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Nachrichten

Dienstag, 20. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Der Luftraum über Europa ist in großen Teilen wieder frei. Wie die Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel mitteilte, sind nur noch die Lufträume über Großbritannien und Irland komplett gesperrt. Betroffen seien auch Teile Polens, Österreichs, Dänemarks, Südschwedens und Finnlands. In Deutschland bleibt der Luftraum noch bis mindestens 14.00 Ortszeit gesperrt. Erlaubt sind aber Sichtflüge. Die Lufthansa kündigte an, bis zu 200 Flüge durchzuführen. Deutschlands zweitgrößte Fluglinie Air Berlin erklärte, man wolle versuchen, im Laufe des Tages zum normalen Flugverkehr zurückzukehren. Für Verwirrung sorgen unterschiedliche Einschätzungen über die Lage am isländischen Vulkan. Während das meteorologische Institut in Reykjavik meldete, der Vulkan stoße deutlich weniger Asche aus, warnte die britische Luftsicherheitsbehörde NATS vor einer neuen Aschewolke.

NEW YORK: Die USA und Russland haben alle UN-Mitgliedsstaaten aufgerufen, ihrem Beispiel zu folgen und sich für atomare Abrüstung einzusetzen. Vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York verwiesen die amerikanische UN-Botschafterin Rice und ihr russischer Kollege Tschurkin auf den Anfang April von den Präsidenten Obama und Medwedew unterzeichneten Vertrag zur Verringerung der atomaren Arsenale. Rice würdigte zudem die neue Qualität der amerikanisch-russischen Beziehungen.

BERLIN: Die Union hat nach der Entscheidung der Bundesanwaltschaft, die Ermittlungen gegen Bundeswehroberst Klein einzustellen, ein Ende des Kundus-Untersuchungsausschusses gefordert. Die rechtliche Bewertung sei jetzt abgeschlossen, sagte Fraktionsvize Schockenhoff der "Frankfurter Rundschau". Deshalb könne der Untersuchungsausschuss seine Beweisaufnahme mit der Anhörung von Verteidigungsminister Guttenberg am Donnerstag abschließen. Die Bundesanwaltschaft hatte am Montag erklärt, Klein habe mit der Anordnung des Luftangriffs auf zwei entführte Tanklastzüge weder gegen Völkerrecht noch gegen Bestimmungen des Strafrechts verstoßen. Bei dem Luftschlag sollen bis zu 142 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter viele Zivilisten.

BERLIN: Nach den Betrugsvorwürfen gegen die US-Großbank Goldman Sachs fordern Politiker der Regierungskoalition ein Ruhen der Geschäfte mit dem Institut. So lange die Ermittlungen der US-Börsenaufsicht liefen, sollte die Zusammenarbeit mit Goldman Sachs auf Eis gelegt werden, sagte CSU-Generalsekretär Dobrindt dem "Handelsblatt". Auch der FDP-Obmann im Bundestags-Finanzausschuss, Schäffler, sprach sich für ein Ruhenlassen der Geschäftsbeziehungen aus. Die US-Börsenaufsicht wirft dem Bankhaus vor, bei der Vermarktung eines Finanzproduktes wichtige Informationen verschwiegen und Investoren in die Irre geführt zu haben.

HAVANNA: In Kuba hat die katholische Kirche die kommunistische Führung zu raschen Reformen aufgefordert, um die wirtschaftliche Krise des Inselstaates zu überwinden. Ein weiterer Aufschub werde "Ungeduld und Unbehagen im Volk hervorrufen", sagte der Erzbischof von Havanna, Kardinal Ortega, in einem Zeitungsinterview. Er sprach sich zugleich für einen Dialog mit den USA aus, zu denen Kuba seit den sechziger Jahren keine Beziehungen mehr hat. Ortega verlangte ferner die Freilassung aller politischen Gefangenen.

BRASILIA: In Brasilien ist ein katholischer Priester wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs festgenommen worden. Dem 83-Jährigen wird vorgeworfen, mehrere Jungen sexuell missbraucht zu haben. Der Festnahme ging eine parlamentarische Anhörung von insgesamt 20 Zeugen voraus, die schwere Vorwürfe gegen den Priester sowie zwei weitere Geistliche erhoben. Die Staatsanwaltschaft muss nun entscheiden, ob sie Anklage erhebt.

PEKING: Sechs Tage nach dem Erdbeben im Westen Chinas ist die Zahl der Todesopfer auf 2039 gestiegen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua weiter meldete, werden noch fast 200 Menschen vermisst. Mehr als 12.000 Menschen erlitten bei dem Beben im Hochland der Provinz Qinghai Verletzungen, zehntausende wurden obdachlos. Die chinesische Regierung ordnete für Mittwoch Staatstrauer an.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden noch viel Sonne und meist trocken; sonst wechselnd bewölkt mit Aufheiterungen. Vor allem an den Küsten und am Alpenrand auch Schauer möglich. Höchstwerte acht bis 19 Grad.

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