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Nachrichten

Dienstag, 20. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BAGDAD: Genau vier Jahre nach Beginn des Irak-Krieges ist der ehemalige Vizepräsident des Landes, Taha Jassim Ramadan, hingerichtet worden. Wie Ex-Machthaber Saddam Hussein war auch Ramadan wegen eines Massakers an Schiiten zum Tode verurteilt worden. Im Jahr 1982 hatte das Regime nach einem angeblichen Attentatsversuch auf Saddam in dem Dorf Dudschail 149 Menschen ermorden lassen. Auch Saddam war wegen dieses Verbrechens zum Tode verurteilt und vor knapp drei Monaten hingerichtet worden.

ROM: Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi hat die Bemühungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel um eine gemeinsame europäische Verfassung gewürdigt. Italien und Deutschland seien entschlossen, mit 'neuen, gestärkten Institutionen' in die nächsten Wahlen zum Europa-Parlament 2009 zu gehen, sagte Prodi nach einem Treffen mit Merkel in Rom. Ihr Gespräch diente vor allem der Vorbereitung des bevorstehenden EU-Gipfels in Berlin. Bei dem Gipfel am kommenden Wochenende wollen die EU-Staats- und Regierungschefs den 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge begehen. Das Vertragswerk gilt als Gründungsdokument der heutigen Europäischen Union.

WASHINGTON: Im Streit um das geplante Raketenabwehrsystem in Osteuropa haben sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und seine amerikanische Kollegin Condoleezza Rice bemüht, die Wogen zu glätten. Nach einem Treffen mit Rice in Washington sagte Steinmeier die USA hätten natürlich das Recht, sich gegen Raketenangriffe in angemessener Weise zu schützen. Nach seiner Überzeugung, so Steinmeier weiter, hätten die USA Verständnis für die deutsche Forderung, über das Vorhaben im Rahmen der NATO zu diskutieren. Rice betonte, das System richte sich nicht gegen Russland, sondern solle der Abwehr potenzieller Angriffe mit Langstreckenraketen vor allem aus dem Iran dienen.

BERLIN: Der Wehrbeauftragte der Bundesregierung, Reinhold Robbe, hat eine schlechte finanzielle Ausstattung der Bundeswehr kritisiert. Das werde am Zustand der Kasernen deutlich, sagte der SPD-Politiker im deutschen Fernsehen. Zudem würden zwei Drittel der Soldaten zu den unteren Einkommensgruppen gezählt. Robbe legte heute seinen neuen Jahresbericht vor. Ein weiterer Schwerpunkt darin ist die Belastung des Sanitätsdienstes durch Auslandseinsätze. Bereits im Vorjahr hatte Robbe beklagt, dass durch den Einsatz vieler Bundeswehrärzte im Ausland die medizinische Versorgung der Soldaten in den Heimatstandorten zu kurz komme.

HARARE: In der politischen Krise in Simbabwe bleibt die Regierung bei ihrem harten Kurs. Außenminister Simbarashe Mumbengegwi teilte mit, er habe die Botschafter westlicher Staaten vorgeladen und sie gewarnt, sich in die inneren Angelegenheiten des afrikanischen Landes einzumischen. In diesem Falle würden sie ausgewiesen. Die Regierung beschuldigt die Diplomaten, angebliche Putschpläne gegen den autoritär regierenden Präsident Robert Mugabe zu unterstützen.
- Die Polizei Simbabwes hatte zuvor ein Ausreiseverbot für mehrere Regierungsgegner verkündet. Es gilt auch für Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, der in Polizeihaft nach eigenen Angaben schwer misshandelt worden ist.

PEKING: Nordkorea will nach südkoreanischen Angaben nach der angekündigten Schließung seiner Nuklearanlagen wieder Mitglied der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO werden. Dies habe die nordkoreanische Delegation bei den in Peking laufenden Gesprächen über das Atomprogramm des kommunistischen Landes mitgeteilt, meldet die südkoreanische Agentur Yonhap. Nordkorea war 1994 aus der IAEO ausgetreten und hatte 2002 auch den Atomwaffensperrvertrag verlassen.

MOSKAU: Durch einen Brand in einem Altenheim im Süden Russlands sind mindestens 63 Menschen ums Leben gekommen. Die Heimbewohner seien von dem Feuer im Schlaf überrascht worden. Nur 27 von ihnen hätten den Brand überlebt, teilte das Ministerium für Zivilschutz in Moskau mit. In dem Heim habe es zahlreiche Verstöße gegen Sicherheitsregeln gegeben. Die Feuerwehr benötigte eine Stunde, um zu dem abgelegenen Dorf am Asowschen Meer zu gelangen. - Über die Brandursache wurden keine Angaben gemacht.

MOSKAU: Nach dem schweren Grubenunglück in Sibirien hat sich die Zahl der Todesopfer auf 97 erhöht. 13 Kumpel würden noch vermisst, teilte die Verwaltung der russischen Region Kemerowo mit, in der das Bergwerk liegt. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten gingen weiter. - Von den mehr als 200 Männern, die sich zum Zeitpunkt der Methangas-Explosion am Montag unter Tage befanden, konnten 93 lebend geborgen werden. Es handelt sich um das schwerste Bergwerksunglück in Russland seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991.

KAIRO: Im ägyptischen Parlament hat die Regierungspartei NDP von Präsident Hosni Mubarak gegen den Protest der Opposition eine Reihe von Verfassungsänderungen gebilligt. Sie verbieten unter anderem politische Arbeit auf religiöser Basis und richten sich damit nach Ansicht von Beobachtern vor allem gegen die oppositionelle Moslembruderschaft. - Kairoer Zeitungen melden, die zur Bestätigung der Änderungen notwendige Volksabstimmung werde nach einer Entscheidung Mubaraks schon am Montag stattfinden. Ursprünglich sei ein Termin im April geplant gewesen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel zwischen Schneeregen und sonnigen Abschnitten, am Alpenrand auch anhaltender Schneefall. Temperaturen von ein bis neun Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 20.03.2007
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  • Datum 20.03.2007
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