzten Station ihrer Lateinamerika-Reise. Calderon betonte, Engpässe in der Nahrungsmittelproduktion gebe es auch, weil die Industriesstaaten ihre Agrarprodukte hoch subventionieren würden. -- Die Bundeskanzlerin hatte zuvor Brasilien, Kolumbien und Peru besucht. In Peru hatte sie am EU-Lateinamerika-Gipfel teilgenommen. Auch dort war neben der Umweltpolitik der Kampf gegen die Armut ein zentrales Thema gewesen.

RANGUN: In Birma hat eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer des Wirbelsturms 'Nargis' begonnen. Achtzehn Tage nach dem Beginn der Katastrophe, bei der nach offizieller Zählung rund 80.000 Menschen ums Leben kamen und noch annähernd 60.000 vermisst werden, wurden landesweit die Fahnen auf Halbmast gesetzt. Der Chef der birmanischen Militärregierung, Than Shwe, hatte am Wochenende erstmals das Katastrophengebiet besucht. Unter wachsendem Druck der internationalen Gemeinschaft hat die Führung in Rangun jetzt erstmals dem verstärkten Einsatz von Ärzten und Helfern aus anderen asiatischen Ländern zugestimmt.

TAIPEH: Der neue Präsident Taiwans, Ma Ying Jeou, sucht eine stärkere Annäherung an die Volksrepublik China. Bei seiner feierlichen Amtseinführung in Taipeh sagte der 57-Jährige vor mehreren tausend in- und ausländischen Gästen, sein Ziel seien Frieden, Aussöhnung und Stabilität in den Beziehungen zu Festland-China. Der Spitzenpolitiker der Nationalpartei Kuomintang löst nach acht Jahren den bisherigen Präsidenten Chen Shui-bian von der Fortschrittspartei ab. Dieser hatte die Führung in Peking immer wieder mit seiner Forderung nach Unabhängigkeit verärgert.

PEKING: Aus Angst vor neuen schweren Erdbeben sind zehntausende Einwohner der Stadt Chengdu im Südwesten Chinas aus ihren Häusern geflohen. Auf den stadtauswärts führenden Straßen bildeten sich Staus, die Menschen suchten freie Flächen auf. Ausgelöst wurde die Panik durch einen Fernsehbericht, dem zufolge in der Region ein Beben der Stärke acht bevorstehe. Chengdu ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan. Im Kreis Pingwu wurden nach Meldungen der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua Erdstöße der Stärke fünf registriert. Seit der Katastrophe vor einer Woche gab es mehr als 20 Nachbeben mit Stärken von mindestens fünf auf der Richter-Skala.

JOHANNESBURG: In der südafrikanischen Metropole hat die fremdenfeindliche Gewalt weitere Stadtteile erfasst. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben rund 40 Menschen wegen Raub, Vergewaltigung oder anderer Straftaten fest. Die Flucht hunderter Ausländer aus den Armenvierteln in Polizeiwachen, Kirchen und Gemeindesäle hält unterdessen unvermindert an. Dort drängen sich mittlerweile rund 11.000 verängstigte Menschen, die von Hilfsorganisationen mit dem Nötigsten versorgt werden. Die Ausschreitungen richten sich vor allem gegen Zuwanderer aus Nachbarländern.

FRANKFURT AM MAIN: Im Prozess um die Messserattacke auf einen Frankfurter Rabbiner ist der Angeklagte zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Frankfurter Landgericht sprach den 23-jährigen Deutschen afghanischer Abstammung der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Er hatte gestanden, den jüdischen Geistlichen vergangenen Herbst im Frankfurter Westend auf offenener Straße niedergestochen zu haben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Heiter bis wolkig. Südlich der Donau zum Teil stark bewölkt und gebietsweise Regen. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen neun und 21 Grad Celsius.

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