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Nachrichten

Dienstag, 20. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Afghanistans Präsident Karsai strebt bis 2014 die Übernahme der Verantwortung für die Sicherheit im Lande an. Die ausländischen Truppen müssten diese Aufgabe nach und nach an die einheimischen Sicherheitskräfte übergeben, sagte Karsai zum Auftakt der internationalen Afghanistan-Konferenz in Kabul. US-Außenministerin Clinton bekräftigte, die ersten US-Soldaten würden bereits im kommenden Jahr abgezogen. Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung sei zu wichtig, um sie endlos hinauszuzögern. Clinton und NATO-Generalsekretär Rasmussen betonten aber, das Engagement werde nicht mit dem Abzug der Truppen enden. An der Konferenz nehmen Vertreter von rund 70 Ländern und Organisationen teil. Themen neben dem Truppenabzug sind die Wiedereingliederung der radikalislamischen Taliban in die Gesellschaft, die nationale Aussöhnung und der Kampf gegen Korruption und Drogenhandel.

JERUSALEM: Israel will noch in diesem Jahr ein neues Raketenabwehrsystem installieren. Es soll das Land vor Angriffen radikalislamischer Gruppen wie Hisbollah und Hamas schützen. Nach Angaben des israelischen Verteidigungministerium sollen die ersten beiden Batterien des Raketenabwehrsystems im November einsatzbereit sein. Bei Tests habe das Abfangsystem funktioniert, hieß es.

HOUSTON: Die unweit des defekten Bohrlochs von BP im Golf von Mexiko entdeckten Aussickerungen haben nach Konzernangaben einen natürlichen Ursprung. Mit dem Ölleck habe das nichts zu tun, sagte BP-Sprecher Proegler der Nachrichtenagentur Reuters. Wissenschaftler hätten das bestätigt. - Bei den Blasen handle es sich möglicherweise um Stickstoff und nicht um Erdgas, das auf ein bestehendes Leck hindeuten würde.

LONDON: China hat im vergangenen Jahr die USA als größten Energieverbraucher der Welt abgelöst. Die Volksrepublik habe im Jahr 2009 eine Energiemenge verbraucht, die rund 2,25 Milliarden Tonnen Öl entspreche, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf die Internationale Energieagentur. Das seien etwa vier Prozent mehr als die USA. Im Jahr 2000 hätten die USA noch drei Mal so viel Energie benötigt wie China.

ISTANBUL: Bei einem Rebellen-Angriff im Südosten der Türkei sind sechs Soldaten getötet worden. Kämpfer der kurdischen Arbeiterpartei PKK hätten in der Nacht zum Dienstag einen Grenzposten nahe der Stadt Hantepe angegriffen und weitere Soldaten verletzt, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Es sei auch zum Einsatz von Kampfhubschraubern gekommen. Die in der Türkei verbotene PKK wird von den USA und in der EU als terroristische Gruppierung eingestuft.

MÜNCHEN: Das Sparpaket der Bundesregierung wird nach einem Zeitungsbericht von mehreren Ministerien in Frage gestellt. Vor allem die Ressorts für Wirtschaft und für Justiz, aber auch die für Verkehr, Soziales und Umwelt würden die angekündigten Etatkürzungen boykottieren, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zeigte sich bei einer CDU-Präsidiumssitzung verärgert über das Verhalten der Kabinettskollegen.

BERLIN: Mit mehreren Veranstaltungen wurde in Berlin an das gescheiterte Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 erinnert. Den Auftakt bildete ein ökumenischer Gottesdienst in der Gedenkstätte Plötzensee. Anschließend fand in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock eine Feierstunde der Bundesregierung statt mit Verteidigungsminister zu Guttenberg und Bundesratspräsident Böhrnsen. Das Attentat der Gruppe um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 in Hitlers Hauptquartier "Wolfsschanze" in Ostpreußen schlug fehl, Hitler überlebte.

FRANKFURT AM MAIN: Fußball-Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff haben nach Medienberichten ihre Verträge mit dem DFB verlängert. Der 50-Jährige Löw habe sich mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages bis 2012 geeinigt, berichten übereinstimmend die 'Bild'-Zeitung und die Süddeutsche Zeitung. Bierhoff bleibt demnach für zwei weitere Jahre Manager der Nationalmannschaft.

Das Wetter in Deutschland: Wieder sonnig und im Tagesverlauf nur in Richtung Niederrhein und Nordsee lockere Wolkenfelder. Höchstwerte 28 bis 35 Grad Celsius.

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