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Nachrichten

Dienstag, 20. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

NEW YORK: Mit dem Weltflüchtlingstag erinnern die Vereinten Nationen an diesem Dienstag an das Schicksal von Millionen Heimatlosen weltweit. Die Weltgemeinschaft habe eine Verantwortung für all jene, die noch immer weit weg von zu Hause leben müssten, sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan. Der deutsche Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sprach sich für eine verstärkte Rückführung von Migranten in ihre Herkunftsländer aus. Vor allem die Bekämpfung der Ursachen für Fluchtbewegungen sei erforderlich, um Schleuserbanden das Handwerk zu legen, sagte Schäuble am Vorabend in Berlin. Dies sei besonders in Afrika erforderlich.

BASRA: In der südirakischen Stadt Basra hat sich ein Selbstmordattentäter in einer Rentenauszahlungsstelle in die Luft gesprengt. Augenzeugen sprachen von Dutzenden von Toten und Verletzten. Der Attentäter habe einen Sprengstoffgürtel getragen, hieß es. In der vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Basra war vor drei Wochen der Ausnahmezustand ausgerufen worden, nachdem die Zahl der Anschläge, Attentate und Entführungen dramatisch gestiegen war.

WASHINGTON: Drei US-Soldaten sind wegen Mordes an Gefangenen im Irak angeklagt worden. Ihnen wird vorgeworfen, die Gefangenen Anfang Mai nördlich von Bagdad erschossen zu haben und danach einem ihrer Kameraden mit dem Tod gedroht zu haben, sollte dieser den Vorgang weitererzählen. Falls die Soldaten für schuldig befunden werden, droht ihnen nach US-Militärgesetz die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft in Rom will nach einem Bericht der Agentur ANSA Anklage gegen einen US-Soldaten wegen der tödlichen Schüsse auf den italienischen Geheimdienstler Nicola Calipari im Irak erheben. Calipari war im März 2005 an einem US-Kontrollposten erschossen worden, als er mit der befreiten Geisel Giuliana Sgrena zum Bagdader Flughafen fuhr.

RAMALLAH: Die von der Hamas geführte palästinensische Regierung hat rund 90.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes einen Teil ihres seit Monaten ausstehenden Lohns ausbezahlt. Zuvor waren mehrfach Minister der international isolierten und deshalb finanziell fast handlungsunfähigen Hamas-Regierung mit Koffern voller Geld aus dem Ausland zurückgekehrt. Die Europäische Union kündigte an, rasch mit der Auszahlung der ersten Finanzhilfen an bedürftige Palästinenser zu beginnen. Die EU hatte beschlossen, unter Umgehung der Hamas-Regierung 100 Millionen Euro Direkthilfe an die Palästinenser zu leisten. Die israelische Luftwaffe beschoss eine Metallwerkstatt in Gaza-Stadt mit Raketen. Die Werkstatt wurde nach Angaben der israelischen Armee von der militanten Hamas für den Bau von Raketen und anderen Waffen genutzt.

WASHINGTON: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat Nordkorea vor dem Test einer Langstreckenrakete gewarnt. Ein solcher Test wäre ein provokativer Akt, sagte Rice nach einem Treffen mit dem spanischen Außenminister Miguel Angel Moratinos in Washington. Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton sagte, man erörtere zusammen mit anderen Mitgliedsstaaten des Weltsicherheitsrates mögliche Sanktionen. Auch Japan und Australien drückten ihre Sorge aus. Südkoreanische Medien hatten zuvor berichtet, dass ein Raketen-Test unmittelbar bevorstehen könnte. Langstreckenraketen könnten das Territorium der USA erreichen.

KABUL: Bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi der ausländischen Koalitionstruppen sind im Süden von Afghanistan ein rumänischer Soldat getötet und vier verletzt worden. Wie das Verteidigungsministerium in Bukarest mitteilte, waren die Soldaten etwa 20 Kilometer vor Kandahar über eine Landmine gefahren. Angesichts der geplanten Ausdehnung des Nato-Einsatzes in den Süden des Landes haben die radikal-islamischen Taliban-Rebellen ihre Aktivitäten in der Region verstärkt. Rumänien hat im Rahmen des Nato-Einsatzes und der von den USA geführten Anti-Terror-Operation 'Enduring Freedom' rund 800 Soldaten in Afghanistan stationiert.

NEW ORLEANS: Angesichts der andauernden Gewalt im vom Hurrikan 'Katrina' stark zerstörten New Orleans will die Regierung des US-Bundesstaats Louisiana abermals Nationalgardisten in die Stadt entsenden. Die Situation sei ernst, sagte Gouverneurin Kathleen Blanco. Erst am Samstag waren in der Stadt fünf Jugendliche erschossen worden. Die Zeitung 'USA Today' berichtet, seit Beginn des Jahres seien bereits 52 Menschen in New Orleans getötet worden.

ZUR FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT: Spanien hat mit einem 3:1 Sieg gegen Tunesien als achte Mannschaft vorzeitig das Achtelfinale erreicht. Zuvor hatte in dieser Gruppe H die Ukraine Saudi-Arabien mit 4:0 geschlagen. Die Ukraine kann sich nun wieder Hoffnung auf das Achtelfinale machen. Die Schweiz erzielte in der Gruppe G einen 2:0-Sieg über Togo und hat ebenfalls gute Chancen auf ein Erreichen der nächsten Runde. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt an diesem Dienstag in Berlin gegen Ecuador. Das Team will nach Aussage von Bundestrainer Jürgen Klinsmann um den Gruppensieg kämpfen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden, Osten und in der Mitte kräftige Schauer oder Gewitter bei 25 bis 30 Grad. Im Nordwesten meist trocken.

  • Datum 20.06.2006
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